Wie ein »Kleinkind«: Firma stellt humanoiden Haushaltsroboter vor – doch der hat noch einen großen Haken

Roboter Neo soll bald in die ersten Haushalte einziehen – doch der kommt mit einem großen Haken.

Neo von 1X Technologies sieht niedlich aus – und erinnert zumindest Reporterin Joanna Stern auch sonst an »ein Kleinkind«. (Bildquelle: 1X Technologies) Neo von 1X Technologies sieht niedlich aus – und erinnert zumindest Reporterin Joanna Stern auch sonst an »ein Kleinkind«. (Bildquelle: 1X Technologies)

Ein Roboter für alle Haushaltsaufgaben: Die Firma 1X Technologies will die ersten Versionen ihres Roboters Neo bereits 2026 ausliefern.

Ein Video zeigt schnell: Wer bereit ist, 20.000 US-Dollar auszugeben, holt sich einen Roboter, der nach Angaben seines Entwicklers anfänglich viel »Grütze« produziert – und einen unerwarteten Gast gleich mit dazu.

Neo: Mehr wie »ein Kleinkind« als ein echter Haushaltshelfer

Auch wir durften auf der IFA 2025 einen humanoiden Haushaltsroboter bestaunen – dort hat der 4NE-1 der deutschen Firma Neura vor unseren Augen Wäsche sortiert.

Joanna Stern vom Wall Street Journal lässt sich vom Gründer und CEO von 1X Technologies, Bernt Børnich, das Modell Neo vorstellen:

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Auf den ersten Blick sind Neos flüssige Bewegungen durchaus faszinierend. Der Roboter soll bereits ab 2026 in die ersten Haushalte einziehen. Doch wer dann für 20.000 US-Dollar eine flinke Haushaltshilfe erwartet, dürfte von der aktuellen Version enttäuscht sein:

  • Neo braucht mehr als eine Minute, um eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank zu holen.
  • Neo braucht über fünf Minuten, um drei Gegenstände in den Geschirrspüler zu packen.
  • Der Roboter tut sich mit Türen wie der vom Kühlschrank allgemein noch schwer.

Der Grund: Neo muss noch sehr viel lernen. Die Videos, die Neo durch seine Kamera-Augen aufnimmt, dienen als Trainingsdaten für das Robotergehirn.

Entsprechend zieht auch Journalistin Stern ein eher ernüchtertes Fazit:

Den Tag mit Neo zu verbringen war ein bisschen so, als würde man den Tag mit einem Kleinkind verbringen, das lernt, Dinge in der Welt zu erledigen.

Und auch CEO Børnich drosselt selbst noch einmal die Erwartungen seiner potenziellen Kunden: Anfänglich werde die Qualität der Roboter-Arbeit durchwachsen sein. In Anlehnung an den Ausdruck »AI Slop«, also in etwa »KI-Grütze« verwendet CEO Børnich für die anfangs schlechte Arbeit von Neo den Begriff »Robotik-Grütze«.

Die sei laut dem CEO jedoch die »nützlichste Art von Grütze«: Denn auch wenn Neo die Aufgaben anfänglich nicht perfekt erledigen würde, würde er den Nutzern trotzdem Arbeit abnehmen.

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Ein unerwarteter Gast zieht auch mit ein

Doch damit ist die Geschichte um Neo noch nicht zu Ende: Denn wer sich als Early Adopter einen solchen Roboter ins Haus holt, bei dem zieht auch gleich ein fremder Mensch mit ein – wenn auch nicht im ganz wörtlichen Sinne.

Denn der Neo, den ihr im Video seht, bewegt sich noch überhaupt nicht autonom. Tatsächlich wird er von einem »Tele-Operator«, also einem Menschen mit einer VR-Brille, ferngesteuert.

Insofern werden die ersten Neo-Besitzer damit klarkommen müssen, dass ein Mensch sie durch eine VR-Brille beobachten kann, obwohl Gründer Børnich betont, dass man Menschen im Kamerabild unkenntlich machen und No-Go-Areas für Zimmer einrichten könne.

Aber die Problematik des menschlichen »Piloten« verdeutlicht einen Konflikt, den Børnich als »sozialen Vertrag« bezeichnet. Denn ob mit menschlichem Piloten oder ohne, 1X Technologies müsse viele persönliche Daten sammeln, damit Neo sukzessive besser wird und weniger »Grütze« produziert.

Børnich stellt in diesem Kontext eine klare Erwartung an die ersten Käufer:

Ich denke, es ist ziemlich wichtig, dass ich sage: Wenn Sie dieses Produkt im Jahr 2026 kaufen, dann deshalb, weil Sie mit diesem sozialen Vertrag einverstanden sind.

Auch bei Neo von 1X Technologies zeigt sich: Wer sich die Hausarbeit so früh wie möglich von einem Roboter abnehmen lassen möchte, der muss nicht nur viel Geld in die Hand nehmen, sondern auch sehr stark an das Konzept glauben.

Datenschutzbedenken dürfen bei Early Adoptern in diesem Bereich nicht allzu stark ausgeprägt sein.

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