Noch mehr monatliche Kosten: Großer Laptop-Hersteller vermietet seine Notebooks jetzt auch, aber ist das ein guter Deal?

HP-Kunden können in den USA jetzt neben Druckern auch Gaming-Laptops mieten.

HP bietet Gaming-Laptops zur Miete für einen Preis ab 50 Dollar in den USA an. (Bildquelle: HP) HP bietet Gaming-Laptops zur Miete für einen Preis ab 50 Dollar in den USA an. (Bildquelle: HP)

Was bei Druckern mit dem All-Inclusive-Abo begann, erreicht nun das High-End-Gaming: HP überträgt sein Mietmodell, bei dem man Hardware nutzt, aber niemals besitzt, jetzt auch auf seine leistungsstärksten Rechner.

Seit dieser Woche können HP-Kunden in den USA Abonnements für neue Omen- und Victus-Gaming-Laptops abschließen. Selbst Laptops mit High-End-Grafikkarten wie der RTX 5080 sind vorhanden.

Video starten 40:58 Vergesst euren Gaming-PC, wenn das bei Notebooks so weitergeht

Los geht es bei den Abos bei rund 50 Dollar im Monat für einen HP Victus 15 Zoll Laptop mit AMD Ryzen 7-Prozessor, Geforce RTX 4050-Grafikkarte und 16 GB Speicher.

Für das High-End-Modell verlangt HP satte 130 Dollar im Monat. Dafür bekommt der Abonnent einen Omen Max 16-Zoll-Laptop mit Intel Core Ultra 9-Prozessor, eine Geforce RTX 5080-Grafikkarte und 32 GB Speicher.

Es gibt mehrere Haken

Wie schon bei den Drucker-Abonnements gibt es auch bei den gemieteten Laptops mehrere Fallstricke:

  • Nach einer 30-tägigen Testphase läuft das Abo für mindestens 12 Monate.
  • Bei einer frühzeitigen Kündigung des Abos werden hohe Zahlungen fällig. Laut PC Gamer sind es für das High-End-Modell beispielsweise rund 1.400 Dollar, wenn man im zweiten Monat kündigt.
  • Die gemieteten Geräte müssen am Ende an HP zurückgegeben werden.

Je nach ausgewähltem Laptop erreicht man den eigentlichen Kaufpreis des Geräts bereits nach weniger als zwei Jahren.

HP verlangt beispielsweise für den Omen Max 16-Laptop rund 2.500 Dollar. Nach etwa 19 Monaten hätte man mit einem Abo diesen Preis erreicht, allerdings ohne den Laptop behalten zu dürfen.

Ein Abonnement bietet aber laut HP auch Vorteile. So können Kunden den Laptop jedes Jahr austauschen, um so leistungsstärkere oder modernere Hardware zu nutzen, oder auf einen anderen Plan zu wechseln. Zudem gibt es während der gesamten Laufzeit eine Garantie, Ersatz am nächsten Werktag und einen Live-Support rund um die Uhr.

In Großbritannien ist LG vor Kurzem einen ähnlichen Schritt mit Fernseher-Abos gegangen.

Ob das Modell der ewigen Miete nach den Druckern nun auch den Laptop-Markt dauerhaft verändern wird oder ob Gamer doch lieber an ihrem Recht auf echtes Eigentum festhalten werden, wird wohl maßgeblich vom Erfolg dieses US-Experiments abhängen. Sollte HP mit dem Ergebnis zufrieden sein, dürfte es über kurz oder lang auch nach Europa kommen.

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