Wenn ich an eine Smartwatch am Handgelenk denke, kommen mir unweigerlich Funktionen wie Workouts, Benachrichtigungen oder anpassbare Zifferblätter in den Sinn, nicht aber eine schnöde Taschenlampe.
Letztere hat sich aber zusammen mit einer sehr cleveren Wanderfunktion zu einer der für mich besten Smartwatch-Funktionen überhaupt herauskristallisiert. Selten war mir mit einem elektronischen Gerät so viel Spaß vergönnt!
Wie am Ende des Artikels beschrieben, braucht es dafür nicht unbedingt das absolute Spitzenmodell.
Die Taschenlampe am Handgelenk
Ich kann absolut verstehen, wenn man bei der folgenden Aussage reflexartig das Gesicht verzieht: Die Taschenlampe auf der Smartwatch ist für mich eines der besten Features. Bisher habe ich solche Funktionen konsequent ignoriert, bis jetzt.
Denn bei dieser Funktion leuchtet nicht das Display der Garmin-Uhr, sondern tatsächlich eine Art Taschenlampe, die enorm hell wird. Zweimal auf die linke obere Taste drücken und schon erkenne ich (fast) jedes Detail in absolut dunkler Umgebung.
Drei wesentliche Punkte machen für mich den klaren Vorteil aus:
- Das Handy ist nicht immer griffbereit. Wenn doch, erspart mir die Smartwatch den Griff in die Hosentasche.
- Die Helligkeit der Taschenlampe übertrifft jedes Smartwatch-Display.
- Die Funktion hilft komfortabel in fast jeder Situation, in der mehr Licht benötigt wird. Ich brauche kein separates Gerät in der Hosentasche oder im Rucksack – egal ob drinnen oder draußen.
Konkrete Beispiele:
- Wenn ich nachts im Halbschlaf durchs Haus gehe, danken es mir die Zehen.
- Ein Gegenstand fällt unter das Sofa und kann durch das Licht zielsicher herausgefischt werden.
- Die Lampe vor unserer Tür wollte einmal spät abends nicht brennen und das Schlüsselloch war entsprechend schwer zu sehen.
Der Hersteller macht leider keine genaue Angabe darüber, wie hell die Taschenlampe wird.
Die täglichen Anwendungen sind vielfältig. Zusätzlich verfügt die Taschenlampe der Fenix 8 über einen Stroboskop-Effekt, um etwa in Kombination mit dem optionalen roten Licht der Taschenlampenfunktion auf sich aufmerksam zu machen. Ideal für einen späten Spaziergang.
Pro-Tipp: Beim Joggen zu später Stunde erkennt die Smartwatch nach dem Start der Aktivität, dass die Sonne bald untergeht und aktiviert die Taschenlampe mit Stroboskopeffekt. Natürlich kann diese Funktion bei Bedarf mit zwei Klicks wieder deaktiviert werden.
Eine Karten-Funktion übertrifft meine Erwartungen
Es war Sonntag, zur Abwechslung ein sonniger und milder Februartag. Die Wetter-App zeigte 13 Grad an. Sachen gepackt, ab ins Auto und los zu einer »kleinen« Wanderung.
Das Ziel: Eine Strecke laufen, die weder meine Freundin noch ich kannten. Dafür hat die Smartwatch eine ziemlich coole Funktion, die ich bei dieser Gelegenheit getestet habe: »RoundTrip-Routing«.
- Auf der Garmin-Uhr rufe ich die Navigationsfunktion auf, um eine Wanderroute zu generieren.
- Die Smartwatch erstellt mit Roundtrip-Routing eine Route anhand der von mir angegebenen Distanz (zwischen 1 und 100 Kilometern). Zudem will die Uhr wissen, um welche Aktivität es sich handelt: laufen, gehen oder wandern.
- Da der Ausflug nicht lange dauern soll, wähle ich eine Distanz von 4 Kilometern.
- Nach etwa einer Minute schlägt die Fenix 8 verschiedene Wanderrouten vor. Da ich mich nicht auskenne, wähle ich blind »Route 1« und die Aktivität beginnt.
Mit dieser Funktion entstand eine der schönsten Sonntagswanderungen der letzten Jahre. Aus 4 Kilometern und geplanten 45 bis 60 Minuten wurde eine Wanderung von knapp 7,5 Kilometern und rund drei Stunden (mit Pausen). Nicht, weil die Uhr sich in der Route geirrt hat, sondern weil die Smartwatch uns durch eine schöne Gegend geführt hat und wir ein paar Kilometer drangehängt haben.
Die Navigation funktionierte einwandfrei. Kommt man wie wir vom Weg ab, berechnet die Funktion automatisch eine neue Route. Stellt die Smartwatch fest, dass ihr in eine Richtung lauft, die stark von der vorgegebenen Distanz abweicht, erinnert sie euch daran, umzukehren.
Nach einigen Versuchen gibt die Fenix 8 schließlich auf und lässt euch ungestört weiterziehen, ohne die Aktivität zu stoppen. Werden die Beine müde, navigiert die Uhr auf Wunsch zurück zum Ausgangspunkt.
Das alles funktionierte ohne zusätzliche Apps so einfach und zuverlässig, dass ein solches Feature auf meiner Packliste für den nächsten Wanderurlaub unbedingt stehen muss.
Apropos Urlaub.
Weitere praktische Karten-Funktion
Neben der RoundTrip-Funktion bringt die Fenix 8 weitere praktische Features für den Urlaub mit. Mit »Umgebung erkunden« navigiert euch die Uhr zu Städten, Sehenswürdigkeiten, Bedarfsläden, Restaurant, Parks und Geräten sowie vieles mehr.
Klar: Alles was Google Maps, Apple Karten, Komoot und Co. auch anbieten. Wer das Smartphone allerdings in der Tasche lassen möchte, kann das mit einer solchen Smartwatch getrost tun.
Abseits davon bietet die Garmin-Uhr die gewohnten Navigationsmöglichkeiten an:
- Navigation zu einem bestimmten Ziel
- Speichern von Favoriten
- Erstellung von eigenen Strecken
- Navigation mithilfe des Kompasses oder Koordinaten
Der Preis dämpft den Spaß, aber es gibt Alternativen
Keine der beiden Funktionen möchte ich missen. Der Preis des Spitzenmodells von Garmin ist allerdings happig. Rund 1.100 Euro werden für die Uhr fällig.
Immerhin bietet der Hersteller die Funktion »RoundTrip-Routing« für ein Vielzahl von günstigeren Modellen im Portfolio an.
Was ihr neben den oben genannten Funktionen in Sachen Akkulaufzeit, Messwerte (Schlaf, Herzfrequenz) und Funktionsumfang erwarten könnt, beantworte ich euch demnächst in meinem ausführlichen Testbericht.
Falls ihr Fragen zur Smartwatch habt, könnt ihr diese gerne unten in den Kommentaren stellen.
Welche Smartwatch-Funktion findet ihr besonders praktisch und möchtet sie nicht mehr missen? Besitzt ihr die Garmin Fenix 8 oder ein älteres Modell? Wenn ja, was haltet ihr konkret von der teuren Smartwatch? Was sind euer Lieblings-Funktionen? Gibt es Alternativen, die ihr guten Gewissens empfehlen könnt? Schreibt es uns gerne unten in die Kommentare!

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