Streit um Nutzerdaten: Facebook will an eure iPhone-Daten, Apple hält dagegen

Apple vs. Meta im Streit um die Umsetzung der europäischen Digitalgesetze. Muss Apple sein Privatsphäre-Versprechen aufgeben?

Apple und Meta machen sich gegenseitig Vorwürfe. Apple und Meta machen sich gegenseitig Vorwürfe.

Apple muss nach einem EU-Gesetz seine Technologien für Wettbewerber öffnen. Jetzt wendet sich Apple an die Öffentlichkeit und belastet einen alten Feind schwer: Facebooks Mutterkonzern Meta.

Das müsst ihr wissen: Der Digital Markets Act (DMA) ist ein EU-Gesetz, das für mehr Wettbewerb unter Digitalkonzernen sorgen soll. Die User sollen also mehr Auswahl bekommen und vor unfairen Geschäftspraktiken geschützt werden.

Was ist passiert?

Der DMA zwingt Apple, seine Schnittstellen zu öffnen. Ziel ist, dass Dienste verschiedener Anbieter besser miteinander kommunizieren können. Das nennt man Interoperabilität. Apple-User könnten etwa dann Geräte anderer Hersteller leichter in ihr Apple Home integrieren.

Im Rahmen des DMA können jetzt Wettbewerber Zugang zu verschiedenen Schnittstellen von Apple fordern. Jetzt beschwert sich Apple öffentlich.

Apple ist empört und fürchtet um seine Kunden-Daten:

Wenn Apple all diese Anfragen bewilligen müsste, könnten Facebook, Instagram und WhatsApp es Meta ermöglichen, alle Nachrichten und E-Mails auf dem Gerät des Nutzers zu lesen, jedes Telefonat zu sehen, jede App, die er benutzt, zu tracken, alle seine Fotos zu scannen, seine Dateien und Kalendereinträge anzusehen, alle seine Passwörter zu protokollieren und vieles mehr.

Schon lange legt Apple-CEO Tim Cook öffentlich besonderen Fokus auf die Datensicherheit und Privatsphäre seiner Kunden.

Meta kontert: Apple schiebt Privatsphäre nur vor

Apple glaube schlicht nicht an die Idee der Interoperabilität, erwidert Meta.

Jedes Mal, wenn Apple für sein wettbewerbsfeindliches Verhalten gerügt wird, verteidigt man sich mit Datenschutzbedenken, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Tatsächlich macht Apple die Datensicherheit und Privatsphäre seiner Kunden zu einem Hauptverkaufsargument für Apple-Produkte.

Gleichzeitig muss sich die Firma aber auch den Vorwurf gefallen lassen, einen Walled Garden errichtet zu haben, seine Nutzer also in einem geschlossenen System von eigenen Produkten einzusperren.

Was meint ihr dazu? Sind die Privatsphäre-Bedenken von Apple berechtigt? Oder will Apple einfach ein Monopol verteidigen? Und glaubt Meta wirklich an Interoperabilität oder will der Konzern nur noch mehr Daten abzugreifen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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