In wenigen Tagen soll Intel aktuellen Gerüchten zufolge die Arrow-Lake-Prozessoren enthüllen, mit denen nun auch im Desktopbereich die Umstellung auf das »Core Ultra«-Namensschema eingeführt wird. Am 10. Oktober 2024 soll die Enthüllung der CPUs rund um die »Core Ultra 200«-Serie erfolgen; zwei Wochen später sei der Marktstart geplant.
Entsprechend tauchen in den vergangenen Tagen immer mehr konkrete Gerüchte zur Performance auf. Der jüngste Leak dürfte Intel Hoffnungen machen, dass man nach der von Instabilitätsproblemen geplagten 14. CPU-Generation wieder auf dem richtigen Kurs ist.
Auf X (ehemals Twitter) hat der Account der Benchmark-Entwickler Passmark Software einen neuen Beitrag veröffentlicht, der die kommende Flaggschiff-CPU Intel Core Ultra 9 285K als neuen Spitzenreiter im hauseigenen Single-Core-Benchmark deklariert.
Demzufolge soll der Core Ultra 9 285K in dieser Disziplin jeden der konkurrierenden Top-Prozessoren von AMD und Apple schlagen. So ergibt sich bei Passmark nach aktuellem Stand folgende Top-5-Bestenliste:
- Intel Core Ultra 9 285K: 5.268 Punkte
- Intel Core i9-14900KS: 4.869 Punkte
- Apple M3 8 Core: 4.779 Punkte
- Apple M3 Max 16 Core: 4.777 Punkte
- Apple M3 Max 14 Core: 4.752 Punkte
Die beste AMD-CPU folgt im Passmark-Parcours erst auf Rang 9, da der frisch erschienene Ryzen 9 9950X auf 4.739 Punkte kommt. Der Abstand zwischen dem neuen Intel-Flaggschiff und der direkten Konkurrenz beträgt hier also zwischen acht und elf Prozent.
Passmark merkt an dieser Stelle zudem an, dass es sich bei der getesteten CPU möglicherweise noch um ein »Engineering Sample« handelt.
Link zum Twitter-Inhalt
Im Multi-Thread-Benchmark weit unterlegen
Allerdings kann Intel sich mit dem Core Ultra 9 285K nicht rühmen, sämtliche Passmark-Benchmarks zu meistern. Im Multi-Core-Parcours erreicht die kommende CPU vergleichsweise nur 49.872 Punkte.
Der Ryzen 9 9950X erreicht hier etwa 66.609 Punkte; selbst der Vor-Vorgänger in Form des Core i9-13900K steht mit 59.088 Punkten besser da.
Die Leaks der vergangenen Monate geben allerdings Aufschluss darüber, wie die Diskrepanz zustande kommt.
- So soll Intel bei den Performance-Kernen (»Lion Cove«) auf Hyperthreading verzichten – dieser Umstand fällt eben insbesondere in Multi-Core-Anwendungen auf.
- Zudem scheint man sich bei Intel im Zuge der neuen Generation auf eine sparsamere Serie zu besinnen: Die TDP des Core Ultra 285K soll bei 125 Watt liegen, was zumindest den Unterschied zu den hauseigenen Vorgängern erklärt.
Ebenso fehlt wohl die AVX-512-Unterstützung, die bei den neuen AMD-Zen-5-Prozessoren enthalten ist. Passmark bezieht diese spezifisch seit 2020 in den jeweiligen Benchmarks mit ein.
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Wie ist eure Erwartungshaltung zu den kommenden Intel-Prozessoren? Kann eine sparsame Arrow-Lake-Generation das Ruder für den Chipgiganten wieder herumreißen oder ist AMD dank 3D-V-Cache für euch auf absehbare Zeit euer bevorzugter CPU-Hersteller? Lasst es uns wie gewohnt in den Kommentaren wissen!
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