Wer gebraucht kauft, kann ordentlich sparen. Ein Schnäppchen, wie es dieser Fotograf aus Portland gemacht hat, ist dann aber doch eher die Ausnahme. Denn er sparte beim Kauf eines Kameraobjektivs weit mehr als 1.000 Euro - und das, obwohl er eigentlich gar nicht auf der Suche nach Schätzen war.
Kurios ist dabei neben dem besonders hohen Rabatt auch, warum der Käufer des Objektivs erst gar nicht an einen Glücksfund glaubte: Er hielt das Objektiv zunächst für einen Kaffeebecher.
Ein Luxus-Objektiv im Second-Hand-Laden
Bei dem glücklichen Finder handelt es sich um Luke, den Besitzer eines Geschäfts für analoge Filmkameras in Portland. Wie er der US-Webseite Petapixel erzählt, war er eigentlich auf der Suche nach alter Kameraausrüstung, die er in seinem Laden weiterverkaufen könnte:
Hier in Portland, Oregon, schicken sie die meisten ihrer Kameraspenden an diesen einen Superstore auf der East Side, aber sie heben alle hochwertigen Artikel für ihre Online-Auktionsseite auf. Ich kaufe dort seit 2014 regelmäßig ein, hauptsächlich für Filmkameras, die ich für mein Nebengeschäft @filmsupplypdx verkaufe, und ich habe vor diesem Tag noch nie wirklich gute Digitalkameras oder Objektive gesehen.
Das dürfte sich inzwischen geändert haben. Bei einem seiner jüngeren Besuche fiel Luke eine Kameralinse mit markantem, roten Ring auf. Das Objektiv war Teil von Canons luxuriöser L-Serie - der Highend-Reihe des japanischen Herstellers für professionelle Anwender.
Zu Beginn ging Luke jedoch davon aus, dass es sich bei dem Gerät nicht um ein Objektiv handelt. Denn in der Fotocommunity beliebt sind auch Kaffeebecher, die das Design des Objektivs nachahmen. Der Fotograf erwartete also wenig, als er die Abdeckung testweise abnahm:
Ich habe mir nicht sofort Hoffnungen gemacht, da ich schon Dutzende dieser gefälschten Canon-Objektivbecher gesehen habe, aber ich habe sie unter dem Spendenhaufen hervorgeholt und festgestellt, dass es sich tatsächlich um ein Objektiv der 50 mm f/1.2 L-Serie handelt!
Ein ordentlicher Fund, denn für gewöhnlich muss man für ein derartiges Objektiv um die 1.500 Euro bezahlen. Das Preisschild im Second-Hand-Laden betrug jedoch gerade einmal sieben US-Dollar (umgerechnet etwa 6,60 Euro).
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Sobald Luke den Wert des Objektivs erkannte, machte er einige Videoaufnahmen davon - dabei sieht man seine Hand ordentlich zittern. Er bezahlte den geforderten Preis von sieben US-Dollar, fuhr nach Hause und probierte seinen neuen Schatz aus.
Und tatsächlich funktionierte das Objektiv nicht nur problemlos - es schien auch in einwandfreiem Zustand zu sein. Lukes abschließende Worte:
Das Ding ist makellos. Ich kann nicht glauben, dass ich es dort gefunden habe. Ich weiß nicht, wie sie das vermasseln konnten, und ich hoffe, sie lesen diesen Artikel nicht und gehen zu hart dagegen vor, haha.
Ihr wollt selbst mit dem Fotografieren anfangen? Das hier sind Linhs Kamera-Tipps für unter 200 Euro.
Habt ihr selbst schon einmal einen Glücksgriff bei gebrauchter Technik gemacht? Wie viel konntet ihr dabei einsparen? Seid ihr selbst noch mit ordentlicher Kamera unterwegs? Welche Objektive kommen bei euch zum Einsatz? Und hättet ihr bei dem Schnäppchen auch sofort zugeschlagen oder die Verkäufer auf ihren Fehler hingewiesen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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