Das Galaxy S25 Edge hat mich überrascht, meine größten Bedenken bestehen jedoch weiterhin

Autor Patrick hat mit dem Test des Galaxy S25 Edge zu kämpfen, obwohl ihn das Smartphone in einem Punkt positiv überrascht hat.

Das Samsung Galaxy S25 Edge liegt seit zwei Wochen bei Patrick auf dem Schreibtisch. Das Samsung Galaxy S25 Edge liegt seit zwei Wochen bei Patrick auf dem Schreibtisch.

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Als ich gefragt wurde, ob ich den Test des Galaxy S25 Edge vertretungsweise übernehmen kann, ließ mich das kalt, obwohl ich für Neuheiten im Smartphone-Bereich immer zu haben bin.

  • Kalt, weil die größte Neuerung (der Formfaktor) wenig Spannendes mit sich bringt.
  • Kalt, weil ich mir das Fazit heimlich bereits ausgemalt habe.

Womit ich jedoch nicht gerechnet habe: Das Galaxy S25 Edge hat mich kalt erwischt – und das im positiven Sinne. Allerdings kommt seine größte Stärke, wie zu erwarten, gleichzeitig mit einigen Schwächen einher.

Der Reihe nach.

Patrick Schneider
Patrick Schneider

Autor Patrick beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Smartphones und deren Betriebssystemen. Neben Windows Phones, modularen Geräten, ausfahrbaren Kameras oder flexiblen und gebogenen Displays hat er alle Trends miterlebt. Wie wir alle wissen, hat nicht jeder Versuch der Hersteller den Nerv der Zeit getroffen. Trotzdem freut sich unser Autor, wenn die Hersteller mit Neuheiten aufwarten, auch wenn nicht immer alles vielversprechend aussieht.

Das Galaxy S25 Edge ist verdammt dünn

Überraschung (nicht)! Das Galaxy S25 Edge ist mit 5,8 Millimeter ziemlich dünn. Was allerdings bei mir tatsächlich für eine Überraschung sorgte: es fühlt sich sehr futuristisch an, überspitzt formuliert beinahe so, als hätte man nur noch ein Display in der Hand. Dazu ist das Handy noch äußerst stabil.

Das habe ich im Vorfeld deutlich unterschätzt.

Chepau, Samsung. Jedes andere herkömmliche Smartphone wirkt dagegen wie ein Klotz. Es ist erstaunlich, was der Hersteller in Anbetracht dieser Maße ins Gehäuse mogelt, etwa den Snapdragon 8 Elite.

Auf eine Top-Performance müsst ihr also nicht verzichten. Allerdings drosselt der Chip schneller als bei seinen Geschwistermodellen (dazu mehr im kommenden Test).

Das zweite Problem beim futuristischen Formfaktor: In Anbetracht der Kompromisse, die eine solche Designentscheidung mit sich bringt, verfliegt das schöne Gefühl schnell, ein Stück der potenziellen Zukunft von Smartphones in den Händen zu halten.

Video starten 0:35 Galaxy S25 Edge: So sieht das ultradünne Samsung-Smartphone aus

Galaxy S25 Edge: Die Akkulaufzeit ist die Achillesferse

Ich komme zum zweiten offensichtlichen Merkmal des Handys. Die Akkulaufzeit ist zwar nicht gut, allerdings nicht annähernd so schlecht, wie zunächst befürchtet.

Ein objektiver Vergleich mit anderen Smartphones derselben Preisklasse spricht aber Bände. So hält das Galaxy S25 Edge rund sechs Stunden weniger durch als das Galaxy S25 (Standardmodell).

PCMark Akku-Benchmark
Galaxy S25 Ultra

  • Bewertung
HMD Fusion
26,15
Nothing Phone (3a) Pro
18,55
CMF Phone 2 Pro
18,40
Poco F7 Pro
18,09
Samsung Galaxy S25 Ultra
18,02
Poco M7 Pro
17,57
Samsung Galaxy S25
17,37
Xiaomi 15 Ultra
16,33
Samsung Galaxy A36
16,16
Samsung Galaxy A56
15,49
Honor Magic7 Pro
14,38
Samsung Galaxy S25 Edge
11,30
Nubia Z70 Ultra
9,47
  • 0,00
  • 6,00
  • 12,00
  • 18,00
  • 24,00
  • 30,00
So teste ich die Akkulaufzeit
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.

Subjektiv hängt der Akkuverbrauch also mehr denn je von eurer Nutzung ab. An vielen Tagen kam ich mit einem Restakku zwischen 30 und 40 Prozent problemlos durch den Tag – trotz 120 Hertz und Always-on-Display. Im Vorfeld habe ich dem S25 Edge deutlich weniger zugetraut.

Wurde das Smartphone aber mit Social Media, Spielen und GPS-Diensten stärker gefordert, sank der Akkustand rapide. Längere Tagesreisen trete ich mit dem S25 Edge nicht ohne Powerbank an. Auf das Ladelimit von maximal 80 Prozent, das den Akku nachweislich schont, greife ich zudem nur an Arbeitstagen zurück (wenn überhaupt).

Zu guter Letzt kann das ultradünne Handy beim Aufladen ebenfalls keine Lorbeeren einheimsen. Maximal sind 25 Watt mit Kabel und 15 Watt kabellos (Qi2 ready) möglich. Erst nach rund 1 Stunde und 30 Minuten wechselt die Anzeige beim Aufladen auf 100 Prozent.

Was bleibt: Auf den Akku wird bewusster Rücksicht genommen als bei vielen anderen Smartphones.

Google Pixel 8a
Google Pixel 8a
Android 15, 120 Hertz, Tensor G3, 7 Jahre Updates
Samsung Galaxy A55
Samsung Galaxy A55
One UI 6.1, 120 Hertz, Exynos 1480, 5 Jahre Updates
Nothing Phone 2a
Nothing Phone 2a
Android 14, Glyph-Interface, 120 Hertz
Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G
Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G
HyperOS 1.0, 120-Watt-Schnelladen, HDR10+, IP68
HMD Sykline
HMD Sykline
Leicht zu reparieren, 144 Hertz, gute Hauptkamera, IP54
iPHone SE 3 (2022)
iPHone SE 3 (2022)
iOS 18, Touch ID, 5-Zoll-LCD-Display
Nothing Phone 2a Plus
Nothing Phone 2a Plus
Android 14, Glyph-Interface, 50-Megapixel-Hauptkamera
Honor Magic6 Lite
Honor Magic6 Lite
Android 13, IP68, 120 Hertz, 108-Megapixel-Kamera
Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G
Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G
HyperOS, 120 Hertz, Schnelladen (67 Watt), 3,5-mm-Kopfhörer-Anschluss
Xiaomi Poco X6 Pro 5G
Xiaomi Poco X6 Pro 5G
HyperOS, 120 Hertz, Schnelladen (67 Watt), IP54
Samsung Galaxy A35
Samsung Galaxy A35
One UI 6.1, 120 Hertz, 5 Jahre Updates, IP67
CMF Phone 1
CMF Phone 1
Android 14, Rückseite anpassbar, Micro-SD-Kartenslot, kein NFC-Chip
HMD Pulse Pro
HMD Pulse Pro
Android 14, leicht zu reparieren, 90 Hertz, lange Akkulaufzeit

Die Kamera: Kompromiss oder Tugend?

Für 1.250 Euro bekommt ihr eine Linse weniger als beim S25 und S25+ – und natürlich auch bei vielen anderen Smartphones.

Zudem erhaltet ihr für diesen Preis auf Papier ein vergleichsweise schlechteres Ultraweitwinkel-Objektiv (f/2.2, 1/2.55 Zoll), das ohnehin als schwarzes Schaf unter den Smartphone-Kameras gilt. Über diese beiden Umstände lässt sich nicht hinwegsehen.

Aber: Wenn ihr mit dem Smartphone ohnehin nur die Hauptkamera nutzt und es euch nichts ausmacht, euch beim Fotografieren zum Motiv hin oder weg zu bewegen, sind diese Kompromisse hinfällig.

Samsung verbaut die gleiche 200-Megapixel-Hauptkamera (f/1.7, 1/1.3 Zoll) wie beim Ultra-Modell. Daraus resultieren knackscharfe Bilder mit vielen Details und einem hohen Dynamikumfang.

Nichtsdestotrotz ist dieses »Aber« mit sehr viel Wohlwollen verbunden, gerade angesichts des hohen UVP-Preises. Umso erfreulicher ist es, dass Samsung bei den Videofunktionen keine Kürzungen vorgenommen hat.

Das S25 Edge unterstützt 4K-Aufnahmen mit bis zu 120 FPS (Slow-Motion) sowie 8K bei 30 FPS.

Der Preis wiegt schwerer denn je

Das Galaxy S25 Edge hinterlässt mit einer UVP von 1.250 Euro eine große Lücke im Geldbeutel. Die wenigsten werden das Gerät zum UVP kaufen, dessen bin ich mir fast sicher.

In den kommenden Wochen und Monaten wird der Preis des Handys vermutlich (weiter) sinken. Ein Vergleich mit anderen Smartphones wie dem Pixel 9 Pro, dem iPhone 16 Pro oder dem OnePlus 13 Pro ist allerdings unumgänglich.

Für weniger Geld bekommt man mehr und bessere Kameras sowie eine deutlich längere Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit. Da stellt sich die Frage: Für wen ist ein Smartphone wie das Galaxy S25 Edge überhaupt konzipiert?

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