iPhone Duo vs. Galaxy Z Fold8: Worin sie sich ähneln und was Apple bietet, das Samsung fehlt

Apple hat gestern sein erstes Foldable vorgestellt, das iPhone Duo. Wir schauen uns an, wie es sich vom Samsung Galaxy Z Fold8 unterscheidet.

iPhone Duo und Galaxy Z Fold8 – beide Falthandy haben einiges gemeinsam, doch es gibt auch größere Unterschiede. (Bildquelle: Javier Lacort) iPhone Duo und Galaxy Z Fold8 – beide Falthandy haben einiges gemeinsam, doch es gibt auch größere Unterschiede. (Bildquelle: Javier Lacort)

Gestern hat Apple den Schritt endlich gewagt und nach monatelangen Gerüchten sein erstes Falt-Handy vorgestellt. Der Hersteller hat sich für den Namen Duo statt Ultra entschieden – und die ersten Vergleiche ließen nicht lange auf sich warten. Denn Apple betritt ein Marktsegment, in dem andere schon seit Jahren konkurrieren.

Xiaomi, Honor, Motorola … viele Hersteller führen inzwischen Foldables im Sortiment, doch Samsung gilt mit seiner Fold-Reihe wohl als der bekannteste Pionier. Deshalb werfen wir einen genauen Blick darauf, welche Eigenschaften das iPhone Duo und das Galaxy Z Fold8 teilen und wo die wichtigsten Unterschiede liegen.

Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Applesfera und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.

Viele Gemeinsamkeiten

Erinnert an den Flex Mode des Galaxy Z Flip: Das iPhone Duo bietet einen zweigeteilten Bildschirm. (Bildquelle: Javier Lacort) Erinnert an den Flex Mode des Galaxy Z Flip: Das iPhone Duo bietet einen zweigeteilten Bildschirm. (Bildquelle: Javier Lacort)

Legt ihr beide Geräte nebeneinander, fällt auf: Die Gemeinsamkeiten überwiegen zunächst. Beide Foldables bieten praktisch identische Displaydiagonalen, ein vergleichsweise breites Gehäuse im geschlossenen Zustand und zwei rückseitige Kameras ohne dediziertes Teleobjektiv.

Im Vergleich zum Format des Fold8 Ultra zielt das Bildschirmverhältnis vor allem darauf ab, das Lesen, Surfen und den Medienkonsum angenehmer zu gestalten. Apple hat genau diese Szenarien während der Keynote hervorgehoben und zugleich die Produktivität betont – inklusive voller Unterstützung für den Apple Pencil.

Bemerkenswert ist dabei, dass das Galaxy als Erbe der Note- und Galaxy-S-Reihe keinen S-Pen unterstützt. Punkt für Apple.

Video starten 1:21 Apple bringt mit iOS 27 drei starke Foto-Funktionen für euer iPhone – wir haben sie schon ausprobiert!

Beim Gehäuse kann Samsung wiederum punkten: Bei gleich großem Innendisplay wiegt das Galaxy Z Fold8 53 Gramm weniger und ist im zusammengeklappten Zustand 1,6 mm dünner. Das iPhone ist zwar minimal kürzer, dafür aber breiter.

Bei der Kameraausstattung setzen beide Hersteller auf ein ähnliches Setup: eine Hauptkamera und ein Ultraweitwinkelobjektiv, ganz ohne dedizierte Telelinse. Die 48 Megapixel des iPhone gegenüber den 50 Megapixeln des Samsung reichen auf dem Papier nicht aus, um einen Sieger zu küren; hier müssen detaillierte Bildvergleiche entscheiden.

Beide Geräte besitzen zudem Kameras für den geöffneten wie geschlossenen Zustand. Beim iPhone Duo sitzt die interne Kamera unsichtbar unter dem Display, während Samsung auf eine klassische Notch setzt.

Große Unterschiede unter der Haube

Die Rückseite des iPhone Duo erinnert ein wenig an das iPhone Air. (Bildquelle: Xataka) Die Rückseite des iPhone Duo erinnert ein wenig an das iPhone Air. (Bildquelle: Xataka)

Im Inneren zeigen sich größere Unterschiede. Das iPhone Duo gibt es ausschließlich mit 12 GB RAM, während das Galaxy Z Fold8 Varianten mit 12 und 16 GB bietet. Beim Prozessor setzt Samsung auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 in einer speziell für Galaxy-Geräte optimierten Version.

Apple verbaut stattdessen den hauseigenen A20 Pro. Die Displayfalte gehört zweifellos zu den Punkten, die bei solchen Geräten am meisten stören. Entsprechend spannend ist die Frage, wie Apple dieses Problem gelöst hat.

Erste Eindrücke der Redaktionskollegen vor Ort zeigen: Apple kaschiert den Falz geschickt mit einer nanotexturierten Antireflex-Beschichtung, die das Licht bricht und die Knicklinie optisch verblassen lässt.

Hinzu kommen eine hauchdünne Metallplatte unter dem Bildschirm zur gleichmäßigen Druckverteilung sowie ein Scharnier, das einen größeren Biegeradius erlaubt und die Belastung des Panels verringert.

Der Falz ist beinahe verschwunden und nur in bestimmten Winkeln zu sehen. (Bildquelle: Xataka) Der Falz ist beinahe verschwunden und nur in bestimmten Winkeln zu sehen. (Bildquelle: Xataka)

Einen klaren Vorteil verbucht das Duo beim Schutz vor Staub: Apples Modell verfügt über eine Zertifizierung nach IP68, während Samsung lediglich IP48 bietet.

Der Unterschied liegt in der ersten Ziffer: Die 6 steht für vollständigen Staubschutz, während die 4 lediglich vor dem Eindringen fester Fremdkörper ab 1 mm Durchmesser schützt. Die 8 bescheinigt beiden Schutz vor dauerndem Untertauchen im Wasser, wenngleich die genauen Bedingungen vom jeweiligen Hersteller abhängen.

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iOS 27 gegen One UI 9: Beim Betriebssystem trennen sich die Welten. Das iPhone Duo setzt auf iOS 27, während im Galaxy Z Fold8 One UI 9 auf Basis von Android 17 arbeitet. Welches System euch besser liegt, hängt vor allem von euren Gewohnheiten und eurem bevorzugten Ökosystem ab.

Wie flüssig sich iOS im Alltag an das Faltformat anpasst und wie konsequent Apps das große Display nutzen, werden ausführliche Tests zeigen – auch wenn schon die Animation beim Aufklappen des Duo fantastisch aussieht.


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Nicht zuletzt spielt der Preis eine entscheidende Rolle, denn auch hier schenken sich beide nichts. Günstig ist keines der beiden Flaggschiffe, doch in Sachen Luxus setzt Apple noch eins drauf: Samsung verlangt für das Basismodell 1.999 Euro, während Apple erst bei 2.339 Euro startet. Greift ihr zu den Top-Speichervarianten, klettert das Fold8 mit 1 TB auf 2.599 Euro – das Duo liegt mit 2 TB sogar bei 3.799 Euro.

Unterm Strich verfolgen beide Modelle ein sehr ähnliches Ziel: Sie wollen Alleskönner für euren Alltag sein. Egal ob Filme und Serien (sofern euch die dicken schwarzen Balken nicht stören), E-Books lesen, Social-Media-Feeds durchscrollen ... oder eben produktives Arbeiten unterwegs.


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