Während Samsung seit 2019 massiv in faltbare Smartphones investiert, steigt Apple erst rund sieben Jahre später ein. Sowohl das iPhone Duo als auch das Galaxy Z Fold8 setzen auf den Passport-Formfaktor, der sich in diesem Jahr bei mehreren Herstellern durchsetzt.
Klar ist: Apple setzt bei seinem ersten faltbaren Smartphone andere Prioritäten als sein direkter Konkurrent. In fünf Punkten hat der iPhone-Hersteller dabei die Nase vorn.
1. Der Faltmechanismus
Apple hat ein ausgeklügeltes Scharnier verbaut. Es lässt sich stufenlos in jedem Winkel arretieren und im »Laptop-Modus« flach auf den Tisch stellen.
Beim Fold8 gibt es dagegen nur zwei relevante Modi: auf und zu. Ab einem bestimmten Winkel klappt das Handy nämlich vollständig auf.
Die Software des Duo-iPhones erkennt den Winkel und projiziert das Video auf die obere Displayhälfte. Auch beim Fotografieren ist diese Funktion nützlich, da sich das Duo praktisch als Stativ nutzen lässt – ähnlich wie bei den Flip-Phones von Samsung.
Gleichzeitig gelingt es Apple, die Falte möglichst wenig sichtbar zu machen, wenn auch nicht unsichtbar. Hierzu setzt Apple auf ein spezielles Displayglas.
2. Das innere Display
Beim 7,6-Zoll-Display im Inneren setzt Apple auf sein Nanotexturglas. Dieses Material ist bereits aus dem MacBook Pro oder iPad Pro bekannt.
Es dämpft Spiegelungen von Sonne, Deckenlampen oder dem eigenen Gesicht und kaschiert zugleich die Falte in der Bildschirmmitte besser als die glänzenden Foldable-Displays vieler anderer Hersteller. Laut ersten Tests ist die Falte kaum sichtbar, sofern man nicht gezielt danach sucht.
Samsung hat hier jedoch nachgebessert und in seinen neuesten Foldables ein überarbeitetes Displayglas verbaut, das den Falz nur bei direktem Lichteinfall und einem entsprechenden Winkel sichtbar macht. Ein mattes Display gibt es hier aber leider nicht.
3. IP-Rating: Wasser- und Staubschutz
Samsung hat den Staubschutz zwar über die Jahre verbessert, doch feiner Staub bleibt die Achillesferse des Scharniers. Apple zieht mit anderen Konkurrenten wie Google oder Honor gleich und stattet das Duo mit einem vollwertigen IP68-Schutz aus.
Damit ist das iPhone Duo vollständig gegen Staub und Wasser geschützt.
Das Galaxy Z Fold8 erreicht hingegen nur eine IP48-Zertifizierung. Das bedeutet, dass das Gerät gegen grobe Körner ausreichend geschützt ist, allerdings nicht staubdicht.
Mehr dazu lest ihr hier: So prüft ihr, ob euer Handy wirklich wasserdicht ist – ohne es nass zu machen
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4. MagSafe-Unterstützung
Das iPhone Duo unterstützt vollständig MagSafe, und das ganz ohne entsprechende Schutzhülle. Der Magnetring befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses, sodass das Handy mit bis zu 25 Watt (kabelgebunden mit bis zu 60 Watt) lädt.
Beim Galaxy Z Fold8 muss die MagSafe-Kompatibilität hingegen über eine entsprechende Hülle erreicht werden.
5. Apple Pencil
Während Samsung beim Fold8 eine Abkehr vom S Pen vollzieht, hat Apple andere Pläne. Mit zukünftigen iOS-Updates (voraussichtlich iOS 27.2) soll das iPhone Duo mit dem Apple Pencil (USB-C-Version) kompatibel sein.
Damit könnt ihr in unterstützten Apps zukünftig auf dem Innen- sowie Außendisplay zeichnen, Notizen machen und navigieren.
Wo das Galaxy Z Fold8 punktet
Beide Falt-Handys sind nicht perfekt und haben ihre Kompromisse. In einigen Punkten macht das Galaxy Z Fold 8 eine buchstäblich bessere Figur:
- Dicke und Gewicht: Mit 201 Gramm ist es deutlich leichter als das iPhone Duo mit 254 Gramm. Geschlossen ist das Fold8 zudem mit 9,7 Millimetern zudem dünner als das iPhone Duo mit 11,3 Millimetern.
- Multitasking: Während Apple das Duo softwareseitig wie ein großes iPhone mit erweitertem Split-Screen umsetzt, behandelt Samsung das Fold8 wie ein Tablet. Dazu zählen das Fenstermanagement mit bis zu vier schwebenden Apps und der Desktop-Modus mit Samsung DeX.
- Under-Display-Kamera: Auch Apple ist es nicht gelungen, die Nachteile einer Under-Display-Kamera auszuräumen. Wie erste Tests bestätigen, ist sie zweckmäßig. Samsung setzt traditionelle Selfie-Kameras, die eine höhere Auflösung und bessere Ergebnisse liefern.
- Kamera-Software: Apple verzichtet beim Duo auf ProRAW, während Samsung nicht nur das Bildprofil, sondern auch die Profi-Video-Codecs AVC für seine Foldables erlaubt.
- Preis: Das iPhone Duo ist für 2.300 Euro erhältlich und bereits ausverkauft. Das Galaxy Z Fold8 ist bei manchen Händlern für unter 1.400 Euro zu haben – knapp 900 Euro weniger.
Beide Geräte haben ihre Kompromisse, die jeder selbst abwägen muss. Am Ende ist weniger die einzelne Funktion entscheidend als die Frage, welches Ökosystem und welcher Formfaktor besser zum eigenen Alltag passen.

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