Nein, mit dem Galaxy S27 Ultra wird Samsung zwar keine Smartphone-Geschichte schreiben, aber sicherlich an die bisherigen Erfolge der S-Reihe anknüpfen. Dreh- und Angelpunkt meiner These sind drei wesentliche Neuerungen, auf die sich so mancher Samsung-Fan seit Jahren geduldig eingestellt hat.
Ein optisches Detail könnte jedoch (erneut) für negative Stimmung in der Community sorgen, sollte es sich als wahr herausstellen. Gleiches gilt selbstredend auch für die drei potenziellen Verbesserungen. Auch wenn die Leaks ziemlich glaubhaft sind, ist damit längst nichts offiziell bestätigt.
Neuerung #1: Qi2-Magnete
Die S-Reihe unterstützt zwar bereits den Qi2-Standard, allerdings nicht MagSafe. Um das entsprechende Zubehör an das Samsung-Handy zu befestigen, ist ein Case mit Magnetring zwingend erforderlich.
Genau das soll im nächsten Jahr beim S27 Ultra und Pro wegfallen. Wie die neuesten Leaks zeigen, wird der Hersteller den Ring endlich in das Gehäuse des Smartphones integrieren.
Dadurch wird die Auswahl an Cases größer und auch Personen, die das Handy ohne Hülle tragen, haben etwas davon. Win-win.
Neuerung #2: Bessere Kamera
Samsung hat offenbar weitreichende Pläne für das Kameragespann des S27 Ultra und des S27 Pro. So soll nicht nur die unnötige 3-fach-Zoom-Kamera wegfallen – der digitale Zoom der 200-MP-Kamera war ohnehin besser –, sondern der Hauptsensor soll laut den Leaks auch ein starkes Upgrade erhalten.
Anstelle der LOFIC-Technologie setzt der Hersteller auf DeepPix. Und diese geht gleich zwei Baustellen gleichzeitig an:
- Überbelichtung: Ausgefressene, zu helle Stellen bei schwierigen Lichtverhältnissen sollen deutlich seltener auftreten.
- Bildrauschen: Störendes Rauschen in dunklen Bildbereichen wird minimiert.
Der größte Vorteil liegt allerdings in der Verarbeitung. Bislang war für einen hohen Dynamikumfang Software-HDR nötig. Hier werden mehrere Fotos schnell hintereinander geschossen und verrechnet – meistens noch bevor ihr den Auslöser betätigt habt.
Wie LOFIC steht DeepPix hier an: Der Ansatz von Samsung erreicht den hohen Dynamikumfang demnach in einer einzigen Aufnahme. Anders als bei LOFIC, bei dem zusätzliche Kondensatoren pro Pixel zum Einsatz kommen, wird bei DeepPix die Ladungsmenge mithilfe einer neu gestalteten Pixelstruktur erhöht.
Darüber hinaus werden deutlich wärmere und natürlichere Farbtöne erzielt. Ich hoffe sehr, dass wir diese Technologie im nächsten Samsung-Handy sehen werden.
Warum die neuen Kameratechnologien so ein großes Ding sind, zeigt auch mein Kurzreview zur Osmo Pocket 4P:
1:23
Die DJI Osmo Pocket 4P in unter 90 Sekunden
Neuerung #3: Verbessertes Privacy-Display
Samsungs Privacy-Display war für mich in diesem Jahr eine echte Überraschung. Es ist im Alltag deutlich praktischer als zunächst gedacht, besonders in Zug, Bus, Bahn oder Flugzeug. Die damit einhergehenden Nachteile sind jedoch nicht von der Hand zu weisen: So verliert das Display deutlich an Helligkeit und Kontrastverhältnis.
Das Privacy Display muss nicht ständig eingeschaltet sein. In den Einstellungen könnt ihr festlegen, dass die Aktivierung von Apps oder Benachrichtigungen abhängig ist. (Bildquelle: Patrick / GameStar Tech)
Das will Samsung mit dem S27 Ultra und Pro ändern.
Laut den neuesten Leaks arbeiten die Südkoreaner an einer deutlichen Verbesserung der Helligkeit. Das Display bleibt also auch bei Tageslicht deutlich besser abzulesen – sofern das Upgrade tatsächlich kommt.
Ein potenzieller Dämpfer: Das Design
Ein der zuvor erwähnten Vorteile bringt eine Änderung mit sich: Um die Qi2-Magnete unterbringen zu können, muss die Rückseite offenbar optisch angepasst werden.
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Das Kamera-Element wird seitlich nach oben versetzt, wodurch eine breite Insel entsteht, ähnlich wie beim iPhone oder den Xiaomi-Handys. Die ersten durchgesickerten Bilder sorgten in der Vergangenheit bei der Community alles andere als für Freude.
Ich weiß ebenfalls noch nicht, ob ich das gut oder schlecht finde. Mir hat es persönlich gefallen, dass die S-Reihe nicht wie von der Stange aussieht. Der Wechsel zum Kamerabalkon wirkt hingegen wie »Same Same«. Aber man kann schließlich nicht alles haben, und der Qi2-Standard mit Magnet wäre dieser Kompromiss in meinen Augen durchaus wert.
Neben dem Design könnte eine weitere Anpassung für Aufregung sorgen: der Preis. Die Speicherkrise nimmt einfach kein Ende und fordert immer mehr Opfer. In der Vergangenheit hat der Hersteller seine Preise für bestehende Geräte immerhin angepasst.
Ich gehe fest davon aus, dass Samsung beim 27 Ultra und Pro keine Ausnahme machen wird. Dann heißt es erneut: Abwarten, bis die Geräte bei anderen Händlern günstiger werden.


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