Japan stellt OpenAI zur Rede: »Anime und Manga sind unersetzliche Schätze« – One Piece, Demon Slayer und Co. sollen geschützt werden

Die KI-Video-App Sora hat jetzt auch die japanische Regierung auf den Plan gerufen.

Demon Slayer ist eine aktuell extrem beliebte Anime-Serie. (Bild: © Ufotable) Demon Slayer ist eine aktuell extrem beliebte Anime-Serie. (Bild: © Ufotable)

Die immer weiter fortschreitende Verbreitung von KI-generierten Bildern und Videos sorgt auch für intensive Diskussionen um Urheberrechtsverletzungen. Um Anime und Manga zu schützen, hat sich die japanische Regierung deshalb direkt an OpenAI gewandt.

Japan fordert OpenAI auf, Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden

OpenAI hat Anfang Oktober mit Sora 2 eine verbesserte Version der hauseigenen KI vorgestellt, mit der Videos über einfache Textprompts erstellt werden können. Die dazugehörige App konnte schon nach wenigen Tagen große Erfolge verzeichnen.

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Nahezu gleichzeitig gab es aber auch erneute Diskussionen um Urheberrechte. Sora 2 kann beispielsweise mit wenigen Angaben ganze Szenen aus Cyberpunk 2077 nahezu perfekt nachstellen. Das wirft natürlich die Frage auf, woher die KI weiß, wie das aussehen muss und welche Daten für das Training möglicherweise illegal genutzt wurden.

Der Konflikt zwischen Rechteinhabern und KI-Firmen schwelt schon seit einer ganzen Weile. Mehrere Hollywood-Studios haben etwa schon Klage eingereicht, weil Anbieter wie OpenAI letztlich Geld damit verdienen, dass Nutzer Bilder und Videos mit eigentlich geschützten Marken generieren können.

Aus demselben Grund hat sich kürzlich auch die japanische Regierung an OpenAI gewandt, wie ITmedia berichtet. In einer Pressekonferenz vom 10. Oktober sagte Minoru Kiuchi, der japanische Minister für wirtschaftliche Sicherheit:

Anime und Manga sind unersetzliche Schätze, auf die wir weltweit stolz sein können. [...] Wir haben OpenAI gebeten, keine Handlungen vorzunehmen, die eine Urheberrechtsverletzung darstellen könnten.

Anime-Serien wie One Piece, Demon Slayer der Pokémon gehören zu den wertvollsten Entertainment-Marken der Welt und sind dementsprechend auch bei Nutzern von Apps wie Sora beliebt. Erst im März hatte es etwa einen Trend gegeben, bei denen Nutzer eigene Bilder mit KI in »Ghibli-Versionen« verwandelt haben.

Japan ist KI gegenüber an sich sehr aufgeschlossen, beim Schutz der eigenen Marken hört der Spaß aber offenbar auf. OpenAI-Chef Sam Altman hat in einem Blog-Artikel vom 4. Oktober schon angekündigt, dass es in Zukunft mehr Kontrolle für Rechte-Inhaber geben soll. Das Thema dürfte uns trotzdem noch eine Weile begleiten.

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