Die wohl bekannteste Melodie der Computer-Geschichte stammt nicht aus den USA, sondern aus Österreich

Der sogenannte »Intel Bong« wurde 1994 komponiert und ist seither eines der Markenzeichen des Unternehmens.

Intel hat zu Beginn der 1990er-Jahre einen neuen Weg bei der Vermarktung von Produkten und der eigenen Marke eingeschlagen. Der Erfolg gibt Intel recht. (Bildquelle: Adobe Stockblackboardeuthymia) Intel hat zu Beginn der 1990er-Jahre einen neuen Weg bei der Vermarktung von Produkten und der eigenen Marke eingeschlagen. Der Erfolg gibt Intel recht. (Bildquelle: Adobe Stock/blackboard/euthymia)

Es gab eine Zeit, da wussten nur die wenigsten, welcher Prozessor welches Herstellers im eigenen PC verbaut war. Ob 286er oder 386er, das war wohl den meisten klar, aber ob die CPU von Intel, AMD oder gar Cyrix stammte, eher weniger.

Das erkannte Intel in den frühen 1990er-Jahren und versuchte daher, sich die Bezeichnung x86 schützen zu lassen, um eine Marke und damit den eigenen Namen zu etablieren. Was allerdings nicht gelang – Zahlen ließen sich nicht schützen.

Pentium und intel inside

So heißen beispielsweise die Klone des i486 (i steht für Intel) Cx486 (von Cyrix) und Am486 (von AMD).

Das ist auch der Grund, warum es von Intel nach dem 80486- keinen 80586-Prozessor, sondern stattdessen den legendären Pentium-Prozessor gab. Denn Pentium (von griechisch penta = fünf) ist ein Name und ließ sich daher markenrechtlich schützen.

Der erste Pentium-Prozessor wurde auf der CeBIT 1993 in Hannover vorgestellt. Im Jahr 2022 kündigte Intel das Ende der Marke Pentium an.

Doch Intel ging noch einen Schritt weiter und begann Anfang der 1990er-Jahre damit, Werbung im Fernsehen zu schalten. Damals wurde das berühmte intel inside-Logo gebohren.

Der weltbekannte Intel-Jingle

1994 schuf sich das Unternehmen dann auch eine sogenannte Hörmarke, eine kurze Melodie, die unverkennbar mit Intel in Verbindung gebracht werden konnte – den weltbekannten Intel Bong. Hier könnt ihr ihn euch anhören:

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Obwohl die meisten den Jingle kennen dürften, weiß vermutlich kaum jemand, woher er stammt.

Komponiert wurde der vier Sekunden lange Jingle vom Österreicher Walter Werzowa. Der machte in den 1980er-Jahren als Teil der Band Edelweiss und mit dem Hit Bring Me Edelweiss (1988) von sich reden.

Werzowa gründete im Jahr 1992 in Los Angeles die Produktionsfirma Musikvergnuegen (MusikV), die auf Sound-Design und Audio-Branding spezialisiert ist.

Er komponierte aber auch Filmmusik, beispielsweise für Hellraiser 5 – Inferno.

Werzowa wurde am 15. Dezember 1960 in Wien geboren und studierte dort klassische Gitarre und elektronische Musik. Später studierte er zudem Filmmusik an der University of Southern California und erhielt einen Master-Abschluss der University of Santa Monica.

Wusstet ihr bereits, dass der Intel-Jingle aus Österreich stammt? Oder ist das für euch völlig neu? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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