Meine Lieblingsspiele sind Fighting Games und mein absoluter Favorit unter ihnen ist seit vielen Jahren Tekken.
Bei diesen Spielen gibt es viele Eingaben, bei denen es auf hohe Präzision und richtiges Timing ankommt. Darum verwende ich für sie stets spezielle Controller, die mir Vorteile gegenüber gewöhnlichen Gamepads bieten. Das ist so ähnlich wie bei Fans von Rennspielen und Lenkrädern.
Meine Controller der Wahl sind sogenannte All-Button-Controller. In der Community werden sie auch oft »Hitbox« oder »Leverless« genannt. Dabei handelt es sich um Fightsticks – Controller mit den Bedienelementen von Arcade-Automaten – ohne Joystick. Stattdessen kommen vier Richtungstasten zum Einsatz.
Noch vor wenigen Jahren gab es nur sehr wenige Hersteller von diesen Controllern, weshalb mein erster sogar ein Selbstbau-Projekt war.
Mit dem Release von sehr beliebten Fighting Games wie Street Fighter 6, Tekken 8 oder Guilty Gear Strive sind auch All-Button-Controller so richtig in Mode gekommen.
Doch bis heute gibt es einige Features, die noch immer nicht zum Standard geworden sind, obwohl sie das schon längst bei anderen Gaming-Peripherie-Geräten sind.
Jetzt hat Corsair sein Debüt in dieser Gerätekategorie gefeiert und endlich die Features in ein Gerät gepackt, dem Corsair Novablade Pro, die wir Fighting-Game-Spieler verdienen.
Was diese Controller so gut für Fighting Games macht, lest ihr hier:
Feature 1: Endlich kabellos!
Wer gibt so viel Geld aus, nur um ein bestimmtes Genre zu spielen? Richtig: Enthusiasten und Profi-Spieler und -Spielerinnen.
Und was ist für solche besonders wichtig? Wieder richtig: möglichst geringe Eingabelatenz. Angesichts dessen sind die meisten All-Button-Controller ausschließlich kabelgebunden.
Aber wisst ihr was? Selbst Profis wollen sich mal nach hinten lehnen und einfach mal gemütlich vor dem Fernseher ein paar Casual-Runden in virtuellen Arcade-Hallen verbringen – und ich auch!
Die meisten Controller dieser Art kommen mit einem Zwei- oder Drei-Meter-USB-Kabel. Für den Schreibtisch reicht das absolut aus, aber für so einige Wohnzimmer ist das schon etwas knapp bemessen. So ist es auch bei mir. Außerdem bin ich schon einmal über mein Controller-Kabel gestolpert und habe den angeschlossenen Gaming-Handheld zu Boden katapultiert.
Eben darum freue ich mich umso mehr, dass jetzt endlich kabellose All-Button-Controller erscheinen.
Und Eingabeverzögerung? Spüre ich gar nicht. Ich spiele schon seit Jahren mit Controllern, per 2,4-GHz-Funkverbindung und Unterschiede zur kabelgebundenen Verbindung könnte ich höchstens unter Laborbedingungen feststellen.
Der Corsair Novabalde Pro unterstützt sogar eine Abtastrate von 8.000 Hertz – er prüft also 8.000-mal in der Sekunde nach neuen Eingaben –, was die Eingabeverzögerung auf ein Minimum reduziert.
Das Beste an kabellosen Controllern ist ja vor allem die Flexibilität. Ich kann ganz bequem auf meinem Sofa spielen und wenn es mal wirklich ernst wird, kann ich trotzdem jederzeit ein Kabel anschließen.
Meiner Einschätzung nach ist eine kabelgebundene Verbindung vor allem auf Turnieren wichtig, um Probleme mit Funk-Interferenzen vorzubeugen.
Doch nicht nur kabelloses Spielen war längst überfällig, auch die Zahl der Tasten hat sich über Jahre kaum verändert.
Feature 2: Zusätzliche Tasten – 12 sind nicht genug
All-Button-Controller verfügen über insgesamt 12 Tasten und jahrelang war das der Standard. Vier davon sind Richtungstasten für die Steuerung der Spielcharaktere und acht davon Aktionstasten. Damit sind sie perfekt für die meisten Fighting Games gerüstet.
Bei den Gamepads hat sich schon längst der Trend zu zusätzlichen, frei belegbaren Tasten etabliert. Selbst günstige Modelle besitzen inzwischen Paddles oder Tasten auf der Rückseite. Dieser Trend ist nun endlich bei Fighting-Game-Controllern angekommen.
In diesem Fall ist mehr einfach besser. In den letzten Monaten haben das auch die Hersteller erkannt und dementsprechend Modelle mit 13 bis 16 Tasten veröffentlicht. Das Corsair Novablade Pro besitzt zum Beispiel drei zusätzliche Tasten, die alle leicht erreichbar sind.
In Tekken 8 belege ich eine der freien Tasten stets mit der Heat-Aktion des Spiels. Jeder Charakter kann sie während einer Runde einmal aktivieren, um neue Moves freizuschalten oder um eine Kombo zu verlängern.
Normalerweise müsste man dafür zwei Tasten gleichzeitig drücken, aber das erhöht das Risiko für Fehleingaben – weil man zum Beispiel eine Taste wenige Millisekunden vor der anderen drückt.
Die Aktion auf eine einzige Taste zu legen, senkt die Fehlerquote auf null.
Die Tasten wirken sich aber nicht nur darauf aus. Sie bestimmen auch, wie schlank so ein Controller ist oder wie er sich beim Spielen anfühlt.
Feature 3: Große Schalter in einem schlanken Gehäuse
Ein weiterer Trend, der in den letzten Jahren immer beliebter wurde, war es, diese All-Button-Controller so dünn wie möglich zu machen. Die ersten Geräte verwendeten nämlich alle Arcade-Tasten, die ein dickes Gehäuse voraussetzen.
Inzwischen sind die meisten Hersteller zu Tastaturschaltern umgestiegen, die deutlich weniger Platz einnehmen. Viele verwenden sogenannte Low-Profile-Schalter, die flacher sind und noch dünnere Gehäuse möglich machen.
Das Problem mit diesen Schaltern ist jedoch ein kürzerer Aktivierungsweg, der sich beim Spielen nicht ganz so zufriedenstellend anfühlt.
Corsair hat mit dem neuen Novablade Pro einen sehr eleganten Kompromiss gefunden. Unter den Tasten befinden sich große Box-Schalter, wie man sie von mechanischen Tastaturen kennt, die aber tief ins Gehäuse eingelassen sind. Dieses ist keilförmig und deswegen ist der Controller immer noch sehr schlank, obwohl größere Schalter verbaut sind.
Wenn es nach mir geht, sollten alle Fighting-Game-Controller ein solches Design haben.
Netter Bonus: Der Novablade Pro hat eine sogenannte Rapid-Trigger-Funktion, die durch seine magnetischen Schalter ermöglicht wird. Ist sie aktiviert, werden die Tasten schon nach einer Aufwärtsbewegung von nur 0,1 mm zurückgesetzt, um sofort eine neue Eingabe machen zu können. Das macht die Eingaben noch präziser und schneller, als bei klassischen Schaltern, die nur »An« und »Aus« kennen.
Ist das ein Feature, das ich mir für alle Fighting-Games-Controller wünsche? Das weiß ich noch nicht. Beim Spielen habe ich keinen echten Unterschied gespürt, aber vielleicht spiele ich dafür auch nicht auf einem Level, bei dem solche Vorteile relevant sind.
Diese Features sind zukunftsweisend für alle Controller dieser Art
Es hat einige Jahre gedauert, aber inzwischen wird den Fighting-Game-Controllern die Aufmerksamkeit der Hersteller gewidmet, die sie verdient haben. Wer sich heute so einen Controller selbst baut, macht das nicht mehr aus Notwendigkeit, sondern aus Leidenschaft.
Controller, wie der Victrix Pro KO Leverless oder dieser neue Corsair Novablade Pro zeigen, wie es geht. Fighting Games sind nämlich ein Präzisionstanz auf Pixeln – und Controller wie diese sind endlich die richtigen Paar Schuhe dafür.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.