Das Jahr 2026 ist schon fast halb rum und da lohnt es sich schon mal darauf zu gucken, welche Spiele sich bisher so gemacht haben. Riesen-Titel wie Crimson Desert machen da natürlich nicht allein die Spielelandschaft aus. Auch Releases mit kleinerem Umfang wie Pragmata oder Mouse: P.I. For Hire konnten viele Herzen gewinnen.
Im Kampf um den begehrten Titel »Game of the Year« steigen Spiele aus allen Preisklassen in den Ring. Egal, ob AAA oder Indie: Am Ende zählt Qualität und Spielspaß.
Am 7. Mai erschien mit Mixtape ein musikalisches Story-Abenteuer, dessen Chancen auf diesen Titel nicht so schlecht stehen, zumindest, wenn man sich die Kritiken anguckt.
»Ein musikalischer Genuss von Anfang bis Ende«
Die Reviews der großen Häuser könnten kaum besser ausfallen. Gaming-Magazine und -Webseiten, wie IGN, Insider Gaming und DualShockers, vergeben die volle Punktzahl. Viele weitere bewegen sich zwischen 80 und 90. IGN schreibt zu Mixtape beispielsweise:
Mixtape ist ein musikalischer Genuss von Anfang bis Ende und setzt neue Maßstäbe für Coming-of-Age-Geschichten in Videospielen – und das mit einem meisterhaften Stilgefühl.
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Nostalgie-Trip für Junggebliebene: Mixtape katapultiert ich euch zurück in die 90er
Während das Spiel zwar recht kurz und in seinen Gameplay-Mechaniken eingeschränkt ist, lobt die Presse vor allem das Drehbuch, das Voice-Acting und den Soundtrack. Der Mix aus 90er-Nostalgie und unverbrauchtem Storytelling würde vielen Reviewern noch lange in Erinnerung bleiben.
Die leise Kritik bezieht sich zum Beispiel auf die fehlende Storytiefe. Mixtape fehle im Vergleich mit Life is Strange ein echter Konflikt, wie The Guardian schreibt.
Insgesamt kommt Mixtape bei Metacritic auf einen Score von 85, auf Opencritic sogar auf 89 und auch die User-Reviews auf Steam können sich sehen lassen. Hier steht Mixtape bei einer Wertung von 92 Prozent.
Doch auf Social Media gibt es deutlicheren Gegenwind. Hier wird neben »fehlendem« Gameplay vor allem die Vermarktung als Indie-Spiel beanstandet. Schließlich stehe mit Publisher Annapurna Interactive die Milliardenerbin Megan Ellison hinter Mixtape. Diese Diskussion kam bei anderen Annapurna-Spielen, wie Outer Wilds und Stray jedoch nicht in diesem Maße auf.
Reale Chancen auf GOTY?
Während Mixtape von der Presse gelobt wird und Social Media spaltet, sehen die Spielerzahlen jedoch überraschend überschaubar aus. Zum Zeitpunkt dieses Artikels steht der Höchstwert der gleichzeitigen Spielerinnen und Spieler bei knapp 2.200 (via SteamDB).
Zum Vergleich: Der letztjährige Gewinner des GOTY-Awards, Clair Obscur: Expedition 33, kam zu seinem Release auf über 120.000 Spielende. Da gibt es also noch eine Menge Luft dazwischen.
Zudem müsste sich Mixtape für den begehrten Preis auch gegen ein Spiele-Monster wie GTA 6 durchsetzen, das im November erscheint. Da dürfte der unscheinbare Story-Titel es mit seiner kleinen Community noch einmal schwerer haben, da hier neben Jury-Stimmen (90 Prozent Gewichtung) auch Publikums-Votes (10 Prozent Gewichtung) einfließen.
Darum geht's in Mixtape
Die Geschichte in Mixtape deht sich um eine Freundesgruppe aus Teenagern, die einen letzten gemeinsamen Abend vor sich haben. Beim Lauschen eines selbst zusammengestellten Mixtapes schwelgen die drei in Erinnerungen, mit allen Höhen und Tiefen, die ein junges Leben so zu bieten hat.
Gameplaytechnisch erwartet euch eine Mischung aus Walking Simulator und Minispiel-Potpourri. Mal fahrt ihr Skateboard, mal lauft ihr herum und quatscht mit euren Freunden. Der Fokus liegt ganz klar auf Story, Charakterentwicklung und dem Genießen von Musik.
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