Ab nächster CPU-Serie: Intel eifert AMD nach und beendet wohl den Sockel-Frust

Laut einem Leak soll Intels kommender LGA1954-Sockel nicht nur Nova Lake, sondern auch Razor Lake und weitere CPU-Generationen unterstützen.

Der LGA1954-Leak deutet auf Intels ersten echten Multi-Generationen-Sockel seit dem LGA775 hin. (© Intel) Der LGA1954-Leak deutet auf Intels ersten echten Multi-Generationen-Sockel seit dem LGA775 hin. (© Intel)

Wenn ihr in den vergangenen Jahren einen Intel-PC zusammengestellt habt, kennt ihr vielleicht das Spiel: Eine neue CPU bedeutet ein neues Mainboard, was unter Umständen neuen Arbeitsspeicher und, wenn man schon dabei ist, neue CPU-Kühlung bedeutet.

Seit Jahren steht Intel nämlich für den »Zwei-Generationen-Sockel«: Man kauft ein passendes Mainboard, und innerhalb von maximal zwei Jahren ist der Support auch schon wieder zu Ende. Damit könnte mit LGA1954 Schluss sein.

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Der 64 MByte große BIOS-Chip ist der entscheidende Faktor

Laut dem bekannten Intel-Leaker Jaykihn soll LGA1954 mindestens die Generationen Nova Lake (für dieses Jahr erwartet), Razor Lake und darüber hinaus unterstützen – also auf jeden Fall mehr als zwei CPU-Generationen auf einer einzigen Plattform.

Eine offizielle Bestätigung von Intel steht bislang allerdings aus.

Damit ein Mainboard langfristig mehrere CPU-Generationen unterstützen kann, braucht es allerdings ausreichend Platz im Firmware-Speicher.

Laut Jaykihn setzen alle Z-Series-Platinen der 900er-Serie – also die enthusiastenorientierten Modelle – auf einen 64 MByte großen SPI-ROM-Chip. Dabei handelt es sich um den Speicherbaustein, in dem die Mainboard-Firmware liegt; ist er zu klein, können keine weiteren Prozessor-Profile mehr ergänzt werden.

Herstellern von günstigeren B960-Boards soll Intel indes lediglich empfehlen, ebenfalls auf 64-Megabyte-Chips zu setzen – Pflicht ist es nicht.

  • Das dürfte eine klare Trennlinie ziehen: Premium-Boards der Z-Reihe (also Z970 und Z990) sind laut Jaykihn die besten Kandidaten für die erweiterte CPU-Kompatibilität.
  • Günstigere Modelle könnten dagegen schon beim für 2027 anvisierten Razor Lake an ihre Grenzen stoßen – abhängig vom jeweiligen Hersteller.

Damit orientiert sich Intel an AMD. Der große Ryzen-Konkurrent hat bereits zugesagt, die aktuelle AM5-Plattform bis mindestens 2029 zu unterstützen.


Historisch betrachtet ist der Intel-Leak durchaus bemerkenswert, denn das letzte Mal mit längerem Hardware-Support gab es für den vor über 20 Jahren eingeführten LGA775-Sockel.

Der hielt ganze vier Generationen (oder sieben Jahre) durch; von altehrwürdigen Pentium 4 der Prescott-Generation bis zu den letzten Core-2-Prozessoren war LGA775 im Rennen geblieben. Zum Vergleich dazu: Die aktuelle LGA1851 überlebte gerade einmal die aktuelle Arrow-Lake-Generation plus zugehörigen Refresh.

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