Intel greift Nvidia und AMD an: Neue Grafikkarten als Alternative für Spieler

Aus DG2 wird Arc: Intel hat seine kommenden Spielergrafikkarten offiziell angekündigt und den Release-Zeitraum samt erster technischer Details bekannt gegeben.

von Nils Raettig,
16.08.2021 16:39 Uhr

Intel hat die Bezeichnung für seine kommenden Spieler-Grafikkarten und die Code-Namen der drei darauffolgenden Generationen samt erster technischer Details und einem groben Erscheinungstermin bekannt gegeben. Den Anfang macht die neue »Arc«-Reihe im ersten Quartal 2022 (bisher bekannt als DG2, Code-Name »Alchemist«).

»Arc« ist nur der erste Schritt: Intel will AMD und Nvidia das Leben im GPU-Segment längerfristig schwer machen. Das verdeutlicht die bereits jetzt erfolgte Ankündigung der auf Arc folgenden Grafikkarten. Sie erscheinen unter den Code-Namen »Battlemage«, »Celestial« und »Druid«. Mehr als die Namen sind aber noch nicht bekannt.

Dass Intel es ernst meint, zeigt auch das folgende Zitat des Intel Vize-Präsidenten für Endkunden-Produkte im Bereich der Grafikkarten:

"Der heutige Tag markiert einen Schlüsselmoment in der Grafikkarten-Reise, die wir erst vor wenigen Jahren begonnen haben. Der Startschuss für die Intel-Arc-Marke und die Enthüllung zukünftiger Hardware-Generationen signalisiert Intels weitgehendes und anhaltendes Engagement für Spieler und Schaffende überall."

Intel Arc: Einsatzbereich und Technik

Arc soll Anfang 2022 sowohl in Form von Desktop-Grafikkarten als auch von Notebook-GPUs auf den Markt kommen. Neben Hardware-Beschleunigung für Raytracing kündigt Intel außerdem »KI-gestütztes Super-Sampling« an, also vermutlich ein Pendant zu Nvidias DLSS und AMDs Fidelity FX Super Resolution.

Diese Techniken ermöglichen es, ein Bild in einer niedrigeren Auflösung zu berechnen und per künstlicher Intelligenz auf eine höhere Auflösung hochzuskalieren. Das soll die FPS spürbar erhöhen ohne große Einbußen bei der Bildqualität durch die niedrigere Render-Auflösung hinnehmen zu müssen.

Videos auf der offiziellen Webseite zu Arc verraten etwas mehr Details, demnach kommen die folgenden unterstützten Funktionen hinzu:

  • Mesh Shading
  • Variable Rate Shading
  • AI Accelerated Video Enhance

Außerdem zeigt Intel die neuen GPUs in Spielen in Aktion, allerdings ohne Performance-Daten. Der mit Blick auf die Systemanforderungen anspruchsvollste Titel ist dabei wohl Metro: Exodus inklusive Raytracing.

Wie schnell wird Intel Arc?

Dazu gab es im Laufe des Jahres wiederholt Gerüchte, die das Erreichen von den Leistungsregionen einer RTX 3070 in Aussicht stellen:

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Sichere Aussagen dazu werden aber erst passende Test-Samples ermöglichen. Eine wichtige Rolle dürfte außerdem die Treiberunterstützung spielen, die zumindest bei ersten Ausflügen von Intels DG1-Variante anhand eines frühen Testmusters für Entwickler Anfang 2021 noch zu wünschen übrig ließ.

Neben Hardware in Form von Grafikkarten sollen laut der Pressemitteilung auch nicht näher benannte Software sowie »Dienste« zum Arc-Brand gehören. Cloud-Gaming ist dabei ebenfalls denkbar. So heißt es in einem der Videos: »Direkter Zugriff auf die Spiele, die wir spielen wollen, wenn wir sie spielen wollen«.

Außerdem hat Intel angekündigt, in den kommenden Wochen und Monaten weitere Informationen zur Arc-Familie zu veröffentlichen. Sobald das geschieht, erfahrt ihr es zeitnah auf GameStar.de.

Wie schätzt ihr Intels Chancen ein, AMD und Nvidia auch längerfristig starke Konkurrenz bei den Spieler-Grafikkarten zu machen? Sehr gut, sehr schlecht oder etwas dazwischen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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