Seit 2016 teste ich Gaming Chairs und dachte lange, sie brauchen Polster, um gemütlich zu sein – Ich lag falsch

Seit fast zwei Jahren sitze ich auf meinem perfekten Gaming-Stuhl und habe eine simple Funktion jahrelang völlig unterschätzt.

Mesh-Bespannung nehme ich in Zukunft nicht mehr auf die leichte Schulter. (Bildquellen: Herman Miller, Maxe S., GameStar) Mesh-Bespannung nehme ich in Zukunft nicht mehr auf die leichte Schulter. (Bildquellen: Herman Miller, Maxe S., GameStar)

Was ist euch das Wichtigste an einem Gaming Chair oder Schreibtischstuhl? Die meisten würden sicher Ergonomie sagen, oder dass er bequem ist.

Dem stimme ich beides zu (für mich käme noch die Synchronmechanik hinzu). Gerade, wenn es um Bequemlichkeit geht, hat mich der Herman Miller, auf dem ich bald zwei Jahre sitze, etwas Neues gelehrt – es liegt an den fehlenden Polstern.

Ein Wort: Mesh.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist nicht nur Redakteur bei GameStar, sondern auch Autor und Lektor. Kurzum: Er hockt sehr oft vor dem Computer und befüllt weiße Blätter mit schwarzen Buchstaben. Ein ergonomischer Stuhl ist also unabdingbar für ihn.

Mesh ist bequemer, als ich dachte

Wenn ich an einen gemütlichen Sessel denke, kommen mir zuerst dicke Polster in den Sinn. Logisch, die sind gemütlich und man kann im besten Fall lange auf ihnen sitzen.

Mesh hingegen ist millimeterdünn und sieht optisch so gar nicht bequem aus.

Der Elastomerbezug ist feinmaschig, aber grob genug, dass man hindurchgucken kann. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Der Elastomerbezug ist feinmaschig, aber grob genug, dass man hindurchgucken kann. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Was ist Mesh?

Mesh-Bespannungen bei Schreibtischstühlen bestehen in der Regel aus synthetischen Hochleistungsfasern, die so gewebt werden, dass ein belastbares, atmungsaktives Netz entsteht. Sie können bestehen aus:

  • Polyester (PET)
  • Polyamid (Nylon)
  • Elastan-/Spandex
  • Spezialgewebe 

Plot Twist: Auf Mesh-Stühlen sitze ich am längsten ohne Rückenschmerzen. 

Es sind gerade die Polster (dick oder dünn), die mir irgendwann aufs Kreuz gehen; Aufstehen ist ja sowieso gesund.

Ich dachte, ich säße wie ein Sack Kartoffeln auf dem Stuhl, da ich mit dem Hintern tiefer ins Mesh sinke. Dem ist nicht so. Die Bespannung gibt zwar nach, aber nicht so sehr, dass ich viel einsinke. Auch mit der Zeit hält das Mesh seine Spannung.

Mesh am Rücken federt, sodass ich beim Sitzen keinen Buckel mache. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Mesh am Rücken federt, sodass ich beim Sitzen keinen Buckel mache. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Mesh kann noch mehr

Es mag zunächst offensichtlich klingen, aber im Sommer möchte ich nichts mehr unterm Hintern oder Rücken haben, das keine atmungsaktive Mesh-Bespannung hat.

  • Durch die kleinen Löcher kann die Haut besser atmen, wenn sie aufliegt. Dass Luft durch die Löchlein kommt, gilt natürlich auch, wenn man ein Shirt trägt.
  • Der Mesh-Stoff wird nicht heiß und der Schweiß bleibt nicht auf der Oberfläche liegen wie bei (Kunst-)Leder, sodass ich in meiner eigenen Marinade sitze.

Außerdem kommt hinzu, dass das Mesh nicht fleckig vom Schweiß wird. Wenn sich doch mal Dreck darauf (oder darin) sammelt, kann man den leicht abwischen.

Mein größtes Problem mit Mesh ist, dass es staubdurchlässig ist. Damit sieht der Stuhl schnell aus wie mit altem Puderzucker bestäubt.

Hier ist definitiv Staubwischen angesagt! (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Hier ist definitiv Staubwischen angesagt! (Bildquelle: Maxe S., GameStar)


Passend zum Thema:


Ja, andere Schreibtisch- oder Gaming-Stühle sind optisch ansprechender. Sei aufgrund ihres Designs oder weil sie schön gepolstert sind. Begeht aber nicht denselben Fehler wie ich und ignoriert Mesh-Stühle.

  • Sie sind sehr viel bequemer, als sie aussehen, vor allem auf Dauer.
  • Gerade im Sommer ist es sehr viel angenehmer, auf ihnen zu sitzen.

Euer Rücken wird’s euch danken.

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