Ab und zu gibt es sie, die Spiele, die optisch eine ganz besondere Faszination ausüben. Und für mich sind das längst nicht mehr die typischen Triple-A-Titel wie ein GTA 6.
Versteht mich nicht falsch, was in den bisherigen Trailern und Screenshots zu GTA 6 von Rockstar zu sehen war, gefällt mir sehr gut. Aber diese Art von Grafik habe ich einfach schon viel zu oft gesehen, als dass sie mich noch auf eine ganz spezielle Art und Weise begeistern könnte (mit Ausnahme von Kingdom Come 2 vielleicht).
Völlig anders sieht das dagegen bei Phonopolis von Amanita Design aus (unter anderem für Machinarium bekannt), und das hat einen triftigen Grund: Um die Grafik des Spiels zu realisieren, haben die Entwickler echte Pappfiguren und Pappwelten erstellt und digitalisiert.
Wie schön das Endergebnis ist, seht ihr im folgenden Trailer:
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Phonopolis: Die Adventure-Meister hinter Machinarium und Co. haben ein neues Spiel mit einmaliger Grafik veröffentlicht
Ein Spiel mit Seele
Mir ist klar, dass zwischen GTA 6 und Phonopolis Welten liegen.
- Auf der einen Seite steht nicht weniger als das am meisten erwartete Spiel der Welt mit einem riesigen Budget, tausenden von Menschen, die an der Entwicklung beteiligt sind und einer Open World, die wahrscheinlich für 100 Stunden und mehr fesseln kann.
- Auf der anderen Seite steht ein kleiner Indie-Titel mit geringem Budget, einer Handvoll Mitarbeitern und einer Spielzeit von nur wenigen Stunden.
Doch geht es nur um das optische Endergebnis, holt mich der unvergleichliche Charme von Phonopolis viel mehr ab als GTA 6. Man stelle sich nur vor, jemand würde eine Rollenspiel-Open-World in diesem Stil von Hand erschaffen – ich wäre sofort dabei!
Gerade in Zeiten, in denen wir mehr und mehr mit KI-Inhalten überschwemmt werden, tut es sehr, sehr gut, ein Spiel mit so viel Seele und Charme zu sehen. Und laut den sehr positiven
Rezensionen bei Steam macht es auch noch Spaß!
Wenn ihr mehr über die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte erfahren und das Herzblut sehen und spüren wollt, das die Entwickler in Phonopolis gesteckt haben, schaut euch gerne die folgende Dokumentation dazu an, auch wenn sie nicht auf Deutsch verfügbar ist:
Link zum YouTube-Inhalt
Was ist Phonopolis für ein Spiel?
Es hat ein bisschen was von einem Stop-Motion-Film, der mit viel Herzblut die Geschichte der Rettung der Bewohner der dystopischen Stadt Phonopolis durch den Müllmann Felix erzählt.
Der autoritäre Anführer der Stadt steuert die Bewohner mit Lautsprechern und will ihnen mit einem absoluten Ton
endgültig jede Menschlichkeit nehmen.
Doch was nach schwerer Kost klingt, soll laut den Entwicklern mit einer Erfahrung umgesetzt worden sein, die spielerisch und heiter
bleibt – und das kommt im oben zu sehenden Trailer für mich auch genau so rüber.
Spielerisch steht die Interaktion mit der Welt im Vordergrund. Ihr sammelt also keine Gegenstände, löst klassische Point-and-Click-Rätsel und führt Dialoge, sondern bewegt Objekte, knackt Logik-Rätsel und experimentiert mit der Umgebung.
Weitere Spiele mit besonderer Optik
Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, euch weitere Spiele mit besonderer Grafik anzuschauen, nenne ich euch im Folgenden einige Beispiele dafür.
- Cuphead: Ein spielbarer Cartoon aus den 1930ern, allerdings mit knallhartem Plattformer-Gameplay
- Harold Halibut: Story-lastiges Erkundungsspiel mit handgemachten Knetfiguren
- Lumino City: Puzzle-Spiel, das ebenfalls auf realen Pappkonstruktionen basiert
- Papetura: Ein Rätsel-Spiel ohne Dialoge, das aus Papierwelten besteht
- Armikrog: Adventure mit Knetfiguren samt einem blinden, sprechenden Hund
- Mundaun: Ein Horrormärchen aus der Ich-Perspektive mit handgezeichneten Bleistift-Texturen
Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr noch andere bemerkenswerte Titel dieser Art kennt und wie gut euch die Grafik von Phonopolis gefällt!

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