In Fallout: New Vegas ist er die meiste Zeit nur ein Gesicht auf einem Bildschirm, in der Serie wird er jetzt aber als Mensch aus Fleisch und Blut zum Leben erweckt: Robert House ist eine der wichtigsten Figuren des Fallout-Universums. Ihr habt noch nie New Vegas gespielt oder es ist einfach sehr lange her? Keine Sorge, wir erzählen euch alles über Mr. House, was ihr wissen solltet.
Vom Unternehmer zum Herrscher
Mr. House ist in Fallout: New Vegas der zurückgezogen lebende, geheimnisvolle Herrscher von New Vegas. House ist ein pragmatisch denkender und intelligenter Mensch, aber auch sehr von sich selbst überzeugt und machthungrig. House herrscht zu dieser Zeit autoritär über New Vegas und macht mit Widersachern kurzen Prozess. Er lässt aber alles zu, was ihm Geld einbringt und nicht seine Ordnung beeinträchtigt.
Doch seine Geschichte beginnt viel, viel früher. Robert Edwin House wird am 25. Juni 2020 als Sohn einer reichen Industriellen-Familie geboren. Seine Eltern sterben allerdings unerwartet bei einem Unfall, als er gerade mal zwei Jahre alt ist.
Sein Halbbruder Anthony House erbt das Unternehmen seiner Eltern, die H&H Tools Company. Er selbst besucht das CIT in Boston (späterer Gründungsort des Instituts) und gründet mit nur 22 Jahren sein eigenes Unternehmen, Robco Industries.
Robco wird schnell zu einem der größten und wichtigsten Unternehmen der USA, dessen Produkte selbst die Apokalypse überdauern. Unter anderem entwickelt das Unternehmen die Pip-Boy-Modelle, die wir in Fallout 3, 4 und New Vegas tragen. Aber auch Roboter wie der Eyebot, das Protectron oder der Sentry Bot sind Errungenschaften von Robco. Selbst der Riesen-Roboter Liberty Prime ist eine Kreation der Robco-Ingenieure.
Nicht zuletzt erschafft das Unternehmen dann auch ein Betriebssystem, das die meisten Terminals und Server in den USA antreibt. Schon als Unternehmer ist Robert House also eine feste Größe im Amerika des 21. Jahrhunderts. Doch hier endet seine Geschichte nicht.
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House sieht sich selbst aber auch als Genie und Visionär. Mithilfe mathematischer Berechnungen will er die Zukunft voraussagen und kommt schließlich zu dem Schluss, dass der Weltuntergang durch einen Atomkrieg unausweichlich ist.
Also trifft House Vorbereitungen, um sich selbst und die Stadt Las Vegas vor den Raketen zu schützen - und später darüber zu herrschen. Er installiert Raketenabwehrsysteme und schließt sich kurz vor dem Krieg in seinem Casino, dem Lucky 38, ein. Dort installiert er ein Lebenserhaltungssystem für seinen Körper, während er sein Bewusstsein mit einem Supercomputer verknüpft, der an seine umfassenden Datenbanken angeschlossen ist.
Eine Fehleinschätzung von Mr. House bringt seinen Plan allerdings ins Wanken. Denn ein wichtiges Update für das Verteidigungsnetzwerk und seine Roboterarmee schafft es nicht mehr vor dem Krieg nach Vegas. Dieses Update steckt im Platinchip, dem wir in Fallout: New Vegas hinterherjagen. House gelingt es erst mehr als 200 Jahre später, den Chip ausfindig zu machen, doch was dann geschieht, bestimmt ihr.
Einige Jahre vorher übernimmt House die Kontrolle über New Vegas und verbündet sich mit drei Stämmen, die sich in der Stadt niederlassen. Mit der New Californian Republic vereinbart er die Autonomie von New Vegas und lässt die RNK dafür Stützpunkte in Vegas aufbauen. New Vegas wird unter ihm dank lukrativer Handelsverträge zu einer wohlhabenden Vergnügungsstadt.
Was ist mit House in der Serie?
Wie Bethesda und die Serienmacher betonen, wollen sie keines der möglichen Enden von Fallout: New Vegas zum Kanon machen. Das heißt, die Serie lässt uns im Unklaren über den Ausgang des Kriegs zwischen der Legion und der NCR und das Schicksal von Mr. House. Je nachdem, wie sich der Kurier im Spiel nämlich entscheidet, kann House zum alleinigen Herrscher über Vegas werden, oder aber sterben.
Wichtig wird House (Justin Theroux) für die zweite Staffel der Fallout-Serie aber trotzdem. Schon die Trailer zeigen, dass er und Cooper Howard (Walton Goggins) schon vor dem Krieg aufeinandertreffen, aber keine Freunde werden. Andeutungsweise tritt er also eher als Bösewicht auf, statt als möglicher Verbündeter.
Ein spannender Fakt zum Schluss: Die Figur Robert House beruht auf einer realen Person: Dem Unternehmer und Piloten Howard Hughes, der 1905 geboren wurde. Hughes war der Erbe der Hughes Tool Company, baute sein Vermögen aber dank geschickter Investitionen - unter anderem in eine Fluggesellschaft - deutlich aus. Anders als House agierte Hughes auch als Regisseur und Filmproduzent (und baute keine futuristischen Roboter).
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