Obwohl Resident Evil aus Japan stammt, hat das Land selbst noch nie als Schauplatz für die legendäre Spielereihe gedient. Ähnlich war es die meiste Zeit bei dem Genre-Kollegen Silent Hill, bis sie es 2025 mit dem aktuellen Ableger geändert haben.
In einem Interview mit der japanischen News-Plattform Futaman wurde der Requiem-Producer Masato Kumazawa gefragt, welche Schauplätze Resi-Fans in Zukunft erwarten könnten. Dabei ist der Chef-Entwickler besonders auf einem Setting hängen geblieben.
Resident Evil Japan?
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Zunächst sprach Kumazawa über die zeitliche Einordnung. Hier stellt er klar, dass ihm und den anderen Entwicklern dahingehend kaum Grenzen gesetzt werden. Immerhin sind sie in der Vergangenheit schon mehrere Male in der Zeit umhergesprungen, zuletzt in Requiem. Konkret sagt er:
Wir haben erst mit Resident Evil 4 damit begonnen, Figuren sichtbar altern zu lassen. Tatsächlich haben wir sogar Dinge gemacht, wie die Zeitlinie zwischen Resident Evil 2 und Resident Evil 3 zurückzuverlegen, daher halten wir uns nicht an feste Regeln.
Allerdings passen wir die Zeitlinie an, wenn wir zu der Einschätzung kommen, dass Geschichten, die in der Gegenwart spielen, den Spielern ein stärkeres Gefühl der Immersion vermitteln.
Die Zeitlinie verändert sich außerdem je nach den Figuren und der Geschichte, die wir in einem bestimmten Titel erzählen möchten. Auch in Resident Evil Requiem gibt es Szenen, die acht Jahre zuvor spielten, ebenso wie Abschnitte, die noch weiter in der Vergangenheit angesiedelt sind. Wohin sich die Zeitlinie künftig entwickelt, wird daher vom jeweiligen Titel abhängen.
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Japan als zukünftiger Schauplatz? In Bezug auf die Settings wurde Kumazawa insoweit konkreter, dass er zumindest einen bestimmten Ort nennt, den er - und offenbar auch viele andere - sich zukünftig als Schauplatz vorstellen kann. Dazu sagt er:
Ich denke, ein Schauplatz in Japan ist etwas, worüber jeder japanische Resident-Evil-Fan einmal nachgedacht hat, und ich selbst habe das ebenfalls in Betracht gezogen. Da das Entwickler-Team überwiegend in Japan lebt, glaube ich, dass sich jedes Teammitglied darüber schon Gedanken gemacht hat. Obwohl Japan bislang noch nicht als Schauplatz in den Spielen vorkam, könnte es in Zukunft durchaus einmal erscheinen.
Kumazawa erklärt weiter, warum so ein stilistischer Wechsel, wie er etwa von Silent Hill f vorgemacht wurde, unter bestimmten Voraussetzungen sogar Teil von Capcoms strategischer Ausrichtung sein könnte.
Wir werden die Kernelemente der Reihe, etwa die Figuren und die Ereignisse, die sich entfalten, nicht verwässern und weiterhin bewahren, was der Serie wichtig ist. Wenn wir jedoch immer wieder dieselbe Art von Spiel veröffentlichen, werden die Spieler irgendwann das Interesse verlieren. Deshalb möchten wir uns auch künftig neuen Herausforderungen stellen.
Ob Capcom in einem Japan-Spiel mehr so stark in die Vergangenheit reisen würde wie Silent Hill f, bleibt abzuwarten. Wie der Village-DLC Shadows of Rose gezeigt hat, scheut sich Capcom auch nicht davor, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Doch sollte nicht bereits Resident Evil 10, das schon seit einigen Jahren entwickelt wird, in Japan spielen, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis wir mehr wissen.
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