Auch auf GameStar.de gibt es immer wieder Diskussionen über Clickbait
. Ab wann dieser Vorwurf für eine Überschrift gilt, kann man grundsätzlich unterschiedlich beurteilen. Doch was Google aktuell testet, lässt zumindest in einigen Fällen wohl wenig Raum für abweichende Meinungen.
Was ist Clickbait? Damit ist eine Überschrift gemeint, die besonders zum Anklicken eines Artikels verleitet, etwa durch das bewusste Auslassen zentraler Details. Oft geht es dabei außerdem um den Vorwurf, dass der Artikel nicht hält, was die Überschrift verspricht.
Gerade Letzteres trifft laut The Verge teilweise auf das jüngste KI-Experiment von Google zu, das derzeit noch in einem sehr begrenzten Rahmen getestet wird (zumindest laut Google selbst).
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Nano Banana Pro: Das kann Googles neuer KI-Bildgenerator
Was das soll – und wie krachend es scheitern kann
- Die Grundidee ist simpel und sie betrifft Artikelvorschläge von Google, auch als
Google Discover
bekannt. Solche Vorschläge seht ihr etwa, wenn ihr auf eurem Handy den Chrome-Browser öffnet oder die Google-Webseite. - Statt dabei die Original-Headline des jeweiligen Artikels zu verwenden, wie es bislang in der Regel der Fall ist, kommt beim jüngsten Google-Experiment eine KI-generierte Überschrift zum Einsatz.
- Diese Headlines sind besonders kurz, was es laut Google leichter machen soll, das Thema zu erfassen, bevor man einen Artikel anklickt.
Sehr problematisch ist allerdings, dass die kurzen Überschriften teils nicht zum Artikelinhalt passen, völlig falsche Erwartungen wecken können oder weitgehend nichtssagend sind:
| Original-Überschrift | Discover-Überschrift per KI |
|---|---|
Kinderarbeit ist unschlagbar: Spieler von Baldur's Gate 3 entdecken, wie sie mithilfe von Polymorphie und deutschen Mediengesetzen eine Armee unbesiegbarer Kinder aufbauen können. | BG3-Spieler beuten Kinder aus |
| Valves Steam Machine sieht aus wie eine Konsole, aber geht nicht davon aus, dass sie auch so viel kosten wird | Preis der Steam Machine enthüllt |
| Radeon RX 9070 XT verkauft sich besser als die gesamte NVIDIA RTX 50-Serie bei einem beliebten deutschen Einzelhändler | AMD-Grafikkarten schlagen Nvidia |
Der Entwickler von Schedule 1 hatte einen Plan B für den Fall, dass Steam das Spiel ablehnen würde: das Produkt einpacken, einen Bauernhut aufsetzen und es wie Stardew Valley zu einem Farmspiel umgestalten. | Schedule 1 Farming Backup |
| Wie Microsofts Entwickler KI benutzen | Microsoft-Entwickler nutzen KI |
Wie schon erwähnt, handelt es sich laut Google vorerst nur um ein Experiment, das in begrenztem Umfang getestet wird. Außerdem gibt es auch Beispiele für passende KI-generierte Überschriften.
Fraglich bleibt aber, wie Google das große Ganze bewertet und welche Rolle Probleme wie die oben dargestellten dabei für sie spielen – und ob es bei einem Experiment bleibt.
Die Bedeutung von Google Discover
Wir haben bereits an verschiedenen Stellen erklärt, wie wichtig Google Discover für uns als Medien-Webseite ist.
Das liegt vor allem daran, dass wir damit eine große Zahl an Menschen erreichen können, die nicht gezielt auf GameStar.de gehen. Das wiederum ermöglicht es uns potenziell, neue Stammleser zu gewinnen.
Auch als Leser kann Discover wertvoll sein, um auf spannende, neue Themen zu stoßen und gute Artikel zu finden, die man sonst vielleicht nie gesehen hätte.
Doch weder für uns noch für euch ist es hilfreich, wenn die Überschriften der Artikel per KI auf eine Art und Weise herunter gekürzt werden, die dazu führt, dass sie nicht oder nur noch bedingt zum tatsächlichen Inhalt des Artikels passen.
Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wie ihr die Grundidee von Google und ihre bisherige Umsetzung beurteilt!
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