Richtungswechsel bei den Oscars: Warum nach einem Jahr doch KI-Inhalte verbannt werden

Wer bei den Oscars abräumen will, muss vor allem eins sein: menschlich.

Die Oscaars haben in der ein oder anderen Kategorie erstmal genug von KI-Inhalten. (Bildquelle: Pakorn - adobe.stock.com) Die Oscaars haben in der ein oder anderen Kategorie erstmal genug von KI-Inhalten. (Bildquelle: Pakorn - adobe.stock.com)

Erst letztes Jahr hat die Academy angekündigt, dass KI-Inhalte ausdrücklich erlaubt sind, wenn Filme mit einem Oscar ausgezeichnet werden sollen. Unser Autor Maxe war damals alles andere als begeistert.

Nun macht die Academy einen Schritt zurück: Zum ersten Mal in der Geschichte der Academy Awards gibt es nun offizielle Regeln, die generative KI direkt adressieren. Das Board of Governors hat die neuen Regularien für die 99. Oscar-Verleihung auf der offiziellen Webseite bekannt gegeben.

Was genau hat die Academy entschieden?

Die neuen Regeln sind eindeutig: In der Schauspielkategorie dürfen ab sofort nur noch Leistungen nominiert werden, die laut den offiziellen Regularien »in der rechtlichen Abspann-Besetzung des Films aufgeführt und nachweislich von Menschen mit deren Zustimmung erbracht wurden«.

Drehbücher müssen ebenfalls »menschlich verfasst« sein, um für eine Nominierung infrage zu kommen.

Zusätzlich behält sich die Academy das Recht vor, bei Bedarf weitere Informationen über den KI-Einsatz eines Films und die »menschliche Urheberschaft« anzufordern.

Warum jetzt?

Die Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts. Momentan sind einige Filmprojekte bekannt, die sich stark auf KI stützen werden. Auch die immer weiter voranschreitenden KI-Video-Generatoren könnten ein Grund dafür sein:


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Was bedeutet das für die Zukunft?

Ob diese Regeln ab sofort dauerhaft gelten, bleibt abzuwarten. Auch wie es um andere Bereiche der Filmkunst steht, ist bisher ungewiss, denn für etwa Regie, Schnitt oder visuelle Effekte gibt es bislang keine expliziten KI-Verbote.


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Gut zu wissen: Auf Nachfrage müssen Filmschaffende nachweisen, dass ihre Werke menschlich gemacht wurden – nicht umgekehrt.

Ob das in der Praxis kontrollierbar ist, bleibt abzuwarten. Die 99. Oscar-Verleihung bezieht sich auf Filme, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 in den Kinos laufen.

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