Mehr als Steam Deck und Co.: Diese Optionen solltet ihr 2026 unbedingt kennen

Diese Handhelds lohnen sich 2026 besonders.

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Die Welt der Retro-Handhelds hat viel zu bieten. (Bildquelle: Ayn) Die Welt der Retro-Handhelds hat viel zu bieten. (Bildquelle: Ayn)

Handhelds 2026: Der Blick über den Tellerrand

Richtig interessant wird es, wenn wir jenseits der üblichen Optionen blicken. Am Ende des Tages möchten wir doch alle einfach nur Spiele auf einem Handheld spielen. Dafür muss man sich nicht auf PC-Handhelds von 2026 begrenzen. Folgende Geräte lohnen sich 2026 mehr denn je und sind definitiv euren Blick wert. 

Asus ROG Ally und ROG Ally X (gebraucht)

Die beiden ersten Asus-Handhelds lohnen sich 2026 noch immer. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die beiden ersten Asus-Handhelds lohnen sich 2026 noch immer. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Der Asus ROG Ally und sein Nachfolgemodell, der ROG Ally X, sind extrem gut gealtert. Beide Handhelds bekommt ihr auf dem Gebrauchtmarkt für Preise unter 500 Euro. Im Inneren werkelt der AMD Ryzen Z1 Extreme, dessen Leistung selbst 2026 für die meisten Spiele ausreicht. 

Dieser Handheld ist 50 bis 70 Prozent schneller als das Steam Deck, für oftmals weniger als die Hälfte des Preises – ein No-Brainer? Nicht ganz. Es gibt ein paar Nachteile, die ihr kennen solltet:

  • Der erste Asus ROG Ally hatte mit defekten microSD-Kartenlesern zu kämpfen. Achtet beim Gebrauchtkauf darauf. Eventuell könnt ihr bei einem betroffenen Gerät den Preis noch etwas herunterhandeln.
  • Die Akkulaufzeit des ersten Asus ROG Ally ist nicht gut. Kauft euch eine Powerbank dazu oder, wenn ihr es euch zutraut, baut einen größeren Akku ein. 
  • Die Analog-Sticks können sich mit der Zeit durch physischen Abrieb rau anfühlen, da keine Glättungsringe verbaut wurden. Dazu kommt, dass es sich nicht um Hall-Effekt-Sticks handelt; Stick-Drift kann also ein Problem sein. 

Meiner Einschätzung nach sind diese Nachteile verkraftbar, solange ihr nur etwa 200 bis 400 Euro für den Handheld ausgebt. 

  • Chip: AMD Ryzen Z1 Extreme
  • RAM: 16 GB (Ally) / 24 GB (Ally X)
  • Display: 7 Zoll, Full-HD (1080p), 120 Hz, VRR
  • Akku: 40 Wh (Ally) / 80 Wh (Ally X)
  • Betriebssystem: Windows 11
  • Zielgruppe: Budgetbewusste Gebrauchtkäufer mit hoher Toleranz für kleine technische Macken.

Solltet ihr etwa 500 Euro übrig haben, dann solltet ihr die nächste Option unbedingt auf dem Schirm haben …


Nintendo Switch 2 

Die Switch 2 ist eine gute Alternative, wenn ihr nicht am PC-Ökosystem hängt. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Switch 2 ist eine gute Alternative, wenn ihr nicht am PC-Ökosystem hängt. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Wir verlassen den Teich der PC-Handhelds, aber es kann sich lohnen. Die Nintendo Switch 2 bietet heute ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis in einer Welt, in der Konsolen und PCs immer teurer werden. 

Selbst nach der Preiserhöhung auf 500 Euro bleibt die Switch 2 einer der besten Deals in der Welt der Handhelds (die Docking-Station und das Ladekabel sind sogar im Lieferumfang enthalten). Die Auswahl an Spielen ist zwar nicht so groß wie auf dem PC, aber klein ist sie keineswegs. Dazu kommen die exklusiven Titel, die ihr nur auf einer Nintendo-Konsole spielen könnt.

Ihr verzichtet zwar auf die Steam-Angebote, allerdings könnt ihr echte Schnäppchen beim Kauf von physischen Spielen machen und sie selbst weiterverkaufen. 

Die Switch 2 ist inzwischen außerdem schnell genug für aufwändigere Titel, die auf der Switch 1 nicht möglich gewesen wären. 

Solltet ihr also einfach aktuelle Spiele auf einem Handheld genießen wollen, dann überlegt euch, ob sich der Kauf einer Switch 2 für euch nicht lohnen könnte. Bei einem PC-Handheld profitieren viele natürlich schon von einer Steam-Bibliothek, die über viele Jahre aufgebaut wurde. Switch-Neulinge werden erst kostspielig eine neue Sammlung aufbauen müssen.

  • Chip: Custom Nvidia Chip
  • RAM: 12 GB
  • Display: 8 Zoll, Full-HD, 120 Hz VRR
  • Akku: ~19,74 Wh
  • Betriebssystem: Nintendo Switch OS
  • Zielgruppe: Konsolenspieler und Fans exklusiver Titel ohne Lust auf PC-Konfiguration.

Retro-Handhelds

Retro-Handhelds kommen in vielen verschiedenen Formfaktoren und Größen. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Retro-Handhelds kommen in vielen verschiedenen Formfaktoren und Größen. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Retro-Handhelds, besonders jene mit schneller Hardware, sind in der heutigen Zeit keine schlechte Alternative zu den PC-Handhelds. Viele von ihnen sind mit Top-Prozessoren aus der Smartphone-Welt ausgestattet, aktiv gekühlt und handlicher als die mobilen PCs. 

Das Beste: Sie sind nicht nur exzellent für das Spielen von älteren Konsolentiteln geeignet, die Kompatibilität zu PC-Spielen wird immer besser. Projekte wie GameNative, GameHub, Winlator und Steam FEX bringen PC-Spiele auf Handhelds mit ARM-Architektur.

Ich spiele selbst einige PC-Spiele auf meinem Ayn Odin 2 Mini, der aussieht wie eine PS Vita. Die Technik steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, weshalb ich bei einigen Spielen noch lieber auf Remote-Play-Streaming ausweiche. Beachtet jedoch, dass für viele PC-Spiele der Bildschirm dieser Geräte etwas zu klein sein kann. 

Wenn ihr hauptsächlich alte Spiele spielt, Geld sparen wollt und ein wenig experimentierfreudig seid, dann könnte sich der Blick in die bunte Welt der Retro-Handhelds lohnen. Einige nennenswerte Hersteller sind Ayn, Ayaneo, Konkr, Anbernic und Retroid.

  • Chip: ARM-Chips (Snapdragon, Mediatek und mehr)
  • Betriebssystem: Android oder Linux
  • Zielgruppe: Bastler und Retro-Spieler, die ein kompaktes Format bevorzugen.

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