In wenigen Tagen wird Apple auf seiner Keynote die iPhone-17-Reihe vorstellen. Seine Premiere feiert dabei voraussichtlich das iPhone 17 Air – ein neues, besonders schlankes Modell.
Zu diesem brodelt bereits seit Monaten die Gerüchteküche und ein Aspekt löst in mir gemischte Gefühle aus. Es geht um die Kamera. Im Gegensatz zu den übrigen iPhone-17-Modellen soll das Air lediglich mit einer Optik ausgestattet sein.
Als jemand, der gerne und viel fotografiert, fühlt sich das im Jahr 2025 irgendwie wie ein Rückschritt an. Schließlich ist es schon sechs Jahre her, dass Apple beim iPhone 11 Pro erstmals drei Kameras verbaute und inzwischen gehören Mehrfachkameras zum Standard bei den meisten Smartphones.
Das iPhone 17 Air könnte nach aktuellen Leaks (via Macrumors ) nur eine einzelne 48-Megapixel-Kamera auf der Rückseite besitzen – genau wie das iPhone 16e.
Weniger fotografische Vielseitigkeit
Ich nutze an meinem iPhone 13 Pro tatsächlich alle Objektive:
- Die Ultraweitwinkel-Linse für Landschaftsaufnahmen
- Das Teleobjektiv, um Motive heranzuholen
- Die Hauptkamera für alle möglichen Schnappschüsse
Diese Flexibilität wird mir beim iPhone 17 Air wahrscheinlich fehlen.
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3 Gründe, warum Smartphones niemals Kameras ersetzen können
Die mögliche Entscheidung geht gegen den Trend: Während andere Hersteller gefühlt immer mehr Linsen in ihre Flaggschiffe packen, könnte Apple sie beim Air-Modell auf ein Minimum reduzieren.
Bei einem Premium-Smartphone, das vermutlich über 1.000 Euro kosten wird, fühlt sich eine einzelne Linse wie ein Kompromiss an, der mich nicht glücklich macht.
Point-and-Shoot-Kameras als Inspiration?
Dennoch gibt es durchaus Argumente für die Ein-Linsen-Philosophie. Wenn ich an professionelle Kompaktkameras denke – etwa die Leica Q3 für über 6.000 Euro oder Sonys neue RX1R III für knapp 5.000 Euro – dann zeigt sich: Selbst im Profibereich gibt es Kameras mit nur einem Objektiv.
Diese Geräte beweisen, dass eine einzige, hochwertige Linse mit festgelegter Brennweite ihre eigenen Reize haben kann. Die Einschränkung auf eine Brennweite zwingt uns nämlich, bewusster zu fotografieren, uns zu bewegen, kreativ zu werden.
Ähnlich könnte es beim iPhone 17 Air sein: Die Beschränkung führt möglicherweise zu durchdachteren Aufnahmen.
Wer profitiert von der Vereinfachung?
Bei weniger technisch oder Fotografie-affinen Menschen in meinem Umfeld beobachte ich oft, dass sie ohnehin hauptsächlich die Hauptkamera ihres Smartphones nutzen. Teleobjektiv und Ultraweitwinkel bleiben oft unberührt.
Die Kamera-App wird geöffnet, der Auslöser gedrückt und schon ist der Schnappschuss im Kasten. Für diese Nutzer könnte eine gut abgestimmte Einzelkamera tatsächlich die bessere Wahl sein.
Zudem hilft der Verzicht auf zusätzliche Linsen wohl beim ultradünnen Design des iPhone 17 Air – immerhin soll es das dünnste iPhone aller Zeiten werden.
Die Software kompensiert
Was die Sache dennoch interessant macht: Moderne Smartphones kompensieren fehlende Hardware durch intelligente Software. Das iPhone 16e zeigt bereits, wie aus einem 48-Megapixel-Sensor zwei unterschiedliche Brennweiten simuliert werden können.
Dabei kommt ein Sensor-Crop zum Einsatz. Der Bildausschnitt des Sensors wird verkleinert, wodurch ein Zoom-Effekt entsteht, da nur ein zentraler Teil des Sensors für das Bild genutzt wird.
Die Software könnte daneben auch fehlende Ultraweitwinkel-Aufnahmen durch Panorama-Funktionen ersetzen oder Bokeh-Effekte digital generieren. Damit könnten Nutzer trotz Linsen-Limit eine vielseitige Kamera an die Hand bekommen, wenn auch mit möglichen Einschränkungen bei der Bildqualität.
Mein Fazit zur Kamera des iPhone 17 Air
Als Hobby-Fotograf bleibe ich skeptisch. Die Flexibilität verschiedener Brennweiten ist für mich zu wertvoll, als dass ich sie für ein dünneres Design aufgeben möchte.
Wenn ich zwischen iPhone 17 Pro und iPhone 17 Air wählen müsste, würde ich vermutlich wieder zur Pro-Version mit drei Kameras greifen – auch wenn sie dicker ist.
Aber ich erkenne auch: Apple macht das iPhone 17 Air eher nicht für Nutzer wie mich. Es richtet sich an Menschen, die das ultradünne Design über maximale fotografische Vielseitigkeit stellen. Und das finde ich völlig in Ordnung.
Für viele dürfte eine hervorragende Einzelkamera im Alltag ausreichen – besonders, wenn Apples Kamera-Software die Hardware-Limitierungen ein Stück weit auffangen.
Am Ende ist es eine Frage der Prioritäten: Brauche ich wirklich drei Objektive oder reicht eine wirklich gute Linse? Die Antwort darauf wird jeder für sich selbst finden müssen.
Wie seht ihr das? Wäre ein iPhone mit nur einer Kamera für euch denkbar, oder sind Mehrfachkameras inzwischen unverzichtbar geworden? Teilt eure Erfahrungen und Meinung gerne in den Kommentaren.

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