Die FritzBox ist für viele Menschen in Deutschland nahezu gleichbedeutend mit dem Zugang zum Internet. Der Router-Hersteller ist hierzulande klarer Marktführer. Das neue Glasfaser-Zeitalter könnte aber am Thron der Berliner Firma rütteln.
Mit neuer Führung in die vernetzte Zukunft
Bis Juli 2025 firmierte das Unternehmen unter dem Namen AVM, mittlerweile heißt es nur noch Fritz! Gleichzeitig wurde auch eine neue Führung installiert, die den 1986 gegründeten Betrieb in die Zukunft führen soll. Die WirtschaftsWoche hat die Firma kürzlich besucht.
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Offensichtlich wurde dabei, wie sich die Unternehmenskultur im vergangenen halben Jahr verändert hat. Schon ab 2024 haben die Gründer Johannes Nill, Ulrich Müller-Albring und Peter Faxel ihre Anteile an Imker Capital Partners verkauft.
Nach der endgültigen Übernahme wurden Jan Oetjen als CEO und Jan-Christian Werner als Finanzchef installiert, die die Zügel direkt mal angezogen haben. Während vorher vieles informell geregelt wurde, spielen jetzt Zahlen und effizientes Wachstum eine größere Rolle.
Und das aus gutem Grund: Während Fritz! aktuell den Markt in Deutschland noch problemlos dominiert und in mehr als jedem zweiten Haushalt vertreten ist, birgt die Umstellung auf Glasfaser neue Herausforderungen.
Zudem drängen seit Jahren große Unternehmen aus China, Südostasien und den USA auf den Markt. Die bieten oft günstigere Produkte und sind schon für die modernsten Technologien gerüstet.
Fritz! möchte dennoch den eigenen Prinzipien treu bleiben. Die gesamte Palette wird vor Ort in Berlin designt, entwickelt und programmiert. Produziert wird in Deutschland, Polen und Ungarn. Zudem steht der Datenschutz im Vordergrund und Router werden oft noch nach Jahren mit kostenlosen Updates versorgt.
Während einerseits die gute Marktposition in Deutschland verteidigt werden soll, hat CEO Oetjen auch den europäischen Markt im Blick. Dort macht Fritz! demnach »nur« etwa 20 Prozent aus, was vor allem auf die deutschen Haushalte zurückzuführen ist.
In Zukunft sollen etwa Frankreich, Italien und die Länder in Nordeuropa stärker in den Fokus rücken. Das Unternehmen ist dabei ein Leuchtturm für eine europäische Datensouveränität. Ob es dabei bleibt, wird die Glasfaser-Ära zeigen.
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