Im Rahmen der Build-Entwicklerkonferenz 2026 hat Microsoft einen neuen KI-Agenten vorgestellt, der wie ein regulärer Kollege in der Teams-Software aussieht – nur, dass »Scout« nie Feierabend macht (Erinnerungen an das legendäre »Der Gerät« bitte hier abrufen).
Der Scout-Agent soll eigenständig mehrere Aufgaben übernehmen können, etwa das Prüfen von Kalendereinträgen mitsamt potenzieller Terminkonflikte oder das Vorformulieren von Antworten.
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Scout richtet sich indes spezifisch an Büroarbeit, sodass Nutzer die Befehle direkt im Teams-Chat eingeben können, als würden sie einem Kollegen schreiben.
Gegenüber Wired erklärt Omar Shahine, der neu ernannte Corporate Vice President von Scout, das Versprechen wie folgt:
Euer Unternehmen stellt im Grunde euren Assistenten ein. Der Sinn eines persönlichen Assistenten ist doch, dass er arbeitet, wenn ihr nicht arbeitet.
So habe Shahine seinem »Sebastian« getauften Scout-Assistenten mitgeteilt, dass das Abendessen mit der Familie unantastbar ist. Seitdem kennzeichne dieser eingehende Terminanfragen für diesen Zeitraum automatisch und schlägt Alternativen vor.
Auf technischer Ebene setzt Microsoft Scout übrigens auf OpenClaw. Das KI-Tool hatte zu Beginn des Jahres für Furore gesorgt.
»Scout«: Immer aktiv, aber noch mit Ecken und Kanten
Der Rollout startet zunächst mit einer kleinen Gruppe an Kunden; eine Desktop-App rollt parallel für »Frontier«-Nutzer aus – dieser setzt wiederum aktuell ein aktives GitHub-Copilot-Abonnement voraus.
Scout arbeitet dabei mit vollem Zugriff auf E-Mails und Nachrichten: Wer dem Agenten entsprechende Ziele mitgibt, erhält laut Microsoft proaktive Aufgabenzuweisungen oder automatisch erstellte Nachfolgepläne.
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Allerdings räumt Shahine ein, dass der Agent noch nicht fehlerlos läuft. Sein »Sebastian« habe kürzlich eine E-Mail verschickt, die »ein einziger langer Satz ohne Formatierung« war.
Die Frage, welche Aufgaben man Scout bedenkenlos überlassen kann und welche besser unter direkter Aufsicht bleiben sollten, sei letztlich individuell zu beantworten – und dürfte spätestens damit für jeden anders ausfallen.
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