Instagram bestätigt: Reels mit Gewalt-Inhalten wurden massenhaft ausgespielt

Viele Nutzer beklagen sich, dass ihnen plötzlich verstörende Reels auf Instagram angezeigt wurden. Jetzt reagiert Meta, aber bleibt äußerst vage.

Nutzer berichten, dass ihnen massenhaft grausame und pornografische Inhalte in die Timeline gespült werden. Es wird von Hinrichtungen und Vergewaltigungen berichtet. Meta bestätigt nun, dass das aufgrund eines Fehlers passiert ist. Hier erfahrt ihr, was bis jetzt bekannt ist.

Nutzer berichten von massenhaft grausamen Reels

Auf Social-Media-Plattformen äußern sich Instagram-User zu beunruhigenden Inhalten in ihrem Feed. Ein Reddit-Nutzer schreibt etwa von Straßenkämpfen, Amokläufen in Schulen und grausamen Unfällen. Weitere User berichten, dass ihre Feeds voll sind von grausamen Inhalten und auch unzensierter Pornografie.

Derartige Inhalte tauchen massenhaft in ihren Feeds auf:

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Weiter erklären User, dass das völlig unabhängig davon passiert, ob sie in der Vergangenheit verwandte Inhalte gesucht oder überhaupt ihre Reels-Seite benutzt haben.

Auch deutschsprachige Nutzer schreiben über ekelhafte und grausame Reels in ihren Apps. Die ausgespielten Inhalte kommen laut CNBC aber mit Content-Warnungen.

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Instagram entschuldigt sich, nennt aber keinen Grund

Instagrams Mutterkonzern Meta bestätigt gegenüber CNBC, dass ein Fehler für das massenhafte Ausspielen derartiger Inhalte verantwortlich gewesen sei. Dieser sei mittlerweile behoben.

Außerdem entschuldigt sich der Konzern bei den Nutzern, äußert sich aber nicht weiter dazu, wie der Fehler zustande kam.

Vor rund zwei Monaten kündigte Meta an die inhaltliche Moderation von Beiträgen zurückzufahren. CEO Mark Zuckerberg hatte Anfang Januar in einer Videobotschaft erklärt, dass

  • Faktenchecks abgeschafft werden
  • Beschränkungen zu kontroversen Themen wie etwa Migration aufgehoben werden
  • sich automatisierte Filter auf illegale und schwerwiegende Inhalte beschränken sollen
  • das Moderationsteam von Kalifornien nach Texas verlegt wird, um Befangenheit zu reduzieren.

Ob der Fehler seitens Meta im direkten Zusammenhang zu den Änderungen steht, ist jedoch nicht bekannt.

Wir haben Meta um Stellungnahme zu den Problemen gebeten, aber keine weiterführenden Antworten zu unseren konkreten Fragen erhalten.

Was ihr gegen unerwünschte Inhalte tun könnt

Auch wenn Meta angibt, dass der Fehler mittlerweile behoben sei, habt ihr dennoch verschiedene Möglichkeiten zu verhindern, dass euch Inhalte, die ihr nicht sehen wollt, auf Instagram ausgespielt werden.
Ihr könnt auf Instagram beispielsweise euren Algorithmus zurücksetzen und ebenso bestimmte Keywords blockieren.

So schützt ihr euch vor unangebrachten und verstörenden Inhalten.

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