Der Mangel an Rechenkapazität fordert bereits Opfer: Google musste den Zugang zu Gemini für Meta und weitere Kunden drosseln

Die Investitionen in die KI-Infrastruktur reichen offenbar immer noch nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Google muss die Gemini-Kapazitäten mehrerer Kunden drosseln, unter anderem von Meta. (Bild: Chip Somodevilla Getty Images North America) Google muss die Gemini-Kapazitäten mehrerer Kunden drosseln, unter anderem von Meta. (Bild: Chip Somodevilla / Getty Images North America)

Der KI-Boom der letzten Jahre hat zu milliardenschweren Investitionen in neue Infrastruktur geführt und den globalen Hardwaremarkt teilweise trockengelegt. Offenbar reicht das aber immer noch nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Laut einem Bericht musste Google den Gemini-Zugang von Meta und weiteren Kunden begrenzen, um ausreichend Rechenkapazität zu gewährleisten.

Google stößt an die Grenzen des Machbaren

Im großen »KI-Rennen« schien sich lange alles darum zu drehen, wer das leistungsfähigste Modell entwickeln und die besten Verträge mit dem Chiphersteller Nvidia abschließen kann. Mittlerweile zeigt sich immer mehr, wie wichtig die Rolle der Infrastruktur wirklich ist.

Um KI-Modelle zu trainieren und zu betreiben, werden nahezu unvorstellbare Mengen an Rechenkapazität und Energie benötigt. In den USA werden etwa seit Jahren zahlreiche neue Rechenzentren gebaut, um diesem Ansturm gerecht zu werden.

Diese neuen Rechenzentren werden mit der modernsten Hardware ausgestattet, die dann auf dem Verbrauchermarkt fehlt. Zudem wird von den Zentren so viel Energie verbraucht, dass das Stromnetz teilweise an seine Grenzen stößt.


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An seine Grenzen ist laut einem Bericht der Financial Times (hinter Paywall) auch Google gestoßen. Demnach habe der Tech-Gigant dem anderen Tech-Riesen Meta schon im März 2026 mitgeteilt, dass man nicht so viel Gemini-Kapazität zur Verfügung stellen könne, wie das Unternehmen von Mark Zuckerberg gerne buchen würde.

Das hat zur Verzögerung mehrerer KI-Projekte bei Meta geführt und interne »Sparmaßnahmen« nach sich gezogen. Meta-Mitarbeiter seien demnach angehalten, die KI-Token effizienter zu nutzen.

Die große Nachfrage nach Gemini kann selbst Google mit seiner riesigen Cloud- und KI-Infrastruktur nicht bedienen. Kürzlich hat sich das Unternehmen deshalb unter anderem an SpaceX gewandt. Auch Anthropic hatte vor einigen Monaten einen solchen Vertrag mit der Firma von Elon Musk abgeschlossen:

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Dass selbst die größten Tech-Firmen der Welt nach Investitionen in Milliardenhöhe noch nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, ist definitiv kein gutes Zeichen für alle, die auf bald sinkende Hardwarepreise hoffen. Zudem zeigt sich einmal mehr: Wer die Rechenkapazität hat, sitzt am längeren Hebel. Und aktuell scheint das vor allem Elon Musk in die Karten zu spielen.


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