Wenn es nach dem Amazon-Chef geht, besteht die Mode der Zukunft aus Müll – und 34 Millionen US-Dollar sollen es möglich machen

Der Bezos Earth Fund hat eine neue Investition in Millionenhöhe angekündigt.

Die Stiftung von Jeff Bezos investiert 34 Millionen US-Dollar in nachhaltige Mode. (Bildquelle: YouTubeThe Economic Club of Washington, D.C.) Die Stiftung von Jeff Bezos investiert 34 Millionen US-Dollar in nachhaltige Mode. (Bildquelle: YouTube/The Economic Club of Washington, D.C.)

Der Bezos Earth Fund vom Amazon-Gründer Jeff Bezos hat ein neues Investment angekündigt. Mit insgesamt 34 Millionen US-Dollar sollen Forscher dabei unterstützt werden, nachhaltige Materialien für die Modeindustrie zu entwickeln.

Alternativen für Polyester und Baumwolle gesucht

Die Modeindustrie gilt als absoluter Klimakiller. Besonders die sogenannte »Fast Fashion« hat eine extrem schlechte Klimabilanz, so Vattenfall, produziert weltweit Unmengen an Müll und schädigt die Umwelt etwa durch Traubhausgasemissionen und Mikroplastikverschmutzung.

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Um dem entgegenzuwirken, hat der Bezos Earth Fund, die Umwelt-Stiftung von Amazon-Chef Jeff Bezos nun umfangreiche Investitionen angekündigt. Insgesamt werden 34 Millionen US-Dollar an vier Forschungsstellen verteilt:

  • Columbia University: 11,5 Millionen US-Dollar
  • University of California, Berkeley: 10 Millionen US-Dollar
  • Clemson University: 11 Millionen US-Dollar
  • The Cotton Foundation: 1,5 Millionen US-Dollar

Die Investitionen sollen die Forscher dabei unterstützen, nachhaltige Textilien und Fasern zu entwickeln. An der Columbia University wird beispielsweise eine neuartige Textilfaser entwickelt, die auf landwirtschaftlichen Abfällen und Müll wachsen soll.

Die neuen Erfindungen sollen die Modeindustrie weniger abhängig von Polyester und Baumwolle machen. Die beiden Materialien sind die meistgenutzten, aber auch diejenigen, die am stärksten von natürlichen Ressourcen abhängig sind.

Das ist nur ein Teil der Investitionen: 2020 hat Jeff Bezos den Bezos Earth Fund gegründet und versprochen, bis 2030 insgesamt 10 Milliarden US-Dollar in den Klimaschutz zu investieren. Bisher soll aber »nur« etwa ein Viertel davon auch wirklich investiert worden sein. Es wird also langsam Zeit, Gas zu geben.

Bei der Gründung der Stiftung wurde laut Indipendent dem Amazon-Gründer teilweise »Heuchelei« vorgeworfen. So trage Amazon selbst in erheblichem Maße zum Klimawandel bei. Auch Bezos selbst steht in der Kritik, etwa weil er in wenigen Wochen mit seinem Privatjet mehr CO₂ ausstößt als der Durchschnitt in 17 Jahren.

In der Vergangenheit hatte es zudem Berichte darüber gegeben, dass Amazon aktiv mit großen Unternehmen aus der Gas- und Öl-Industrie zusammenarbeitet und Mitarbeiter, die darüber sprechen wollten, bedroht wurden. Die Gründung des Bezos Earth Fund war eine der Folgen dieser Berichte und Vorwürfe.

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