Ich bin super empfindlich in Sachen Spielenamen. Vereinfacht: Je unmelodiöser ein Spielename, desto schlechter das Spiel - behauptet mein Gehirn. Das Lustige ist: Ich bin inzwischen so oft eines Besseren belehrt worden, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Und trotzdem cringe ich noch immer, wenn plötzlich ein Spiel namens The Blood of Dawnwalker in meinem Erlebnishorizont aufploppt. So geschehen letztes Jahr. Ich so: Oh boy!
Jetzt sparen und keine Ausgabe verpassen!Die ersten Previews haben damals auch nicht allzu viel an meiner Skepsis geändert, nicht einmal der eigentlich sehr coole erste Trailer konnte mich in die andere Richtung bewegen. Dabei war mir das Zeitlimit von 30 In-Game-Tagen übrigens herzlich egal, an dem sich damals so viele Menschen gerieben haben. Aber jetzt, nachdem ich Tillmanns Titelstory zu The Blood of Dawnwalker beruflich bedingt verinnerlicht habe, muss ich leider gestehen: Vielleicht liege ich genau so falsch wie damals bei Dark Age of Camelot oder wie bei ... Markus' Liebling Kingdoms of Amalur: Reckoning.
Ernsthaft: Die Ideen, die in diesem Spiel stecken, könnten längst fällige Impulse für das Genre des Rollenspiels geben. Ich bin jedenfalls nachgerade begeistert über die Designideen. Wie sich das dann alles spielt, steht natürlich auf einem anderen Blatt, aber Rollenspiel-Fans sollten den Dawnwalker im Auge behalten, auch wenn er technisch vielleicht nicht State of the Art werden wird.
Piwissen, nicht piraten!
Ich werde nicht müde, den alten Otto-Witz (aus einem der Bücher, Piratenprüfung!) übers Piwissen zu nutzen, wann immer er passt. Oder auch nur so mittel passt - wie hier. Weil die Piraten in Corsair Cove auch nur das wissen, was ihr sie wissen lasst. Entgegen der üblichen Piratenverwurstung hat sich Limbic nämlich die Freiheit genommen, die Gesetzlosen nicht in das übliche Corsaitt (höhö) zu pressen, sondern aus den beruflich bedingten Verbrechern eine Aufbaumannschaft zu basteln.
Die vertikale Bauweise ist nicht nur ein Gimmick, sondern ein Gamechanger - der hier ähnlich wichtig ist wie in Timberborn (siehe Ausgabe 05/26) . Kollege Fabiano sieht hier jedenfalls den nächsten großen Hit des Genres. Wenn das Balancing passt, könnte das der innovativste »City-Builder« seit Jahren werden.
Die drei Vollversionen
The Whispered World entführt euch in ein melancholisches Adventure von Daedalic Entertainment. Als Clown Sadwick gilt es, den prophezeiten Weltuntergang zu verhindern. Grafik im Ghibli-Stil, einen orchestralen Soundtrack und die tollen Texte von Jan »Poki« Baumann machen das Spiel besonders. Ein zeitloser Klassiker, der in keiner Sammlung fehlen sollte.
Weitere Highlights
- Der Test von Pragmata, das auf den ersten Blick wie ein Death-Stranding-Klon wirkt, aber andere Saiten spielt.
- Der Test von Death Stranding 2, das andere Saiten als Pragmata spielt. Und die wilde Story des ersten Teils tatsächlich famos weiter erzählt.
- Der Test von Life is Strange: Reunion, das für Fans des ersten Teils eigentlich ein Muss ist, auch wenn nicht alles so ausfällt, wie man sich es wünschen würde.
- Der Test von Diablo 4: Lord of Hatred. Das Addon wird vor allem Fans der älteren Teile glücklich stimmen, weil viele in Rente geschickte Features ihr Comeback feiern.
Peterchens Mondfahrt
An Kollege Peter ist ein Astronaut verloren gegangen. Ich glaube inzwischen fest, dass in ihm weniger Spielejournalist als vielmehr verhinderter Weltraum-Fahrer steckt. Vermutlich hat er wie ich damals völlig fasziniert »Le Voyage dans la Lune« (»Die Reise zum Mond«, 1902) im ARD-Nachmittagsprogramm geschaut - und ist seitdem verloren. Zwischen Wunsch, Mathekönnen und der Fähigkeit, sich zu quälen. Das nehme ich nur an, ich habe Peter nicht zum Thema Mathe befragt. Aber ich glaube fest, dass er genau so wenig eine Raketenflugbahn berechnen kann wie ich.
Aber diesmal hat Peter mit seinem gar nicht mal so geheimen Wunschleben den SciFi-Bogen fast überspannt: Vier Texte, ein Heft, ein Peter. Wir tauften diese redaktionelle Monokultur intern »Peterchens Mondfahrt«. Den galaktischen Rundumschlag findet ihr ab Seite 48. Ich wünsche euch genau so viel Freude beim Sternengucken, wie ich ihn hatte.
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