Formel-1-Rennen sehen immer dann besonders spektakulär aus, wenn der Regisseur auf die Cockpit-Kamera eines F1-Piloten schaltet, denn dann sieht man die Strecke fast wie als Beifahrer aus dem Auto.
Seit 2022 testet die Formel 1 sogenannte Gyro-Kamerasysteme, welche die Sicht aus dem Cockpit noch eindrucksvoller machen. Am vergangenen Wochenende in Zandvoort kam die Übertragung zum ersten Mal zum Einsatz – und so sieht sie aus:
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Warum das wichtig ist: Mit verbesserten und stabileren Kameras aus dem Cockpit gewinnen Zuschauer einen besseren Blick aus Sicht des Fahrers. Ohne Gyro-Kameras ist das Bild verwackelt und unruhig, mit der Technik sieht es fast so aus, als säße man mit dem Piloten im Wagen.
Im Detail:
- Getestet wird mit Gyro-Kameras seit 2022, so AutoSport.
- Zum Einsatz kamen sie bereits 2023, aber ohne direkte Videoübertragung.
- Die Strecke in Zandvoort besitzt starke Kurven, weswegen die Live-Übertragung als Feldversuch diente.
Was sind Gyro-Kameras? Das sind Kameras, die mit einem Gyroskop ausgestattet sind, um Bewegungen zu stabilisieren. Das minimiert Ruckeln und Wackeln, sodass das Bild ruhig bleibt.
Viele Fans sind begeistert und hoffen, dass Gyro-Kameras in allen Cockpits installiert werden. Besonders die Schräglage beim Einfahren in einer Kurve finden Zuschauer spektakulär.
Es gibt aber auch einige Gegenstimmen. So wird moniert, man könne die tatsächliche Geschwindigkeit nicht mehr wahrnehmen und Menschen mit Motion Sickness könnten darunter leiden.
Was ist Motion Sickness
?
Motion Sickness ist eine unangenehme Reaktion des Körpers auf Bewegung, die Übelkeit, Schwindel und Erbrechen verursachen kann, zum Beispiel beim Autofahren oder auf einem Schiff.
Filmfans hingegen erfreuen sich an den vielen »Dutch Angles«, die öfter in Blockbustern verwendet werden. Durch die Kameraneigung wird eine desorientierte Wirkung erzielt.
Das passiert vorrangig durch einen schiefliegenden Horizont im Bild. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel zum Dreh von James Camerons Titanic.
Die Kamera wird laut F1 auch weiterhin verwendet, berichtet Motorsport.
Dino Leone, Leiter der Onboard-Kameraabteilung, erklärte kürzlich in einem Video, dass man den Stabilisierungseffekt während des Rennens anpassen kann. Das gibt eine ganze Handvoll neuer Möglichkeiten bei Live-Übertragungen.
Habt ihr die Gyro-Kamera am Wochenende live im Einsatz gesehen? Was haltet ihr von der stabilen Sicht aus dem Cockpit? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.


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