Mit der Ankunft des Steam Decks läutete Valve eine neue Ära des mobilen Gamings ein. Immer mehr Hersteller stürzten sich angesichts der Popularität des Handhelds auf die Entwicklung solcher Geräte, sodass spätestens seit vergangenem Jahr eine ordentliche Auswahl zur Verfügung steht.
Die großen Unternehmen scheinen sich bei einer Sache einig zu sein: Als SoC kommt ein Chip von AMD zum Einsatz. Ob Valve (mit einer Custom-Version), Asus, Zotac oder Acer – sie alle setzen auf einen Ryzen-Chip.
Die eher unbekannten Marken einmal außen vor gelassen, kann sich Intel einzig über MSI mit dem »Claw« genannten Handheld dieser AMD-Vormachtstellung auf dem Markt erwehren.
Diese Dominanz will Intel künftig brechen. In einem Gespräch mit dem Portal LaptopMag erklärte Robert Hallock, seines Zeichens »VP und General Manager für Client AI und Technical Marketing« beim Chiphersteller, dass das Personal in diesem Kontext verstärkt werden soll.
- Mit mehr Mitarbeitern soll eine entsprechende Unterstützung von Gaming-Herstellern erfolgen, die Handhelds entwickeln wollen.
- Hierfür werden unter anderem interne Programme gestartet, um diesen mehr Hilfestellung bei der Entwicklung von neuen Handhelds zu bieten.
Denn laut Hallock liegt hier für Hersteller der Knackpunkt bei der Entscheidung, welche Chips zum Einsatz kommen:
Viele Spieleentwickler konzentrieren sich nur auf die Geräte, die sie auf ihren Schreibtischen oder in ihren QA-Labors haben. Deshalb stellen wir mehr Handhelds als Prototypen zur Verfügung.
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Gaming-Handhelds waren noch nie so gut und es muss nicht immer Steam Deck sein
Das erwähnte MSI Claw 8 AI+ setzt derzeit auf Lunar Lake. Die Mobilgeneration, die auf der Computex 2024 präsentiert wurde, soll dabei laut Hallock gewissermaßen als Grundlage für einen ganzen »Familienbaum an Chips« dienen.
- Im Anschluss sollen Geräte mit Arrow Lake-H folgen. Diese SoCs (System-on-a-Chip) bieten Hallock zufolge etwa die gleiche Grafikleistung wie Lunar Lake und eignen sich gut für Handhelds mit bis zu 30 Watt Leistungsaufnahme.
- Die Strategie soll erst zur kommenden »Panther Lake«-Generation so richtig aufgehen. Voraussichtlich als »Core Ultra 300« vermarktet, verzichtet die kommende Reihe aber im Gegensatz zu Lunar Lake auf integrierten Arbeitsspeicher. Damit sollen Hersteller größere Flexibilität bei der RAM-Belegung erhalten.
Laut Hallock ist der Handheld-Markt ein »großes Ziel für einige Gruppen innerhalb von Intel«. Für diese seien Handhelds die oberste Priorität in diesem Jahr; auch im Hinblick auf Panther Lake wolle man mit Nachdruck an einer größeren Akzeptanz bei Herstellern arbeiten.
Auch Spieleentwickler selbst sollen in diesem Kontext unterstützt werden: »Wenn euer Spiel also nicht in der Lunar Lake-Generation erscheint, kein Problem, wir können euch helfen, es für die Panther Lake-Generation zu realisieren«, so Hallock.
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