Selten habe ich beim Auspacken eines Gaming-Headsets so viele Oooh!s und Aaaah!s von mir gegeben wie beim in dieser Stunde veröffentlichten Glorious GHS Wireless InfinitePlay.
Das Gerät kommt mit Ladebasis, zwei Akkus und anderen Features, die mich sofort begeistern. Es handelt sich um das neueste Premium-Modell von dem (eigentlichen) Tastatur- und Maushersteller Glorious Gaming.
Erst neulich habe ich das erste Gaming-Headset von Glorious, das supergünstige GHS Eternal in meine große Kaufberatung mit den besten Gaming-Headsets aufgenommen.
Das nun erschienene Glorious GHS Wireless InfinitePlay könnte man als Kontramodell bezeichnen. Es handelt sich um das Premium-Flaggschiff des Produzenten.
Beim Auspacken, Aufsetzen und einem ersten Antesten hatte ich einen groben Preis im Hinterkopf. Nach den ersten Songs musste meine Erinnerung dann aber glatt noch mal verifizieren. Das Teil soll in der UVP knapp 230 Euro kosten. Das ist für ein Gaming-Headset mit dieser Ausstattung im Jahr 2026 ungewöhnlich.
Zum Vergleich: Als unverbindliche Preisempfehlung kostete das SteelSeries Arctis Nova Elite (Test) gewagte 650 Euro. Sicher hat das auch ein paar besondere Spezifikationen im Gepäck, die Ausstattung ist aber ähnlich. Das GHS Wireless InfinitePlay kann da locker mithalten.
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Drei andere tolle Gaming-Headstes.
Meine Ersteindrücke
Die einfache Verpackung lässt zunächst nicht erahnen, dass sich darin ein kleiner Schatz befindet. Sie kommt als einfacher Klappkarton daher, ohne Hartkarton mit Magnetschließe oder ähnlichem Schnickschnack. Die Show ist hier nicht so wichtig, der Inhalt ist es.
Un der hat es in sich: Im Karton liegen neben dem Headset eine Ladebasis, zwei Kabel, zwei Akkus, ein Mikrofon, eine Schnellanleitung, ein USB-C-Dongle mit Stoffschlaufe und ein USB-A-Adapter.
Die Ladebasis erinnert mich an den einfachen Look der 90er Jahre. Sie ist quadratisch und in einem schlichten, matten, schwarzen Kunststoff gehalten. Den coolen USB-C-Dongle kann ich komplett darin versenken. Die Schlaufe am Dongle ist zum Herausziehen gedacht.
Die beiden Akkus haben ein ganz anderes Design als der Rest, der überwiegend matt-schwarz ist. Beide Akkus erinnern ein wenig an alte Spiele-Cartridges und verstärken den Hauch von Nostalgie. Die Technik jedoch ist alles andere als alt.
Der Lieferumfang kann sich sehen lassen. Besonders spannend ist außerdem die Aufhängung des Flexokopfbandes. Sie ist aus einer Art Gummi oder Silikon (das Orange im letzten Bild). (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)
Während ich einen Akku im Headset stecken habe, wartet der andere in der Basis und lädt währenddessen auf. Ein leichter Akkuaustausch, wie er ab 2027 sowieso vorgeschrieben ist, macht 2026 nicht weniger Sinn. Ich jedenfalls begrüße diesen Fortschritt.
Das Headset ist wunderbar leicht. 360 Gramm inklusive Mikrofon. Ebenfalls eher ungewöhnlich für ein hochpreisiges Gaming-Headset.
Einziger Wermutstropfen ist das Mikrofon. Das lässt sich ziemlich schlecht zurechtbiegen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch nichts zur Aufnahme- und Ausgabequalität sagen, weil ich es noch nicht ausprobiert habe. Das kommt aber noch.
Specs
- Nominale Impedanz: 32 Ohm
- Treiber: 40 mm
- Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz
- Verbindung: Bluetooth und 2,4 GHz-Funk
- Akkulaufzeit: 85 Stunden (Wächterakku über 3 Stunden)
- Bedienelemente
- Links: Power, Chat-Mix, Stummschalten, Profile, Batteriestand
- Rechts: Lautstärke, Call/Media, Verbindunsartwechsel
- Gewicht: 360 Gramm
- Mikrofon: abnehmbar + Ohrmuschelmikro
Erste Klangprobe überzeugt
Meine erste Notiz zum Gerät lautet einfach nur geiler Bass!
. Hier zeichnet sich ein Muster ab. Auch das Budget-Gerät GHS Eternal liefert einen fantastischen Bass – vor allem für gerade einmal 60 Euro. Beim ersten Probehören konnte ich nichts feststellen, was mich deutlich gestört hätte.
Mehr zum anderen Glorious-Gaming-Headset: Tastatur-Profi Glorious stellt jetzt auch Gaming-Headsets her, weil »Gamer für mittelmäßigen Sound zu viel bezahlen«
Für ein abschließendes Resultat sind aber mehr Musik und vor allem das Wichtigste, der Spieltest, nötig. In Sachen Ortung und Co. kann ich also noch keine Aussage treffen.
Wenn das Gaming-Headset nicht verbunden, aber eingeschaltet ist, knackt es immer mal in der Leitung. Ich meine aber, dass das Geräusch weg war, nachdem ich es mit 2,4-GHz-Funk verbunden habe.
Wer keinen Funk-Dongle nehmen möchte, kann es übrigens auch via Bluetooth oder USB-Kabel verbinden.
Das Glorious GHS Wireless InfinitePlay soll pro Akku bis zu 85 Spielstunden ermöglichen. Ich bin gespannt, ob das stimmt, obwohl es eigentlich keine Rolle spielt. Zum einen sind 85 Stunden eine ohnehin schon krasse Laufzeit, zum anderen kann ich ja jederzeit on-the-fly den Akku wechseln, wenn einer leer ist.
Wirklich überragend: Der Wächterakku. Das ist ein Akku im Inneren des Headsets, der dafür da ist, die on-the-fly-Funktion zu erfüllen. Sprich: Wenn man den regulären Akku entfernt, passiert bis zu drei Stunden erstmal nichts. Ihr könnt das Headset weiterbenutzen, bekommt durch eine sehr angenehme Stimme aber den Hinweis, dass der Akku entfernt wurde.
Mir fiel das beim Fotos machen auf. Ich habe den Akkus fürs Bild entfernt und alles auf dem Tisch ausgebreitet. Plötzlich kommt aus den Ohrmuscheln der entsprechende Hinweis. Das war schon ein cooler Moment.
Das hier ist nur ein kurzes Hands-on mit meinem überraschend positiven Ersteindruck. Eine Wertung und Aussagen zum Ingame-Verhalten kann ich noch nicht machen. Auch die Software und mit den neusten Updates habe ich mir noch nicht angesehen.
Wenn ihr schon jetzt auf der Suche nach einem guten Gaming-Headset seid, könnt ihr einen Blick in meine immer aktuelle Kaufberatung mit den besten Gaming-Headsets in verschiedenen Preisklassen machen.




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