»Zur Hölle, feuere sie alle!«: Vor über 15 Jahren forderte Steve Jobs den CEO von Starbucks auf, sein gesamtes Team zu entlassen – entgegen der Erwartung war das kein Scherz

Steve Jobs kannte in mancherlei Hinsicht keine Gnade. Der CEO von Starbucks war fassungslos.

(Bild: Wikimedia Commons | Starbucks) (Bild: Wikimedia Commons | Starbucks)

Steve Jobs hatte ein paar Ansichten, die für viele wohl etwas seltsam oder extrem wirken könnten. So gab es beispielsweise einen Biertest, den er bei Bewerbungen durchgeführt hat, um die Bewerber näher kennenzulernen.

Der 2011 verstorbene Apple-CEO war außerdem dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und schnell harte Entscheidungen zu treffen. Das durfte Howard Schultz, der damalige CEO von Starbucks, an eigenem Leib erfahren, als er Steve Jobs im Jahr 2008 um Rat fragte.

Steve Jobs: Retter in Not?

2008 war eine schwierige Zeit für Starbucks. Die Wirtschaftskrise ging auch an der Kaffee-Kette nicht vorbei und Howard Schultz, der bereits von 1987 bis 2000 CEO war, wurde wieder als solcher eingesetzt, um der Situation Herr zu werden.

Zum Glück von Howard Schultz sollte er bald Steve Jobs treffen, wie Schultz selbst in einem Podcast erzählte:

Es stand ein Treffen zwischen Starbucks und Apple an, bei dem es unter anderem um Mobile Order & Pay gehen sollte. Ich sprach zum ersten Mal mit Steve – wir waren uns vorher nie begegnet – und erzählte ihm am Telefon, was bei uns gerade passierte.

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Daraufhin hat Jobs ihn wohl zu sich nach Kalifornien eingeladen, um persönlich über die Probleme von Starbucks zu sprechen. Genau das taten sie bei einem Spaziergang über das Apple-Gelände. Doch was als Nächstes passierte, hat Schultz wohl eiskalt erwischt:

»Er unterbrach mich und sagte: ‚Das musst du jetzt tun.‘ [...] ‚Geh zurück nach Seattle und feuere dein gesamtes Führungsteam.‘ Ich dachte zuerst, er macht einen Scherz.«

Zur Hölle, feuere sie alle!«

Wie sich schnell herausstellte, meinte Jobs das durchaus ernst. Als Schultz sichergehen wollte, ob er richtig gehört hatte, schrie ihn Jobs angeblich regelrecht an:

»Ich habe es dir doch gerade gesagt: Zur Hölle, feuere sie alle! Das ist genau das, was ich tun würde.«

Schultz wollte es laut eigenen Aussagen zunächst nicht glauben.

»Steve, ich kann nicht einfach alle feuern. Wer soll all die Arbeit machen?«

Daraufhin versprach Jobs ihm sogar, dass das Team in sechs bis neun Monaten sowieso verschwunden sein werde – freiwillig oder nicht. Und tatsächlich: Nur wenige Monate später waren bis auf einen einzigen Manager, den Chefjuristen, alle Top-Leute weg.

Aus dem Interview geht leider nicht eindeutig hervor, ob er Schultz seine Führungsebene tatsächlich gekündigt hat oder ob sie freiwillig gegangen sind.

Schultz berichtet allerdings, dass sie sich später auf einer Bühne darüber unterhielten – und er dem Apple-Gründer gestand, dass seine Prognose eingetroffen war.

»Du bist sechs, neun Monate zu spät. Denk mal darüber nach, was du in der Zeit hättest alles erreichen können.«

Somit hat Schultz wohl eine wichtige Lektion von Jobs gelernt. Ob es für jeden Geschäftsführer eine gute Idee ist, die Führungsebene zu feuern, wenn es nicht läuft, sei mal dahingestellt.

Wie hättet ihr reagiert, wenn ihr an Schultz’ Stelle gewesen wärt? Hättet ihr ihm zugestimmt oder wäre es euch auch schwergefallen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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