Apple lenkt endlich ein und ermöglicht bessere Kommunikation zwischen iPhone und Android

Apple kündigt die Unterstützung von RCS für iMessage an - und davon profitieren alle.

Apple kündigt die Unterstützung von RCS für iMessage an (Bild: keBu.Medien, stock.adobe.com) Apple kündigt die Unterstützung von RCS für iMessage an (Bild: keBu.Medien, stock.adobe.com)

Nach jahrelanger Überzeugungsarbeit und bizarren Werbekampagnen der Konkurrenz lenkt Apple nun überraschend ein und kündigt die Unterstützung von RCS (Rich Communication Services) für iMessage an. Dabei handelt es sich um eine zeitgemäße Alternative zu SMS und MMS.

Gegenüber 9to5Mac äußerte sich ein Sprecher des Unternehmens wie folgt

»Im Laufe des nächsten Jahres werden wir die Unterstützung für das RCS Universal Profile, den derzeit von der GSM Association veröffentlichten Standard, hinzufügen. Wir glauben, dass das RCS Universal Profile im Vergleich zu SMS oder MMS eine bessere Interoperabilität bieten wird. Dies wird neben iMessage funktionieren, das weiterhin das beste und sicherste Messaging-Erlebnis für Apple-Nutzer sein wird.«

Die Ankündigung kam überraschend am Donnerstagabend. Doch welche Vorteile genau bringt RCS für das iPhone mit sich?

Kommunikation zwischen iPhone und Android wird besser

Wenn ihr einem eurer Kontakte über iMessage eine Nachricht schreibt, wird diese über den veralteten SMS/MMS-Standard verschickt, sofern der Empfänger kein iPhone besitzt.

Im Vergleich zu SMS und MMS unterstützt der modernere RCS-Standard Fotos und Videos in höherer Auflösung, Audionachrichten und größere Dateigrößen.

Darüber hinaus bietet der Standard eine bessere Verschlüsselung für Chat-Nachrichten zwischen iPhone und Android (gegenüber SMS/MMS) sowie plattformübergreifende Emoji-Reaktionen und grundlegende Funktionen für Chat-Nachrichten. Dazu zählt auch die Lesebestätigung.

Mit Hilfe von RCS wird es in Zukunft möglich sein, seinen Standort über das iPhone mit anderen Android-Teilnehmern zu teilen. Wie iMessage funktioniert RCS neben Mobilfunk auch über WiFi.

iPhone 15
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Erhältlich in fünf Farben und mit 128, 256 oder 512 GB Speicher
iPhone 15 Plus
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iPhone 15 Pro
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Schwankende Verfügbarkeit
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Google als treibende Kraft

Der Suchmaschinenriese aus Mountain View war in den letzten Jahren die treibende Kraft und veröffentlichte 2022 sogar eine »Get the Message«-Webseite.

Auf dieser Webseite fordert Google Apple öffentlich auf, den RCS-Standard für iMessage einzuführen, um eine bessere Kommunikation zwischen den Plattformen zu gewährleisten.

Aber auch andere Smartphone-Hersteller wie Samsung haben öffentlich Druck aufgebaut, teilweise sogar mit Werbekampagnen, in denen etwa »Romeo« mit grüner Blase nicht mit »Julia« mit blauer Blase zusammen sein kann.

Außerdem wurde der Hashtag #GetTheMessage über Social-Media-Kanäle ins Leben gerufen. Ob diese Mittel Apple letztendlich zum Einlenken bewegt haben, darf allerdings bezweifelt werden.

Dennoch sieht sich Apple mit verschiedenen Hürden seitens der EU konfrontiert, die möglicherweise zu der Entscheidung beigetragen haben, iMessage zu öffnen. Mit der Regulierung des Digital Market Act (DMA) könnte iMessage nämlich als Gatekeeper eingestuft werden.

Der DMA, der am 1. November 2022 in Kraft getreten ist, verpflichtet sogenannte Gatekeeper-Unternehmen dazu, ihre Dienste und Plattformen für andere Unternehmen und Entwickler zu öffnen, wenn sie über eine hohe Finanzkraft und eine große Anzahl von Nutzern verfügen.

Apple bringt tatsächlich RCS-Unterstützung auf das iPhone. Was haltet ihr von diesem Schritt des iPhone-Herstellers? Findet ihr die Umstellung längst überfällig oder schreibt ihr euren Kontakten sowieso ausschließlich über andere Messenger wie WhatsApp, Telegram, Threema oder Signal? Welche Verbesserungen sollte Apple noch am iPhone vornehmen? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!

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