Ich teste seit Jahren Saugroboter, und bei den meisten neuen Modellen ändert sich vor allem eine Zahl: die Pascal-Angabe, mit der man die Saugleistung misst. Beim Deebot X12S OmniCyclone ist das anders, aber das ist nichts Schlechtes. Ecovacs hat an genau den Stellen nachgebessert, die mich im Alltag seit Jahren nerven.
Lange bevor das Gerät jetzt auf der IFA offiziell vorgestellt wird, durfte ich es bereits bei mir zu Hause ausprobieren – und bin beeindruckt. Aus folgenden Gründen.
Flecken vorlösen, statt sie nur zu verschmieren
Eingetrocknete Flecken stellen selbst heutige Premiumsaugroboter vor eine Herausforderung. Nur, wenn die Wassermenge und der Anpressdruck von Mopps oder Wischwalze stimmen, wird der Fleck entfernt. Meist klappt das aber nicht restlos.
Der X12S versucht dem (wie übrigens schon der X12) entgegenzuwirken, indem er Flecken und Flüssigkeiten automatisch erkennt und mit Wasser vorbehandelt, das er aus zwei Sprühdosen an der Front spritzt. Anschließend wischt der Roboter die Stelle gründlich, bevor er mit der normalen Reinigungsroutine fortfährt.
Das folgende Video zeigt euch genauer, wie es funktioniert:
Ich habe das Ganze mit einem eingetrockneten Kaffeefleck simuliert und siehe da, er war weg. In Kombination mit der 27 Zentimeter breiten Wischwalze, hat mich das mehr überzeugt als jede Pascal-Zahl. Die Saugkraft ist ohnehin für den Alltag ausreichend.
Doch damit nicht genug, schließlich sind die Wasserdüsen nichts Neues. Das folgende Feature aber schon. Und das hat es in sich.
Schluss mit dem müffelnden Schmutzwasser
Das nervigste Wartungsproblem bei Wischrobotern ist für mich seit jeher der Geruch, der sich im Schmutzwassertank breitmacht, sobald man ihn zwei, drei Tage nicht leert. Es ist einfach immer eklig.
Tippen zum Ausklappen
- Saugleistung: 27.000 Pa, 27 l/s (53-AW-Max-Motor)
- Wischtechnologie: OZMO ROLLER 3.0, 27 cm breit, bis 220 U/min, TruEdge 3.0 Kantenreinigung
- Fleckenerkennung: FocusJet-Technologie mit 2 Hochdruck-Zerstäubungsdüsen
- KI-Agent: AGENT YIKO 3.0, vollautonome Planung, Spracheingabe
- Anti-Verheddern: ZeroTangle 4.0, luftstromgesteuert
- Station: OmniCyclone Station, beutellos, Giant-Wave-Hochdruckspülung, beheizbarer Schmutzwassertank (bis 70 °C)
- Hindernisüberwindung: bis zu 2,4 cm
- Akku: Li-Ion, 4.000 mAh, Ladezeit 2,5 h, PowerBoost Charging Plus (13 % in 3 Minuten)
- Navigation: dToF-Laser, AIVI 3D 4.0 Hinderniserkennung
- Geräuschpegel: 62,2 dB (Saugen und Wischen)
- Maße Roboter: 35,3 × 35,1 × 9,8 cm, 15,88 kg (mit Station)
- Preis: 1.299 € UVP, ab 9.9. um 100 € reduziert bis 23.9.
Der X12S OmniCyclone kann seinen Schmutzwassertank zeitgesteuert auf bis zu 70 Grad erhitzen. Ein Problem, das eigentlich fast jeder Saugroboter-Besitzer kennt, wird hier zum ersten Mal konsequent angegangen.
Doch nicht nur gegen den Mief will Ecovacs ankömpfen, auch an Allergiker wurde gedacht. Der X12S soll bis zu 95,45 Prozent Haustaubmilben aus dem Teppichflor entfernen können.
Mit dem Saugroboter sprechen, nicht nur Befehle geben
Den KI-Agenten Yiko
kennt man von Ecovacs schon länger, in der Version 3.0 soll er aber noch einmal deutlich besser funktionieren. So könnt ihr ihm Vorlieben oder Verbote einfach per Chateingabe mitteilen, sodass er mit der Zeit dazulernen soll.
Das klappt in meinem Test zwar noch nicht einwandfrei, bis zum Release dürften aber noch einige Softwareupdates folgen.
Im Saugroboter-Umfeld ist solch ein KI-Agent nach wie vor eine Ausnahme. Die meisten Konkurrenzgeräte reagieren weiterhin nur auf eine feste Liste von Sprachbefehlen.
Die Giant Wave
gegen Ablagerungen in der eigenen Station
Ein Problem, das ich bei praktisch jeder Absaugstation mit Wischfunktion beobachte, sind Ablagerungen auf der Bodenplatte. Ecovacs nennt seine Lösung dafür Giant Wave
: Die Station spült die Waschschale nach jedem einzelnen Zyklus mit Hochdruck durch, bevor sich überhaupt etwas absetzen kann.
Und, wie vom Hersteller gewohnt: Der X12S ist ebenfalls beutellos. Das sollten wirklich mehr Hersteller übernehmen – in fünf Jahren spart das laut Hersteller bis zu 25 Staubbeutel.
Klar, ob der X12S OmniCyclone all diese Versprechen auch über Wochen im Alltag zuverlässig einhält, kann erst der ausführliche Test zeigen, den ich in den kommenden Wochen nachliefere.
Für den aktuellen Zeitpunkt reicht mir aber, was ich selbst schon ausprobieren konnte: die smarte Fleckenerkennung, der beheizte Tank, das beutellose Design und die Bodenwäsche der Station. Das ist schon jetzt einen Award wert.
Der Deebot X12S OmniCyclone ist ab dem 9. September 2026 unter anderem bei Otto und Media Markt erhältlich. Zum Marktstart ist er bis zum 23. September um 100 Euro reduziert, danach kostet er regulär 1.300 Euro.
Meinen ausführlichen Test findet ihr nach der IFA hier auf GameStar Tech. Falls ihr Fragen habt, stellt sie mir bis dahin gern in den Kommentaren.

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