»Wir wussten, dass das passieren würde«.
Mit diesen Worten hat Nvidia-Finanzchefin Colette Kress in einem Interview mit Analyst Tae Kim (via wccftech) ungewohnt deutlich über die Speicherkrise gesprochen – und dabei auch eine Spitze gegen die Konkurrenz abgegeben. Viele der anderen Firmen hätten den knappen Speicher schlicht zu spät bestellt.
Viele Unternehmen sitzen gerade da und sagen: Oh mein Gott, die Speicherpreise sind gestiegen. Wir wussten, dass das passieren würde.
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Rubin und die nächste Runde: Noch mehr Druck auf denselben Markt
Kress bezeichnet die Nvidia-Strategie als die vorausschauende Variante, die viel Arbeit erleichtert.
So kaufe das Unternehmen Speicher nicht einfach vom offenen Markt, sondern arbeite mit allen drei großen Speicherherstellern – gemeint sind SK Hynix, Samsung und Micron – bereits in der Designphase zusammen. Kapazitäten werden so frühzeitig abgestimmt und reserviert, bevor Preise am Spotmarkt eskalieren.
- Für Nvidia selbst lohnt sich das ganz offensichtlich: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete das Unternehmen einen Rekordumsatz von 57 Milliarden US-Dollar – umgerechnet rund 49 Milliarden Euro. Das Rechenzentrumsgeschäft allein steuerte 51,2 Milliarden US-Dollar (rund 44 Milliarden Euro) bei.
- Das führte demletzt auch dazu, dass Nvidia seine Finanzberichte umkrempelt: Das klassische Gaming-Segment wird nicht mehr als eigenständige Kategorie geführt.
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Die nächste Bewährungsprobe kommt mit Nvidias nächster Hardwaregeneration in Form der Rubin-Plattform.
Laut wccftech prognostizieren externe Marktschätzungen, dass die Speicher-Nachfrage durch Rubin im Jahr 2027 die kombinierte Nachfrage von Apple und Samsung im Smartphone-Bereich übertreffen könnte – in solchen Größenordnungen dürfte die Speicherkrise noch eine Weile anhalten.
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