Geforce Partner Programm - Hersteller erwägen zusätzliche Produktlinien für AMD-Chips

Während Nvidia mit dem Geforce Partner Programm Dritthersteller zur Nutzung der eigenen Chips bringen will, erwägen diese offenbar die Entwicklung zusätzlicher Produktlinien für AMD-Chips.

von Sara Petzold,
06.04.2018 16:12 Uhr

Nvidia versucht mit dem hauseigenen Partner-Programm, sich Vorteile auf den Grafikkartenmarkt zu verschaffen.Nvidia versucht mit dem hauseigenen Partner-Programm, sich Vorteile auf den Grafikkartenmarkt zu verschaffen.

Anfang März 2018 hat Nvidia im eigenen Blog das Geforce Partner Programm angekündigt. Kurze Zeit später wurde Kritik daran laut, unter anderem durch Kyle Bennett, den Betreiber der Webseite HardOCP. Demnach würde Nvidia mit dem Programm versuchen, die Konkurrenz in Form von AMD mit fragwürdigen Methoden vom Markt zu verdrängen.

Nachdem wir bereits umfassend über Nividias Geforce Partner Program und die aufkommende Kritik an dem angeblichen, agressiven Vorgehen gegenüber AMD berichtet haben, kommt mittlerweile wieder Bewegung in die Sache: Laut Winfuture denken einige Hersteller wie Asus, Gigabyte und MSI offenbar darüber nach, neue Produktlinien zu etablieren, um trotz Teilnahme an dem Partnerprogramm weiterhin AMD-Chips verbauen zu können.

Neue Produktlinien für AMD-Chips

In der offiziellen Beschreibung des Programms heißt es zwar, Nvidias Partner hätten weiterhin die Möglichkeit, Produkte aus beliebiger Quelle zu verkaufen und zu bewerben. Ganz so unkompliziert scheint sich das in der Praxis aber doch nicht zu gestalten.

Laut einem Bericht der DigiTimes auf Basis von nicht näher benannten »Quellen aus der Industrie« zwingt das Programm Firmen wie Asus, Gigabyte und MSI zum Umdenken, wenn sie in den Genuss der Vorteile des Partnerprogramms gelangen wollen. Dazu zählen ein früherer Zugang zu neuen Grafikchips, enge Zusammenarbeit mit den Nvidia-Entwicklern und Unterstützung beim Marketing.

Um dieses Problem lösen zu können, denken die Hersteller offenbar über die Einführung neuer Produktlinien nach, die dann unter einem neuen Markennamen mit AMD-Chips in den Handel kommen könnten. Inwiefern ein solches Vorgehen neben Nvidias Geforce Partner Program Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von AMD-Grafikkarten haben wird, muss sich allerdings noch zeigen.


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