Wenn ihr Windows 11 frisch einrichtet und euch mit eurem Microsoft-Konto anmeldet, habt ihr möglicherweise schon Dateien in der Cloud, ohne es zu bemerken. In Version 25H2 schaltet sich nämlich die Onedrive-Ordnersicherung während der Einrichtung automatisch ein, ohne nachzufragen (via Howtogeek).
Dabei handelt es sich um eine Funktion, die Desktop, Dokumente und Bilder in den Onedrive-Ordner verschiebt und mit dem Cloud-Speicher abgleicht. Was ihr dort speichert, wird hochgeladen. Ob die Sicherung bei euch läuft, zeigt schon der Rechtsklick auf den Dokumenteordner: Taucht in den Eigenschaften ein Onedrive-Pfad auf, ist sie aktiv.
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Fünf Gigabyte sind schnell weg
Hierbei füllt sich der fünf Gigabyte fassende Cloud-Speicher der kostenlosen Onedrive-Variante, die in jedem Microsoft-Konto dabei ist. Ist der Speicher voll, lassen sich laut Microsoft keine neuen Dateien mehr hochladen oder synchronisieren.
- Nach drei Monaten über dem Limit friert Microsoft das Konto ein; nach sechs Monaten kann es Onedrive samt Dateien löschen.
- Neben dem Speicherproblem stellte ausgerechnet Microsoft selbst die Performance in Frage – zumindest zeitweise: Ein Support-Artikel nannte genau diese Synchronisation als mögliche Tempobremse und riet, diese zu deaktivieren.
- Im aktuellen Leitfaden sind inzwischen zwölf Tipps vorhanden, doch genau dieser Onedrive-Rat ist verschwunden.
Das könnt ihr dagegen tun
Wenn ihr die Sicherung von Anfang an vermeiden wollt, richtet ihr Windows 11 einfach ohne Microsoft-Konto ein. Im Zweifelsfall lässt sich Onedrive – genauso wie einige andere Microsoft-Programme – dank des Digital Markets Acts hierzulande simpel deinstallieren:
Wenn ihr OneDrive für einen späteren Zeitpunkt installiert lassen, aber die Synchronisation deaktivieren wollt, befolgt folgende Schritte:
- Öffnet den Infobereich der Taskleiste und öffnet das Onedrive-Menü per Rechtsklick. Hier findet ihr die Einstellungen.
- Klickt hier auf den Reiter »Synchronisieren und sichern« und wählt den Menüpunkt »Sicherung verwalten« an.
- Deaktiviert alle Ordner, die nicht mit Onedrive synchronisiert werden sollen und bestätigt die Auswahl mit »Änderungen speichern«.
Auch der Datenschutz spielt mit
Hinzu kommt eine Foto-App: Im Juli 2026 landete per Update eine neue App auf ersten Windows-11-PCs, die Bilder nach Gesichtern gruppiert (via Windows Latest). Getestet wurde sie schon zuvor:
Microsoft schreibt auf seiner Support-Seite, dabei würden Gesichtsscans und biometrische Daten gesammelt, genutzt und gespeichert. Sie dienten nicht dem Training des KI-Modells und würden nach dem Abschalten binnen 30 Tagen gelöscht.
In manchen Regionen verlangt Microsoft hierfür vorab eine Einwilligung – ob das auch für die EU gilt, erklärt das Unternehmen aber nicht explizit.
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