Seite 2: Google Pixel 6a im Test: Gutes Mittelklasse-Smartphone mit Macken bei der Software

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Genug Performance für alle Lebenslagen

Im Inneren des Pixel 6a werkelt Googles hauseigener Tensor-Chip, der auch schon beim Pixel 6 (Pro) zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um einen durchaus potenten Chipsatz an der Grenze zum oberen Leistungsspektrum, der es jedoch nicht ganz mit der Konkurrenz in Form des Qualcomm Snapdragon 888 aufnehmen kann und sich eher am Samsung Exynos 2100 orientiert.

Zwei große ARM Cortex-X1-Kerne (2,8 GHz) werden mit zwei kleineren Cortex-A76-Kernen (2,25 GHz) und zwei besonders sparsamen Cortex-A55-Kernen (1,8 GHz) kombiniert. Auf Seiten der GPU ist ein ARM Mali-G78 MP20 verbaut. Komplettiert wird das Paket von 6 GByte LP-DDR5 RAM und 128 GByte Speicher nach UFS 3.1-Standard. Das sollte für genügend Leistung im Alltag und selbst in aufwendigen Spielen sorgen, was ich auch ausgiebig getestet habe.

Und tatsächlich: Das Pixel 6a ist für so ziemlich alle denkbaren Aufgaben bestens gewappnet. Das Betriebssystem arbeitet ohne Macken, Apps starten zügig und selbst anspruchsvolle Spiele wie Genshin Impact laufen flüssig. Bei längeren Gaming-Sitzungen erwärmt sich die Kunststoff-Rückseite spürbar, unangenehm oder gar schmerzhaft wird es aber nie.

Spieleleistung Auch anspruchsvollere Titel wie Genshin Impact laufen flüssig auf dem Pixel 6a.

Synthetische Benchmarks Im 3DMark und dem Geekbench 5 reiht sich das Pixel 6a im gehobenen Mittelfeld ein.

Ein paar synthetische Benchmarks für die Zahlenfüchse unter euch habe ich natürlich auch noch parat: Im 3DMark schafft der Google-Tensor-Chipverbund einen Gesamtscore von 6.625 (Wild Life, normale Settings) und im Geekbench 5 sind es 1.053 Punkte (Single-Core) respektive 2.857 Punkte (Multi-Core).

Das sind zwar alles keine absoluten Spitzenwerte, aber ihr habt es hier nun mal auch nicht mit einem High-End-Gerät zu tun. Was wirklich zählt, ist die Performance des Smartphones im normalen Alltag. Und da geht dem Pixel 6a so schnell nicht die Puste aus.

Auf Seiten der Konnektivität sind alle aktuellen Standards an Bord: 5G, Wi-Fi 6 (802.11ax), Bluetooth 5.2, NFC, GPS und auch die Streaming-Funktion Google Cast, mit der ihr Inhalte von eurem Smartphone auf andere Geräte wie euren Fernseher übertragen könnt.

Die Kamera ist das Highlight

Kommen wir zu meinem persönlichen Highlight des Google Pixel 6a - der Kamera! Sie ist der beste Beweis dafür, dass man beim Blick auf die technische Ausstattung nicht nur auf die reine Megapixel-Zahl achten sollte. Das Zusammenspiel der verschiedenen Linsen sowie die Kamera-Software sind mittlerweile mindestens genauso wichtig.

Das Pixel 6a zeigt diesen Umstand eindrucksvoll auf. Die Hauptkamera besitzt eine Auflösung von nur 12 Megapixel. Unterstützt wird sie von einer Ultra-Weitwinkel-Kamera mit der gleichen Auflösung. Eine Telelinse ist weiterhin den teureren Modellen des Pixel 6 vorbehalten.

Das Zusammenspiel dieser beiden Linsen begeistert mich dennoch: Egal ob Innenräume, Naturaufnahmen, schlechte Lichtverhältnisse oder direkte Sonneneinstrahlung - die Fotos überzeugen mich hinsichtlich Details und Farbtreue in jeder Hinsicht. Im mittleren Preissegment dürfte es schwerfallen, derzeit eine bessere Kamera zu finden.

Innenraum Auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen gehen Details und eine natürliche Farbgebung nicht verloren.

Naturaufnahme Das Pixel 6a schafft es, mit seinen zwei Linsen selbst kleine Details im Blattwerk einzufangen.

Makro-Aufnahme Die Tiefenschärfe wirkt auch manchen Marko-Aufnahmen etwas zu stark, kann aber mit etwas Geduld noch feinjustiert werden.

Ein besonderes Feature bietet der Google-Tensor-Chip auch bei der Kamera: Die Funktion Magischer Radierer erlaubt es euch, unerwünschte Inhalte aus einem Foto zu entfernen, ohne dass man davon etwas sieht. Klingt wirklich magisch, deshalb habe ich dies Funktion gleich mehrmals getestet.

Das Resultat kann durchaus überzeugen, aber es hängt stark vom verwendeten Motiv ab. Je mehr Objekte auf dem Bild zu sehen sind, umso schwieriger wird es für den Algorithmus, den korrekten Hintergrund zu erkennen, der an die Stelle des radierten Objektes treten soll. Bei einfachen Bildinhalten wird es aber teilweise verdammt schwer, auf den ersten Blick noch Spuren der Nachbearbeitung zu erkennen:

Originalbild Bearbeitet Originalbild Bearbeitet

Die Funktion Magischer Radierer sorgt teilweise für erstaunliche Ergebnisse.

Ein Negativbeispiel wäre Keks, meine Meerschwein-Dame. Nein, nicht sie selbst, sie ist artig (meistens). Ich meine vielmehr das Ergebnis des magischen Radierers, wenn ich versuche, Keks mitsamt ihres geliebten Kuschel-Tippis aus der Welt zu zaubern:

Schweinchen da Schweinchen weg Schweinchen da Schweinchen weg

Auch sonst tobt sich der Google-Tensor-Chip fleißig im Bereich Foto und Video aus: Real Tone benutzt einen KI-Algorithmus, um für eine möglichst realistische Farbwiedergabe zu sorgen. Das Feature HDRnet ist für die gleiche Aufgabe in Videoaufnahmen zuständig. Egal was ich mit der Kamera des Pixel 6a anstelle, ich bin höchst zufrieden!

Zum Abschluss dieses Segments habe ich noch eine Videoaufnahme in 4K/60fps angefertigt - frisch vom heimischen Feld:

Video starten 0:27 Google Pixel 6a - Testaufnahme 4K/60fps

Die Akkulaufzeit hat zwei Gesichter

Die Akkulaufzeit entpuppte sich in meiner Testwoche als eines der interessantesten Themengebiete rund um das Pixel 6a. Denn hier kommt es stark darauf an, wie euer Nutzungsverhalten aussieht. Auf dem Papier sollte euch die 4.410 mAh fassende Batterie das Smartphone problemlos durch einen ganzen Tag und darüber hinaus bringen.

Bei der Nutzung des Smartphones - und dazu zähle ich auch moderat anspruchsvolle Aufgaben - leert sich der Akku jedoch recht schnell. Wer viel im Internet surft, Musik hört, hier und da mal ein Spiel anschmeißt und natürlich via WhatsApp und Co. chattet, wird das Pixel 6a bereits am Abend an die Steckdose hängen müssen. Bei mir war im Schnitt nach 12 Stunden der Gang zur Steckdose nötig. Im Vergleich zu meinem privat genutzten Samsung Galaxy S10 Lite, das eine Akkukapazität von 4.500 mAh besitzt, erkenne ich hier klare Unterschiede zu Ungunsten des Pixel 6a.

Anders sieht die Sache hingegen bei den Standby-Zeiten aus. Hier arbeitet der Google-Tensor-Chip offenbar sehr effizient, wodurch ihr auch über mehrere Tage hinweg kaum an Akkuleistung einbüßt. Außerdem stehen euch Energiesparmodi zur Verfügung, die bestimmte Features eures Smartphones deaktivieren, um eine längere Laufzeit zu erreichen. Da man ein Smartphone aber nicht zum Anschauen, sondern zum Nutzen besitzt, stellt der Akku unterm Strich durchaus einen Schwachpunkt des Pixel 6a dar.

Den Akku dürstet es bereits nach einem Tag moderater Nutzung nach neuem Saft. Den Akku dürstet es bereits nach einem Tag moderater Nutzung nach neuem Saft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Pixel 6a ein wirklich gutes Mittelklasse-Smartphone ist, das sich in vielen Disziplinen selbst vor teureren Geräten nicht verstecken muss: Verarbeitung, Performance und insbesondere die Kamera haben mich auf ganzer Linie überzeugt.

Federn lassen muss das Google-Phone aber beim Display und dem Akku. Außerdem kann das allgegenwärtige Google-Ökosystem mit seinen ständigen Einblendungen und Hinweisen unter Umständen nervig sein. Wenn ihr darauf keine Lust habt, könnt ihr euch euer Pixel 6a aber nach Belieben umgestalten - dem fast unberührten Android sei Dank.

Wem würde ich das Pixel 6a empfehlen? Auf jeden Fall allen, die auf der Suche nach einem bezahlbaren und dennoch hochwertigen Smartphone sind, denn dieses Prädikat verleihe ich dem Pixel 6a definitiv.

Wer Google ohnehin schon als Datenkrake fürchtet, einen starken Akku bevorzugt oder ein hochfrequentes Display gewohnt ist, sollte sich stattdessen bei preislich ähnlich gelagerten Geräten wie dem Nothing Phone (1) widmen, das wir ebenfalls noch für euch testen werden.

Wie lautet eure Meinung zum Google Pixel 6a? Habt ihr Interesse an dem Smartphone oder würdet ihr ein anderes Modell bevorzugen? Welche Features sind euch für euer nächstes Gerät am wichtigsten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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