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Ein Sci-Fi-Film von 1995 gilt als einer von Keanu Reeves größten Flops - dennoch ebnete er den Weg für die Matrix-Filme

Mit Johnny Mnemonic konnte Reeves zwar keinen Erfolg an den Kinokassen feiern, die Wachowskis aber bei ihrer Suche nach Investoren.

Keanu Reeves ist in Johnny Mnemonic ein Datenkurier mit einem gefährlichen Auftrag. Bildquelle: TriStar Pictures Keanu Reeves ist in Johnny Mnemonic ein Datenkurier mit einem gefährlichen Auftrag. Bildquelle: TriStar Pictures

Johnny Mnemonic war Mitte der 90er ein ziemlicher Knick in der Karriere von Keanu Reeves, die gerade passenderweise mit Speed so richtig Fahrt aufgenommen hatte. Der Film mit Cyberpunk-Thematik ist heute zwar beliebter 90er-Sci-Fi-Trash, doch war er im Grunde ein Flop.

Dennoch trug er dazu bei, dass Lana und Lily Wachowski die Matrix-Filme machen konnten und das war wiederum gut für Keanu Reeves.

Johnny Mnemonic: Ein Kunstfilm, der als Blockbuster scheiterte

Der Film selbst geht auf eine Kurzgeschichte des Neuromancer-Autors William Gibson zurück, der auch gleichzeitig das Drehbuch schrieb. 

Keanu Reeves spielt Johnny, einen Kurier für Daten, die er in einem in seinem Gehirn implantierten Chip speichert. In der hoch technisierten und digitalen Welt des Films ist das die sicherste Methode, Daten zu transportieren.

Für einen besonders lukrativen Job nimmt er einen Datensatz auf, der seine Speicherkapazität übersteigt. Lässt er die Daten nicht innerhalb von 24 Stunden entfernen, stirbt er.

Die Daten enthalten allerdings das Heilmittel für eine neurodegenerative Krankheit, an der die Hälfte der Weltbevölkerung leidet. Diese wichtigen Informationen machen Johnny zum Ziel der Yakuza und anderer Parteien.

Video starten 2:18 Johnny Mnemonic: Trailer zum Sci-Fi-Thriller mit Keanu Reeves aus dem Jahr 1995

Wie Slashfilm berichtet, spielte Johnny Mnemonic bei einem Budget von 26 Millionen US-Dollar gerade einmal 19 Millionen US-Dollar ein, zudem waren die Kritiken damals nicht sonderlich gut. Rotten Tomatoes listet heute 42 Reviews mit nur 19 Prozent positiven Wertungen, der Zuschauer-Score liegt bei 31 Prozent.

Schuld daran sollen auch die vielen Änderungen am Ausgangsmaterial sein. William Gibson und Regisseur Robert Longo wollten einen Kunstfilm für 1,5 Millionen US-Dollar drehen.

Nach dem großen Erfolg von Speed wollte das verantwortliche Studio TriStar Pictures aber mehr aus dem Projekt und Keanu Reeves herausholen. Doch die eigentliche Story drehte sich gar nicht um die Figur von Reeves, sondern um dessen Bodyguard.

Der Kurswechsel nahm dem Film die klare Ausrichtung, und so entstand ein Endprodukt, das weder Kunstprojekt noch Blockbuster war und an den Kinokassen floppt.

Wegbereiter für Matrix

In einem Interview mit dem New Yorker im September 2012 erzählten die Wachowskis, dass sie Johnny Mnemonic für ihre Präsentationen bei Investoren nutzten.

Somit trug der Flop von Keanu Reeves dazu bei, dass es genug Geldgeber für The Matrix gab und er vier Jahre später nicht nur einen riesigen Kinoerfolg feiern konnte, sondern auch Teil eines der wichtigsten Sci-Fi-Filme wurde. 

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