Fazit der Redaktion
Niklas Ludwig: Das 130 Euro teure Fnatic Duel überzeugt im Test vor allem durch sein modulares Konzept, wodurch es sowohl als Over-Ear- als auch als On-Ear-Kopfhörer genutzt werden kann. Es birgt außerdem einen gewissen Reiz, dass man das Headset selber zusammenbauen beziehungsweise zusammenstecken muss. Mit den beiliegenden Kabeln kann es sowohl stationär am PC oder auch unterwegs am Smartphone genutzt werden.
In den Kerndisziplinen Komfort und Klangqualität lässt das Fnatic Duell jedoch Federn. In den ersten Minuten waren wir noch sehr angetan von dem hohen Komfort des sehr leichten Headsets. Nach kurzer Zeit machte sich jedoch das drückende Verbindungskabel unter der Kopfbügelpolsterung bemerkbar und störte somit den an sich bequemen Sitz.
Klanglich bewegt sich das Fnatic Duel auch nur im Mittelklassebereich. Es hat eine warme Klangcharakteristik, klingt allerdings insgesamt etwas dumpf, was vor allem dem starken Bass geschuldet ist. Sobald tiefe Töne das Klangbild beherrschen, überlagert der Bass die anderen Tonbereiche, was uns im Spieletest vor allem bei Titanfall 2 negativ aufgefallen ist.
Spiele, in denen nur hie und da mal eine Explosion das Headset fordert, liegen dem Fnatic Duel deutlich besser. Die Ortung von Geräuschen geht in solchen Spielen ebenfalls in Ordnung. Das Mikrofon macht seinen Job dagegen gut und unsere Stimme klingt klar und voll, wenngleich beim Sprechen auftretende Nebengeräusche teilweise mit aufgezeichnet werden.
Insgesamt verspricht das Fnatic Duell mit seinem modularen Konzept mehr, als es letztendlich halten kann. Austauschbare Ohrpolster gibt es auch bei anderen Headsets, auch wenn diese in der Regel nicht die Passform beeinflussen. Ein beidseitig ansteckbares Mikrofon bietet unter anderem das Teufel Cage und zugleich einen deutlich besseren Klang.
Fnatic hätte das Konzept weiterdenken sollen und beispielsweise ein Paar offene und ein Paar geschlossene Hörer beilegen können, dann hätte das manuelle Anbringen dieser auch mehr Wert gehabt.

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