»Google scannt nach Update all eure Fotos« – das steckt wirklich hinter der Aufregung

Ein neues Gemini-Update hat online für hitzige Diskussionen gesorgt. Wir schauen uns an, was wirklich dahintersteckt.

Gemini wurde mit einem neuen Feature ausgestattet und kann jetzt auf Photos zugreifen (Bild: Photo Agency - stock.adobe.com) Gemini wurde mit einem neuen Feature ausgestattet und kann jetzt auf Photos zugreifen (Bild: Photo Agency - stock.adobe.com)

Google hat kürzlich ein neues Update für Gemini ausgerollt. In der Folge entstand der Eindruck, dass das Unternehmen nun alle Bilder der Nutzer von Google Photos automatisch scannen würde. Hinter der Aufregung steckt aber mehr.

Google will tatsächlich eure Bilder, aber nur mit Opt-In

Was ist das für ein Update? Mit dem Update möchte Google es den Nutzern von Gemini und Google Photos erleichtern, Bilder von sich selbst und anderen Personen aus dem eigenen Umfeld zu erstellen. Der Zugriff auf Google Photos ist dabei die Voraussetzung.

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Während man bisher stets ein Referenzbild hochladen und einen längeren Prompt eingeben musste, um ein passendes Bild generiert zu bekommen, soll das durch die Einbindung von Google Photos einfacher werden.

Viele Nutzer dürften mehrere tausend Bilder von sich und ihrer Familie in der eigenen Photos-Bibliothek gespeichert haben. Gemini kann sich also ausreichend Referenzmaterial selbst zusammensuchen und soll auch sonst persönlichere Bilder generieren können.

Google schlägt etwa Prompts wie »Generiere ein Bild von meinem Traumhaus« oder »Generiere ein Bild von meinen Essentials für eine einsame Insel« vor. Durch den Zugriff auf Photos soll Gemini diese Eingaben dann umsetzen können.

Worin einige eine spannende Möglichkeit sehen, sehen andere ein riesiges Sicherheits- und Privatsphäre-Problem. Auf Reddit wurde unter anderem ein Forbes-Artikel mit dem Titel »Google beginnt mit dem Scannen all eurer Fotos, sobald das neue Update verfügbar ist« intensiv diskutiert.

Tatsächlich stimmt diese Aussage aber nicht. Die Verknüpfung von Gemini und Google Photos ist nämlich standardmäßig deaktiviert. Das gilt übrigens auch für alle anderen Google-Dienste wie Gmail, Drive oder Docs. Die Verknüpfung muss manuell durchgeführt werden.


Gemini hat in den vergangenen Monaten stark aufgeholt. Ein aktueller Bericht zeigt, wie sich der KI-Markt aktuell verteilt.


Die Bedenken sind also durchaus angebracht, die Panik allerdings nicht. Wer nicht möchte, dass Gemini alle Bilder durchsucht, muss nichts an den Einstellungen ändern. Google gibt zudem an, dass die Bilder der Photos-Nutzer nicht zum Training von Gemini verwendet werden.

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