Intel steckt weiterhin in der Krise: Auch die aktuellen Zahlen rund um das 2. Quartal 2025 weisen Milliardenverluste aus; das Jahresviertel steht mit einem Minus von 2,9 Milliarden US-Dollar in den Büchern.
Für die Kurskorrektur besinnt sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge wieder auf die Dinge, die es einst zu seiner zeitweise gigantischen Größe gemacht haben – darunter auch ein bekanntes Feature, das erst vor rund einem Jahr deaktiviert wurde.
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Vierzehn Jahre mit, ein Jahr ohne SMT - und wieder zurück
Arrow Lake nahm zu seinem Release im vergangenen Jahr einen eher überraschenden Schritt vor: Hyperthreading (»SMT«) wurde bei den »Core Ultra 200«-Prozessoren von Intel gestrichen.
Kurz gefasst: Mit Hyperthreading werden die Recheneinheiten in den CPU-Kernen (ALUs und FPUs) in der Theorie besser ausgelastet, zum Beispiel beim Warten auf den Cache.
In Multithread-lastigen Anwendungen führt das häufig zu Performancegewinnen - allerdings stand Hyperthreading gerade bei Spielern in der Kritik, da das eingeschaltete SMT auch zu Leistungsverlusten führen konnte.
Intel-Chef Lip-Bu Tan, der erst seit wenigen Monaten im Amt ist und das kriselnde Schiff wieder in stabileres Fahrwasser führen soll, revidiert diese Entscheidung nun wieder.
Wie der CEO im Rahmen des Umsatzberichts zum zweiten Jahresquartal erklärt, habe »der Verzicht auf SMT zu einem Wettbewerbsnachteil« geführt. Mit der Rückkehr zu Hyperthreading soll wiederum die Wende gelingen.
Für die anstehenden Server-CPUs in Form von »Diamond Rapids« dürfte diese Ankündigung zu spät kommen – den Absturz auf einen Marktanteil von 55 Prozent, wie Tan selbst zugibt, dürfte diese also nicht weiter abfedern.
Inwieweit Intels Chef auch mit einer SMT-Rückkehr für Desktop-CPUs liebäugelt, ließ dieser im Rahmen der Mitteilung indes offen. Zumindest werden die kommenden Generationen alias Panther Lake und Nova Lake als einer der Eckpfeiler gesehen, mit denen man »die Lücke zum High-End-Bereich schließen« will.
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