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George Lucas wollte eigentlich 12 Star-Wars-Filme machen und die hätten eine ganz andere Geschichte erzählt

Der Star-Wars-Schöpfer hat mit seinen sechs Filmen die Grundlage für das gelegt, was Fans heute kennen. Doch eigentlich sollten es doppelt so viele Filme werden.

Vor allem für die Filme nach Episode 6 hatte George Lucas ganz andere Pläne. Bildquelle: LucasfilmDisney Vor allem für die Filme nach Episode 6 hatte George Lucas ganz andere Pläne. Bildquelle: Lucasfilm/Disney

Von George Lucas stammen die Original- und die Prequel-Trilogie und aus den sechs Filmen entstand nicht nur das, was Disney heute als Kanon bezeichnet, sondern eine ganze Menge mehr in Form von Comics, Büchern und Videospielen.

Eine ganze Menge mehr hatte auch Lucas selbst im Sinn und wollte ursprünglich ganze zwölf Filme machen. Auf der offiziellen Star-Wars-Website findet ihr in einem Artikel von Lucasfilm Redakteur J. W. Rinzler mit Lucas handgeschriebenen Notizen zu seinem 12-Filme-Plan aus dem Jahr 1976.

Ein anderes Star Wars

Bevor wir uns damit beschäftigen, was Lucas damals für Ideen hatte, ist noch eine Sache wichtig. Es gab nie konkrete Drehbücher für zwölf Filme, sondern nur ein grobes Gerüst für eine Geschichte, die sich im Laufe der Jahre und selbst während der Dreharbeiten verändert hat.

Die zwölf Filme sollten aus drei Trilogien und 3 »Einzelfilmen« bestehen. Episode 1 sollte ein Auftakt für die folgende »Clone Wars Trilogy« werden, also ungefähr das, was wir heute als Prequel-Trilogie kennen.

Episode 5 war dann als Übergang zu den nächsten drei Filmen gedacht, die im Grunde die heutige Original-Trilogie darstellen. Die Episoden 9 bis 11 wären die letzte Trilogie gewesen, gefolgt von einem Abschlussfilm, der alle Story-Fäden zusammenführt.

Video starten 1:30 »Für die besten Fans in der Galaxis« - Star Wars blickt auf 48 Jahre voller Abenteuer zurück

Was hätte sich in den ersten Filmen geändert?

Im Artikel zitiert Rinzler einige über die Jahre getätigte Aussagen von Lucas. Dass Luke und Leia Geschwister sind, war ursprünglich gar nicht geplant

Außerdem hatte Lucas eine große Schlacht im Sinn, in der Lukes Vater stirbt. Dass Darth Vader also der Vater von Luke ist, war ebenfalls in den ersten Konzepten zu Star Wars nicht vorgesehen. Die ersten Filme waren also nicht als die Skywalker-Familiensaga geplant, die es heute gibt, und hätten somit eine deutlich andere Geschichte erzählt.

Lucas’ dritte Trilogie

Während viele Ideen aus dem 12-Filme-Plan noch in den ersten beiden Trilogien landeten, wurden Episode 7 bis 9 deutlich anders, nicht zuletzt durch den Kauf von Lucasfilm durch Disney.

Der Plan des Star-Wars-Schöpfers sah für die finale Trilogie zwei wichtige Handlungsstränge vor. Zum einen Luke und seine Bestrebungen, einen neuen Jedi-Orden aufzubauen, und zum anderen Leia, die aus der Rebellion eine neue Republik formen will.

Tatsächlich gab Lucas diese Ideen sogar an Disney weiter, die dann mit Rey und Kylo Ren aber in eine ganz andere Richtung gingen. Eine neue Trilogie ist übrigens bei Disney in Planung, mehr erfahrt ihr in unserer Übersicht zu den kommenden Star-Wars-Projekten.

Viele der ursprünglichen Ideen finden sich auch nach wie vor in Star Wars wieder. So ist beispielsweise Episode 1 eine Art Auftakt zu den Klonkriegen. Die Original-Trilogie entspricht am ehesten der ersten Vision und im Grunde gibt es mit Rogue One auch den Verbindungsfilm zwischen beiden Trilogien. Lediglich die letzten vier fehlenden Filme sind nie in den heutigen Star-Wars-Kanon eingeflossen.

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