Seien wir ehrlich: Apple hat für iOS 18 bei Android abgespickt – und das finde ich gut so! Die Handyhersteller dürfen sich gerne viel öfter gegenseitig »inspirieren«, und das tun sie zum Teil auch.
Immer öfter sehen wir in neuen Smartphone-Updates Funktionen, die wir schon irgendwo anders gesehen haben.
Für das iPhone kommen mit iOS 18 drei neue und praktische Features, die ich hoffentlich in Zukunft auch auf meinem Android-Handy sehen werde.
1. Anpassbares Kontrollzentrum
Ich kann auf meinem Android-Smartphone jeden beliebigen Launcher herunterladen und unendlich viele Anpassungen vornehmen. Mit dem nativen Launcher von Google, aber auch mit One UI 6.1 von Samsung bin ich aber sehr zufrieden und habe nicht das Verlangen nach einem alternativen Launcher.
Außerdem kann ich auch auf dem Android-Gerät die Schnelleinstellungen anpassen – allerdings bei weitem nicht so umfangreich wie in iOS 18.
- Das neue Kontrollzentrum von iOS 18 ermöglicht mir einen einfachen Zugriff auf Funktionen und Widgets, die ich mit einem Wisch erreichen kann.
- Die Widgets kann ich selbst anordnen, in der Größe anpassen und kategorisieren. Das Kontrollzentrum besteht nun aus mehreren Seiten, durch die ich wischen kann, was zur Übersichtlichkeit beiträgt.
- Apple öffnet das Kontrollzentrum über eine API für Anwendungen von Drittanbietern. Auch wenn es wahrscheinlich eine Weile dauern wird, bis mehr Apps dort platziert werden können, ist das eine gute Nachricht.
2. Die Fotos-App wurde ordentlich aufgebohrt
Apple setzt in iOS 18 auf Personalisierung. Das zeigt sich nicht nur im Kontrollzentrum, sondern auch in den neuen Anpassungsmöglichkeiten des Homescreens.
Auch die Fotos-App ist Teil dieser Ausrichtung und besteht nur noch aus einer Seite. Was auf den ersten Blick für Stirnrunzeln sorgen könnte, hat aber einen Clou: Ich kann die App nach meinen Wünschen gestalten.
- Ganz oben erscheint die Bilderansicht, wische ich nach links, gelange ich zu anderen Ansichten wie Rückblicke, Videos oder Favoriten. Das lässt sich beliebig anpassen.
- Wischt man nach oben, erscheinen die bekannten Sammlungen, die in der noch aktuellen Fotos-App in den Reitern unten zu finden sind.
- Die einzelnen Sammlungen lassen sich nach Belieben sortieren oder ganz entfernen.
- Auch Sammelmenüs wie »Medienarten« oder »Sonstiges«, in denen Fotofunktionen (wie zum Beispiel Duplikate entfernen) zusammengefasst sind, könnt ihr frei anordnen oder entfernen.
Einmal personalisiert, wirkt die App aufgeräumt und ich habe blitzschnell Zugriff auf meine Favoriten.
Das wünsche ich mir für Android: Ähnliche Anpassungsmöglichkeiten von iOS 18 für Google Fotos und Co. übernehmen!
Gerade Google Fotos wirkt im direkten Vergleich viel zu überladen mit einer Fülle von Ordnern und Alben, die ich gar nicht brauche.
3. Apple Intelligence: Mitteilungen priorisieren
Nehmen wir jetzt einfach mal an, dass Apples KI die Mitteilungen auf dem Handy für mich tatsächlich so gut priorisieren und aufbereiten kann, wie es der Tech-Riese auf der Keynote versprochen hat.
»Priority Notifications sind oben im Stapel zu sehen und zeigen das Wichtigste […] helfen lange oder gestapelte Mitteilungen zu überfliegen, und bringen wichtige Infos direkt auf den Sperrbildschirm, wenn zum Beispiel ein Gruppenchat besonders aktiv ist. «
Außerdem kommt ein neuer Fokus-Modus:
»[...] mit Reduce Interruptions einen neuen Fokus, der nur Mitteilungen zeigt, die sofortige Aufmerksamkeit benötigen – etwa eine Textnachricht über beispielsweise eine frühere Abholung aus der Kita.«
Wenn das wirklich so gut funktioniert, schaue ich neidisch auf das iPhone. Schon jetzt reduziere ich meine Nachrichten auf dem Smartphone auf das Nötigste, schalte Gruppenchats stumm und deaktiviere Benachrichtigungen von Apps, die ich zu selten benutze.
Trotzdem: Hin und wieder tummeln sich auf dem Sperrbildschirm zahlreiche Benachrichtigungen, unter denen sich hin und wieder eine wichtige Information verbirgt, die ich nicht hätte genervt wegwischen sollen.
Mein frühes Fazit zu iOS 18
Das Update auf iOS 18 ist im Rahmen der Developer Beta auf meinem iPhone installiert, das ich hauptsächlich zu Testzwecken verwende. Insgesamt macht das Update einen überwiegend soliden Eindruck – von größeren Fehlern bin ich bisher verschont geblieben.
Die Neuerungen beziehungsweise Anpassungsmöglichkeiten werten das Betriebssystem spürbar auf und geben dem Ganzen eine frische Note.
Sogenannte »Killer-Features« sind in iOS 18 allerdings nicht zu finden, im Gegenteil. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, hat Apple einige Funktionen von der Konkurrenz übernommen und teilweise besser integriert.
Es bleibt jedoch abzuwarten: Wird der Hersteller sein Versprechen mit »Apple Intelligence« einlösen und endlich eine clevere Siri mit den schicken KI-Funktionen integrieren? Wir müssen uns wohl oder übel bis zum Herbst gedulden.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.