Für 100 Milliarden US-Dollar: Google will seine KI-Rechenleistung alle 6 Monate verdoppeln - wieder und wieder

Google gab in einer internen Präsentation wohl ein hehres Ziel aus: Um im KI-Wettrüsten konkurrenzfähig zu bleiben, müsse die Rechenleistung alle sechs Monate verdoppelt werden.

Nicht nur die Suchmaschine, auch Google selbst ist inzwischen voll im »KI-Modus«. Dafür setzt sich das Unternehmen hohe Ziele. Nicht nur die Suchmaschine, auch Google selbst ist inzwischen voll im »KI-Modus«. Dafür setzt sich das Unternehmen hohe Ziele.

Das Wettrüsten um KI-Infrastruktur erreicht eine neue Dimension. Während Konkurrenten wie Microsoft, Amazon und Meta bereits Milliarden in Rechenzentren pumpen, offenbarte Google intern das Ausmaß seiner ambitionierten Pläne.

Der Technologiekonzern muss seine KI-Kapazität demzufolge alle sechs Monate verdoppeln, um die wachsende Nachfrage seiner Nutzer und Geschäftsbereiche zu bedienen. Dies berichtet die CNBC nach Einsicht in eine interne Präsentation vom 6. November 2025.

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In »vier bis fünf Jahren« um den Faktor 1.000

Amin Vahdat, Vizepräsident für Machine Learning, Systems und Cloud AI bei Google, legte in dieser Präsentation dar, dass der Konzern ohne diese exponentielle Expansion nicht konkurrenzfähig bleiben kann.

Die ambitionierte Zielvorgabe lautet deshalb: Eine tausendfache Steigerung der KI-Rechenleistung innerhalb von vier bis fünf Jahren. Vahdat betont dabei, dass dies ohne proportional steigende Kosten oder Energieverbrauch erreicht werden soll. Um dies zu erreichen, setzt Google auf drei Säulen:

  • Der Konzern hat sich durch die hauseigene Tensor-Familie weitgehend unabhängig von Nvidia-GPUs gemacht. Als Beispiel führte Vahdat die jüngste Generation TPU Version 7 (Codename: Ironwood) an, die 30-mal energieeffizienter als die erste Cloud-TPU aus dem Jahr 2018 sei.
  • Das zweite Standbein: effizientere KI-Modelle. Vahdat betont, dass nicht jedes bisschen Rechenleistung lineares Wachstum bedeutet. Durch intelligentere Modellarchitekturen und bessere Trainingsmethoden ließe sich der gleiche Output mit weniger Ressourcen erreichen.
  • Die dritte Säule steht für das »systemische Co-Design«-. Gemeint ist die enge Abstimmung zwischen Custom-Chips, Netzwerk-Infrastruktur und Software bei Google. Statt isoliert Komponenten zu optimieren, arbeiten Entwicklerteams an der ganzheitlichen Effizienz der Infrastruktur.

100 Milliarden US-Dollar (und mehr)

Passenderweise kündigte Google respektive der Mutterkonzern Alphabet an, dass man weiter signifikant investieren werde. So sollen die Kapitalausgaben im laufenden Jahr auf 91 bis 93 Milliarden US-Dollar ansteigen; für 2026 signalisierte CEO Sundar Pichai zudem einen »weiteren signifikanten Anstieg«, nannte dabei aber keine konkreten Summen.

Dieses aggressiv anmutende Investitionstempo wurde laut CNBC auch von anwesenden Mitarbeitern angesprochen, die die Sorge äußerten, dass bei einem möglichen Platzen der KI-Blase das Unternehmen sinnbildlich an die Wand gefahren wird.

Pichai rechtfertigte die Investitionen mit einer Risikoanalyse: Nicht in KI-Infrastruktur zu investieren, wäre aktuell riskanter als die Unsummen, die das Unternehmen hierfür ausgibt. Immerhin zeigen auch die nackten Google-Zahlen einen Aufwärtstrend, denn mit 15 Milliarden US-Dollar Umsatz im vergangenen Quartal legte die Cloud-Sparte im Jahresvergleich um 34 Prozentpunkte zu.

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