Achtung, Spoiler: Der folgende Artikel behandelt Handlungselemente aus House of the Dragon, Staffel 3. Weiterlesen auf eigene Gefahr!
Die Schlacht um Tumbleton ist geschlagen - der Drachentanz geht mit dem Finale von House of the Dragon, Staffel 3 in eine zweijährige Pause. Die gut 75-minütige Episode mit dem Titel The Treasons at Tumbleton
bietet an ihren Höhepunkten einen satten Rundumschlag über alles, wofür wir die Welt von Game of Thrones so sehr lieben:
Eine gewaltige Schlacht, markante Sprüche und so einige überraschende Tode. Gleichzeitig hagelt es von der Community aber erneut Kritik an eigenwilligen Story-Entscheidungen.
Die Wertungen zu House of the Dragon, Staffel 3
Wir schauen uns das Community-Fazit zur dritten Staffel einmal im Detail an: Auf den ersten Blick hat die dritte Staffel bei den wichtigen Wertungsportalen eine leicht höhere Wertung vorzuweisen, als die vorherige Season. Bei IMDb steht Season 3 bei einer Durchschnittswertung von 8,3/10. Nachdem die Wertungen der Einzelfolgen nach einem starken Staffelauftakt zwischenzeitlich abgesackt waren, kommt die letzte Folge auf einen beachtlichen User-Score von 9,1.
Auch beim Review-Aggregator Rotten Tomatoes wird die dritte Staffel von den Kritikern mit 91 Prozent deutlich höher bewertet als Staffel 2; bei den Nutzer-Rezensionen offenbart sich hier allerdings ein gänzlich gegenteiliges Bild: Der öffentliche Wertungsdurchschnitt sackte auf 64 Prozent ab, nachdem er in der vorherigen Season noch bei 71 Prozent gelegen hatte.
2:03
House of the Dragon: Im neuen Trailer zu Staffel 3 wird das ganze brutale Ausmaß des Targaryen-Bürgerkriegs deutlich
Lob für die Darsteller, Kritik an der Story
Und auch in den sozialen Medien ist die Kritik zur Serie keinesfalls eindeutig. Gelobt werden von Zuschauern vor allem die schauspielerischen Leistungen einiger Einzeldarsteller wie Matt Smith (Daemon Targaryen), Benjamin Evan Ainsworth (Daeron Targaryen) und vor allem Aegon-Darsteller Tom Glynn-Carney, der in den Augen vieler Fans zu einem echten Sympathieträger geworden ist.
Die emotionale Begegnung mit seinem reuigen Bruder Aemond ist für viele Zuschauer ein echtes Highlight des Staffelfinales.
Link zum Reddit-Inhalt
Kritisiert werden dagegen erneut zahlreiche eigenwillige Änderungen der Showrunner gegenüber George R.R. Martins Buchvorlage und deren Auswirkungen auf das Finale. Darunter u.a. die Vermischung von Rhaena und Nettles, das Schicksal von Helaena und ihre späte Schwangerschaft, die ausgebaute Rolle Alicent Hightowers und die kreative Auslegung des Lieds von Eis und Feuer.
Denn diese eigentlich den Targaryen-Erben vorbehaltene Prophezeiung posaunt Rhaenyra im Staffelfinale in einem Anflug von Wahnsinn einfach so hinaus und erklärt sich selbst zum Prinzen, der verheißen wurde
. Rhaenyras mentaler Verfall werde in House of the Dragon zwar deutlich besser gehandhabt als bei Daenerys in Game of Thrones; doch so richtig glaubhaft gelänge es der Serie nicht, dessen Verlauf darzustellen. Die Figuren wirken auf viele Fans wie leere Hüllen.
Link zum Reddit-Inhalt
Weniger Zuschauer, gemischte Gefühle
Insgesamt offenbaren die Reaktionen eine tief gespaltene Community. Während House of the Dragon mit seiner düsteren Fantasy-Welt und dem großen Namen Game of Thrones im Rücken immer noch zahlreiche Zuschauer erreichen kann, ist das Spin-off vielen mittlerweile schlichtweg egal geworden.
Während die ersten Folgen von Staffel 1 bei ihrer Premiere noch über zwei Millionen US-Zuschauer anziehen konnten, kam keine der neuen Folgen auch nur ansatzweise über die Marke von einer Million Zuschauern in den USA. Die Serienumsetzung des Drachentanzes kann schlichtweg nicht mehr den gleichen Hype erzeugen wie Game of Thrones.
Selbst Autor George R.R. Martin hat bereits mehrfach deutlich gemacht, dass er mit der Entwicklung der Serie nicht glücklich ist.
Worum gings in der dritten Staffel?
Kleine Auffrischung gefällig? Wir versuchen es möglichst Spoiler-frei: Nachdem König Aegon II. aus Angst um sein Leben am Ende von Staffel 2 die Hauptstadt verlassen hat, nehmen Rhaenyra und ihre schwarzen Parteigänger Königsmund ein. Allerdings scheitert Raenyra wären der gesamten dritten Staffel daran, ihren Herrschaftsanspruch in der Hauptstadt durchzusetzen.
Ormund Hightower wiegelt von Tumbleton aus die Bevölkerung der ausgehungerten Hauptstadt gegen Rhaenrya auf und ruft Daeron Targaryen zum Gegenkönig aus. Unterdessen sind Aemond Targaryen und sein Drache Vhagar in der Gegend von Harrenhal verschollen.
Nachdem sich herausstellt, das Aegon am Leben ist und damit ihr Thronanspruch erneut in großer Gefahr schwebt, beschließt Rhaenyra, Gewalt anzuwenden und befiehlt ihrem Prinzgemahl Daemon den Angriff auf die Armee der Hightowers. Außerdem wendet sich die Königin endgültig gegen Priester des Glaubens der Sieben, die sich weigern, sie als Herrscherin anzuerkennen und dürfte damit einige Mitstreiter verschreckt haben ...
Die abschließende vierte Staffel von House of the Dragon wird im Sommer 2028 erwartet. 2027 steht bei HBO erst einmal die zweite Staffel des Comedy-Spinoffs A Knight of the Seven Kingdoms auf dem Programm.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.