Großes Upgrade für Nvidias kleinste Turing-Grafikkarte: Was haben Spieler davon?

Nvidias Geforce GTX 1650 erhält nun GDDR6- statt wie bislang GDDR5-Videospeicher. An anderer Stelle zieht Nvidia dafür jedoch die Bremse.

von Alexander Köpf,
07.04.2020 16:23 Uhr

Nvidias GTX 1650 richtet sich an Einsteiger - das bleibt auch mit GDDR6 so. (Bildquelle: Nvidia) Nvidias GTX 1650 richtet sich an Einsteiger - das bleibt auch mit GDDR6 so. (Bildquelle: Nvidia)

Nvidias kleinste Turing-Grafikkarte, namentlich die Geforce GTX 1650, erhält ein großes Upgrade. Statt überholtem GDDR5- kommt nun flotter GDDR6-Videospeicher zum Einsatz. Doch was bringt das Spielern in der Praxis?

Die technischen Details im Vergleich:

CUDA-Kerne

Basis-/Boosttakt

Speicher

Geschwindigkeit

Schnittstelle

Bandbreite

GTX 1650 G6 (GDDR6)

896

1.410/1.590 MHz

4GB GDDR6

12 Gbps

128 Bit

192 GB/s

GTX 1650 G5 (GDDR5)

896

1.485/1.665 MHz

4GB GDDR5

8 Gbps

128 Bit

128 GB/s

Abgesehen vom verbesserten Videospeicher hat Nvidia lediglich an den Taktraten geschraubt, das allerdings nicht unbedingt zum Vorteil der Spieler. Von bislang 1.485 MHz wurde der Basistakt auf 1.410 MHz reduziert. Ebenfalls um 75 MHz herabgesetzt, von 1.665 auf 1.590 MHz, wurde der Boosttakt.

Was bedeutet das für die Performance?

Derzeit liegt nur ein einziger Praxistest aus Asien vor. Expreview sieht dabei die GTX 1650 mit GDDR6 in rein synthetischen Benchmarks um etwa 5 bis 8 Prozent vor der Variante mit GDDR5-VRAM (Bild unten).

Expreview lässt eine Zotac GTX1650-4GD6 Destroyer OC gegen eine Gigabyte GTX 1650 GAMING OC antreten. (Bildquelle: Expreview) Expreview lässt eine Zotac GTX1650-4GD6 Destroyer OC gegen eine Gigabyte GTX 1650 GAMING OC antreten. (Bildquelle: Expreview)

Mit Blick auf Spiele kann die GTX 1650 G6 im Mittel etwa 6 Prozent an Performance zulegen. Laut Expreview seien die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Nvidia dürfte aber auch wenig Spielraum haben, da die eigenen Produkte in der Einsteiger- und unteren Mittelklasse sehr dicht gestaffelt sind. So gibt es von den GTX-16-Karten mittlerweile mehrere Non-Ti-, Ti und Super-Varianten.

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Gibt es die GDDR6-Variante nur von bestimmten Herstellern?

Kurz gesagt: Nein. In den letzten Stunden stellten immer mehr Boardpartner von Nvidia eigene Versionen der GTX 1650 G6 vor.

Zunächst schien es aber, als ob nur einzelne Hersteller auf GDDR6 setzten und somit möglicherweise einen Sonderweg eingeschlagen hätten. Mittlerweile hat aber auch Nvidia die entsprechende GTX-1650-Produkt-Seite angepasst. Es finden sich dort nunmehr zwei Versionen - G5 und G6.

Was kostet die GTX 1650 G6? Derzeit liegen noch keine Preise für die GTX 1650 G6 vor. Vermutlich werden sie aber ebenso wie die Leistung in etwa auf dem Niveau der bisherigen GTX 1650 liegen.

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