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Intel belebt sechs Jahre alten 22-nm-Pentium G3420 wieder

Der Pentium G3420 hatte seinen End-of-Life-Status bereits erreicht, wird nun jedoch wieder produziert - Versorgungsengpässe scheinen der Grund zu sein.

von Alexander Köpf,
09.12.2019 19:20 Uhr

Zwingen Versorgungsengpässe Intel, eine CPU aus dem Jahr 2013 noch einmal neu aufzulegen? Zwingen Versorgungsengpässe Intel, eine CPU aus dem Jahr 2013 noch einmal neu aufzulegen?

Erst vor wenigen Wochen entschuldigte sich Intel in einem Brief an seine Großkunden für die aktuelle Knappheit an 14-nm-Prozessoren. Man habe aber bereits Rekordsummen investiert, um die 14-nm- und auch die 10-nm-Produktion weiter anzukurbeln und die Nachfrage zu bedienen.

Doch offenbar reichen die gesteigerten Kapazitäten nicht aus, um der Lage Herr zu werden, denn in einem offiziellen Dokument weist Intel auf eine ungewöhnliche Änderung im Produktportfolio hin. Der erst kürzlich in Ruhestand geschickte Pentium G3420 wird demzufolge wieder ins Angebot aufgenommen.

Nach sechs Jahren in die Verlängerung

Dabei hat der Pentium G3420 schon etliche Dienstjahre auf dem Buckel. Eingeführt wurde der Dualcore-Prozessor auf Basis der 22 Nanometer Haswell-Architektur bereits im dritten Quartal 2013. Mit seinen zwei Kernen ohne Hyperthreading, 3,20 GHz Basistakt und 3 MB Cache zählte er auch damals schon zu den Low-Budget-Lösungen - wie die Pentium-Reihe mittlerweile generell.

Die Haswell-Architektur wurde 2013 eingeführt und 2015 von Skylake abgelöst. Die Haswell-Architektur wurde 2013 eingeführt und 2015 von Skylake abgelöst.

Und auch die Wiedereinberufung des G3420 scheint mit dieser Klassifizierung zu tun zu haben. Denn wie Golem.de berichtet, soll Intel in der Preisklasse bis 50 Euro in Sachen verfügbarer Prozessoren derzeit nicht gut aufgestellt sein, da das Gros der offenbar begrenzten 14-nm-Produktionskapazitäten auf die deutlich teureren Xeon-Prozessoren entfalle.

OEM- statt Ladenversion?

Allerdings scheinen davon in erster Linie Komplett-PCs betroffen, weshalb es den Pentium G3420 wohl hauptsächlich als OEM-Version in Komplett-PCs geben wird.

Für Endverbraucher gäbe es trotz des voraussichtlich sehr geringen Preises aber auch kaum einen Grund, nicht auf aktuellere Modelle, wie beispielsweise den Celeron G4920 (ca. 45 Euro), zurückzugreifen, der zwar vergleichbare Eckdaten bietet, jedoch auf der neueren Architektur basiert und zudem DDR4-RAM (statt DDR3-RAM) unterstützt.

Unwesentlich teurer ist zudem der Pentium G5400 (rund 55 Euro), der 2018 erschienen ist, höhere Taktraten bietet und zusätzlich mit Hyperthreading ausgestattet ist - Empfehlungen in diesem Preisbereich findet ihr in unserer CPU-Kaufberatung.

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